CD-REVIEWS:
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EDGE OF
SANITY: "Crimson II" CD (Black Mark)
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Mehr als einmal wurde Dan Swanö in den letzten
Jahren von den Fans, der Presse und seiner Plattenfirma bestürmt, ein
neues EDGE OF SANITY-Album einzuspielen. Nun liegt es in Gestalt von
"Crimson II" also vor und ist rein vom handwerklichen her über
jeden Zweifel erhaben.
Kein Wunder, sind sowohl Swanö als auch
seine Mitstreiter Mike Wead (King Diamond) und Simon Johansson (Memory Garden)
doch als Perfektionisten bekannt. Anders sieht es beim Songwriting aus.
Swanö, dessen Herz in den letzten Jahren mit Nightingale und diversen
anderen Projekten vornehmlich am Progressiv Rock hing, gelingt es leider nicht,
die Intensität früher EDGE OF SANITY-Alben zu erreichen. Zu
oft wird auf "Crimson II" versucht, diese progressiven Einflüsse in
ein Death Metal-Korsett zu zwingen, was leider nicht so recht gelingen will.
Die Keyboards klingen einen Tick zu oppulent und lassen frühe Marillion
als Inspiration erkennen, dem Songwriting fehlt der richtige Zug in Sachen
Härte und Zielgenauigkeit und man hat immer wieder den Eindruck,
Swanö war während des Komponierens hin und her gerissen zwischen den
beiden, in seiner Brust schlagenden Herzen.
Unter dem Strich bleibt
somit ein zwiespältiger Eindruck, denn auch, wenn "Crimson II"
gemessen am Gros der jede Woche erscheinenden Death Metal-Alben weit
überdurchschnittlich ist, so wird es den Grosstaten, zu denen Swanö
in der Vergangenheit fähig war, leider nicht ganz
gerecht.
Michael Kuhlen (OBLIVEON) für
GOTHICWORLD
01 - The Forbidden Words 02 -
Incantation 03 - Passage of Time 04 - The Silent Threat 05 - Achilles
Heel 06 - Covenant of Souls 07 - Face to Face 08 -
Disintegration 09 - Aftermath
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