CD-REVIEWS:
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ATROX
"Orgasm" CD (Audioglobe / SPV)
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Ein entfernt an Boschs Höllenphantasien erinnerndes Artwork
bei dem die Figuren jedoch hämisch grinsen fällt immerhin auf.
Denkste. Die Musik fällt noch viel mehr auf. Und wird wohl dem
größten Teil der möglichen Hörerschaft wie eine flache
Hand ins Gesicht schlagen.
Denn die wirklich obskur anmutende Mischung
aus düsteren Gitarrenwänden und einer Sängerin zwischen Nina
Hagen und einer Gothicträllerin auf Speed verwirrt und polarisiert. Teils
jazzig, teils verspielt, teils kaum hörbar weil atonal und dann wieder
ohrenschmeichelnd melodisch. Recht wandelbare Vocals und progressive
Instrumentalparts treffen nur an manchen Punkten aneinander, entfernen sich
voneinander und werden nicht selten auch unharmonisch.
An das
übliche Songschema aus Strophe und Chorus hält man sich bei
ATROX ohnehin nicht. Ich würde es über weite Strecken
verrückt nennen was auf Orgasm geboten wird, das dem
Hörer viel abverlangt.
Bei aller Avantgarde: Das ganze ist immer
Geschmackssache und keine Frage des Intellekts - denn nicht jeder will bei
Musik erst mal Leiden müssen bis es gefällt. Und das macht aus ihnen
einen Paradiesvogel der Szene, wenn auch einen schwarzen, der nicht gefallen
muss, aber kann.
Torben (metal-inside) für
GOTHICWORLD
www.atrox-web.com |