interview:
DEINE LAKAIEN Im Gespräch mit Alexander
Veljanov
"Alles zu seiner
Zeit"
Festverwurzelt in der schwarzen Musiklandschaft stehen DEINE
LAKAIEN als Vordenker und Inspiration für viele die dann kamen. Wir
führten ein Interview mit Alexander Veljanov über die Kunst alte
Klassiker wiederaufzuführen, die man eigentlich selbst bald nimmer
hören kann und die Zukunftsperspekive der Band nach der jünsten
Live-DVD/Do-CD-Veröffentlichung.
GW: Alexander, schön daß du deinem
Interview-Marathon-Tag noch ein paar Minuten für uns drangehängt
hast. Bestimmt hast du dir heut schon den Mund fusselig
geredet!
Alexander: Nunja, es
geht noch und es gehört einfach dazu. Schieß los!
GW: Für mich sind DEINE LAKAIEN
eigentlich keine typische Liveband, viel lieber genieße ich Eure Songs in
Ruhe oder in trauter Runde. Zuletzt hab ich Euch ja auf dem diesjährigen
M'Era Luna-Festivel live erlebt, aber da herrschten bekanntermaßen ja
auch ganz besonder Umstände...
Alexander: Oh Gott, hör bloß auf! Das
war ja eine reine Quälerei, für uns wie für das Publikum
gleichermaßen. Ich meine wir sind ja immerhin noch bezahlt worden um in
der Affenhitze zu spielen, aber das Publikum hat mir schon wirklich leid getan.
Die Show von uns war auch dementsprechend eher zum Vergessen. Aber die 2002er
Tour war durchweg eine interessante Geschichte und so freuen wir uns schon,
daß wir das alles mal auf DVD festgehalten haben, um sich das auch mal in
trauter Runde gönnen zu können. GW: Eigentlich war ja auch erstmal "nur" ein
Livealbum zum Bandjubiläum angedacht, oder?
Alexander: Ja das
ist richtig, zumindest von Seiten des Labels, aber wir haben schon lange
hinsichtlich einer Live-DVD geliebäugelt und sind froh, daß wir mit
den Aufzeichnungen das Label zu diesem Schritt überzeugen konnten. Damit
wir den Preis für alle erschwinglich halten konnten, haben wir auch alles
auf das Konzert konzentriert gehalten und auf überflüssigen
Schnickschnack lieber verzichtet. Nur ein kurzes Interview mit Ernst und mir
ist noch drauf. GW: Und euer
Liveprogramm kann einen ja auch über Stunden begeistern. Habt den Bogen ja
mit "Colour-Ize" ganz weit an den Anfang eurer Bandgeschichte gespannt.
Zunächst beginnt ja alles sehr elektronisch ...
Alexander: Wir waren letztes Jahr einfach an
einem Entscheidungspunkt eine neue Livecrew zusammenzustellen und hatten uns
überlegt, wie wir in der Wahl der Besetzung neue Akzente vor allem in den
schon etwas älteren Stücken setzen könnten. Da war für uns
sehr reizvoll eine Mischung aus eigentlich rein elektronischer Popmusik und
deren Akustikversionen zu finden. GW:
Ist Euch klasse gelungen, wie von Song zu Song die Streicher,
Akustikgitarren und das Klavier in den Vordergrund kommen. Und die Besetzung
schein wirklich gut zu harmonieren.
Alexander: Ja, die Chemie stimmte von Anfang an
und ich glaube, daß diese Herangehensweise und das Ergebnis allen
Beteiligten großen Spaß gemacht hat. Unsere Orginalversionen sind
ja allseits bekannt und wir haben sie ja jahrelang so gespielt, da geht man
schon Gefahr, daß der Reiz entweicht. GW: Ernst hatte ja im DVD-Interview gesagt,
daß er mit dem beruhigenden Gefühl auf die Bühne gehen konnte,
auch wenn der Computer seinen Geist aufgibt. Er hatte ja ein Klavier auf der
Bühne.
Alexander:
Bloß wenn wir den Stecker gezogen hätten in Potsdam, hättens
die Jungs auch nicht mehr mitfilmen können. GW: Und das rockige Finale wär uns auch
vorenthalten geblieben. Trotzdem wünsch ich mir ein DEINE LAKEIEN-Konzert
eher in eine wirklich beschauliche Athmosphäre aus auf eine Club- oder
Festivalbühne. Kirche, Kerzen, keine Ahnung?
Alexander: Wir hatten auch schon solche Konzerte
und sind auch immer auf der Suche nach besonderen Veranstaltungsorten.
Schaumal, das Zillo findet nächstes Jahr auf der Freilichtbühne auf
der Lorelei statt. GW: Oh,
damit kann man das hier offiziell bekannt geben?
Alexander: Nein, das kann man nicht, war mir nur
als Beispiel für eine schöne Location eingefallen (lacht).
GW: Kommen vor von der
Retrospektive, die Eure Live-DVD sicherlich darstellt zur nächsten DEINE
LAKAIEN-Epoche. Wie stehts denn um den "White Lies"-Nachfolger?
Alexander: Ich würde sagen,
das Songmaterial steht zu 50 Prozent und wir werden die Studioarbeiten nach dem
DVD-Rummel auch gleich wieder fortsetzen. GW:
Dann seid ihr ja beide in viele weitere Projekte involviert. Wie
hat Dir denn dein Gastspiel bei Schiller gefallen?
Alexander: War eine gute Sache. Alles
fantastische Musiker, doch hat Spaß gemacht. Und ich find gut was
Christopher da macht. GW: Hast
Du auch wieder Soloambitionen?
Alexander:
Schon, aber alles zu seiner Zeit. Ich arbeite viel mit David Young
zusammen, mit dem ich "The Sweet Life" gemacht habe und da gibts schon ein paar
Ideen, die nach einem Release schreien. Alles zu seiner Zeit.
Sir Ritchie für
GothicWorld
DEINE LAKAIEN "Live"
DVD - review DEINE LAKAIEN "Live"
DoCD - review
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