CD-REVIEWS:
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HAMMERS OF
MISFORTUNE "The August Engine" CD (Cruz Del Sur
Music)
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Nach Ihrem Debüt
"The Bastard" vor zwei Jahren, legen HAMMERS OF MISFORTUNE nun
das zweite Werk "The August Engine" vor. Die Combo aus San Francisco ist
mittlerweile von vier auf fünf Mitglieder angewachsen. Nachdem Bassistin
Janine Tanaka (Ex- L7) dieses Jahr die Band verließ, um sich anderen
musikalischen Projekten zu widmen, nahm Jamie Meyers Ihre Stelle ein.
Zusätzlich kam noch Sigrid Sheie dazu und klimpert fortan am Klavier und
Keyboard. Drummer Chewy und die beiden Gitarristen John Cobett und Mike Scalzi
(beide auch bei THE LORD WEIRD SLOUGH FED), sind weiterhin dabei.
War
"The Bastard" noch von Black Metal Einflüssen geprägt, so zeigen
sich HOM auf "The August Engine" eindeutig von Ihrer experimentellen
Seite. Jeder der sieben Songs, hat so seine ganz eigene Art und Stilrichtung.
Hinzu kommt noch, dass die Truppe über keinen Hauptsänger
verfügt, sondern sich fast alle Mitglieder dazu berufen fühlen, mal
ins Mikro zu trällern. Irgendwie hat das Ganze was von einem
Adventskalender, nur mit sieben Türchen. Man weiß nie, was einen als
nächstes erwartet. Eröffnet wird das Ganze mit einem
Instrumentalsong, der zwar über ein paar gelungene Riffs verfügt, bei
einer Länge von aber fast fünf Minuten nicht so wirklich
überzeugen kann. Nahtloser Übergang zum zweiten Track
"Rainfall". Ein von Frauengesang begleitetes akustisches Liedchen, auch
nicht wirklich hitverdächtig. Erst der dritte Titel "A Room And A
Riddle" lässt ein wenig Hoffnung aufkeimen, könnte man doch hier
tatsächlich von einem flotten Song sprechen. Allerdings kann man mit nur
einem hörbaren Stück, nicht die gesamte CD aufwerten. Der Rest klingt
ziemlich zusammengepuzzelt und vermiest einem das Hörvergnügen. Zu
lange Gitarrensolos mit Akustikeinlagen lassen das Ganze zu
zähflüssig wirken und der Mix aus verschieden Gesangsstilen, wirkt
wie gewollt und nicht gekonnt. Zudem ist zu beachten, dass man es hier schafft
mit sieben Stücken, eine Spielzeit von 45 Minuten zu erreichen. Lang ist
nicht gleichbedeutend mit gut und wie sagt man so schön, in der Kürze
liegt die Würze. Lieber kurz und knackig, als lang und weilig, das ist die
Devise.
Eigentlich wirklich schade, denn Potenzial ist mit Sicherheit
vorhanden. Nur kann man mit zu großer Experimentierfreudigkeit vieles
zunichte machen. Vielleicht sollten sich HAMMERS OF MISFORTUNE mal auf
eine klare Linie einigen, damit ist auch der Gesang gemeint. Lässt man
noch die überlangen und eigenwilligen Gitarrenpassagen weg, könnte es
vielleicht noch was werden. So jedenfalls nicht!
Mariska Krüssel für
GOTHICWORLD
Tracks: 01 - The August
Engine Part I 02 - Rainfall 03 - A Room And A Riddle 04 - The August
Engine Part II 05 - Insect 06 - Doomed Parade 07 - The Trial And The
Grave
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