CD-REVIEWS:
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PSYCHOPHILE
"Transition" CD (Wasp Factory / DarkCell)
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Sängerin Lucy beschreibt die Musik ihrer Band mit
folgenden Worten: "Darkpop dance goth with 'make you blub' numbers." Und Recht
hat sie - mal mehr, mal weniger.
Wer mehr als fünf Jahre auf die
Veröffentlichung seines Erstlings hinarbeitet, dem kann man musikalisches
Unvermögen und daher eine Menge Absagen unterstellen - oder aber
perfektionistisches Rumgefeile, bis jeder Ton sitzt. Bei PSYCHOPHILE aus
Großbritannien neigt sich die Waagschale glücklicherweise in
Richtung Perfektionismus. Mit "Transition" liegt eine CD vor, die sehr
leicht ins Ohr geht und eine ganze Menge an Potenzial hat. Die Musik schickt
einen gut 10 Jahre zurück, man hört unangestrengte Synthieklänge
wie seit Beginn der 90er nicht mehr und Gitarren, die stets die Klippe zum
Rockigen umschiffen und treibend enorm das Tanzbein kitzeln. Und erst die
Stimme von Lucy Poitycat - da geht die Selbige richtig ab: eine Spur Diamanda
Galas vielleicht, sonst eiskalt, immer schneidend und wie rausgekotzt, soviel
Wut und Abscheu scheinen in ihr zu stecken. Ich glaube fast, sie will einem
wehtun - und genieße es erst recht.
Gut, nach dem x-ten
Durchhören fallen zwei, drei Songs hinten runter, die plätschern dann
so nebenbei und überbrücken nur die Freude auf die richtigen Perlen:
"Invocation", der schwerste und unangefochten beste Song, der wirklich
alle Pluspunkte gekonnt bündelt und es verdient, die Tanzflächen
gehörig aufzumischen (auf der Homepage hörbar) oder "Vice
girl", das einem die Haut schlitzt
Zudem sind
PSYCHOPHILE die einzige Band, die mit einem Pappmaché Kater
aufwarten können, der einen eigenen Song ("Horrorshow")
beigesteuert hat und viel mehr als nur ein Maskottchen ist. Bei den Credits
gibt The Mog Vodka-Milch als Lieblingsgetränk an. Damit das arme Tier
nicht darben muss und immer genug Kohle für Katzen-Alk in der Kasse ist,
sollten alle, die mit düster-verspielten Klängen und dominanten
Frauenstimmen was anfangen können, diese Platte kaufen.
Daniel "Bela" Bartsch für
GOTHICWORLD
Tracklist: 01. visions,
images and dreams 02. mirrors 03. never had a face 04.
invocation 05. intense 06. sciagraphy 07. for her 08. vice
girl 09. surplus 10. illumination 11. horrorshow 12.
darklight 13. mercy seat
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