special:

Emil BullsEMIL BULLS & END OF APRIL
05.02.04 Nordhorn, JZ Scheune

Ich hatte mir schon vorher sagen lassen, wo EMIL BULLS auftreten, da wird gefeiert. Diese Kunde schien auch zur gesamten jugendlichen Bevölkerung von Nordhorn und Umgebung durchgedrungen zu sein. Als ich gegen 20 Uhr das Jugendzentrum von Nordhorn betrat, musste ich erst mal feststellen, dass ich wohl leider den Altersdurchschnitt kräftig nach oben anhob. Dennoch war ich sehr gespannt auf den Abend.

End Of AprilDen Anfang machte die holländische Combo END OF APRIL. Obwohl eigentlich haben wir es hier mit einer multikulturellen Band zu tun, denn es sind nur drei Mitglieder dieser Band Holländer und sind sogleich auch alle Ex- Mitglieder von HEADCRASH. Drummer Jusso ist Amerikaner und Gitarrist Markus war Mitbegründer der deutschen Band SPERMBIRDS. Gleich vom ersten Song an, fängt die Nordhorner Jugend an zu pogen, so dass es mir schwer fällt auch nur ein vernünftiges Foto zu schießen. Nach dem dritten Bild habe ich mein erstes Bier im Haar und auf so was steh ich total.

End Of AprilEND OF APRIL machen eine Mischung aus Hardcore, Punk und Nu Metal. Der kleine Sänger Allen ist auf der Bühne ein wahrer Wirbelwind und macht es einem wirklich schwer, ihn mal ganz aufs Bild zu bekommen. Dem Publikum scheint es zu gefallen, aber ich ziehe mich nach den Fotos doch erst mal ein Stück weiter zurück um nicht noch den einen oder anderen Ellenbogen ins Gesicht zu bekommen. EOA machen Ihren Job als Vorband hervorragend und heizen den Leuten richtig ein. Bei einem Stück wurde sogar die Frau vom Merchandising Stand zur Gesangsunterstützung mit auf die Bühne geholt. Da wurde dann doch mal eine kurze Pause beim Pogen eingelegt und lieber ne Runde geglotzt. Nach 45 Minuten ist dann Schluss und die verausgabten Jungs verlassen die Bühne.


In der Umbaupause ziehen einige mit blutigen Nasen in Richtung Toilette an mir vorbei. Das kann ja noch heiter werden! Alles wartet gespannt auf das Sextett aus Bayern.

Endlich erklingen die ersten Töne des Intro und vor der Bühne wird es mächtig voll. Frontmann Christ und seine Mannen betreten einzeln die Bühne und begrüßen das Publikum. Der erste Song ist "Porcelain" vom letzten Album mit gleichnamigem Titel und nun geht es vor der Bühne richtig zur Sache. Da boxt der Papst, da steppt der Bär. Bei "Leaving You With This" ist die Meute dann nicht mehr zu halten. Zwischen Pogen und Jumpen erklimmen einige die Bühne zum obligatorischen Stage- Diven. Christ hetzt die Leute noch so richtig auf und macht auf der Bühne seine Späße. Er gibt Kommandos zum Absprung, hilft bei der Suche nach verloren gegangenen Zippos und Schlüsseln und hat auch zu allen anderen Dingen immer einen Spruch parat. Bassist Citnoh schüttelt sein Haar in bester BAD BRAINS- Manier. Die Jungs auf der Bühne geben so richtig Gas und leben sich aus und man merkt Ihnen den Spaß am Auftritt an. Bei "Smells like Rock´n´Roll" wird kräftig mitgegrölt und Christ scheint es wenig zu stören, dass er ständig angerempelt wird und auch diverse Fußpaare seinem Gesicht bedenklich nahe kommen. Er schwitzt und schreit sich die Seele aus dem Leib.

EMIL BULLS lassen sich musikalisch schwer in eine Schublade pressen. Vom Hip Hop und Rock bis zum Nu- Metal sind so ziemlich alle Einflüsse vorhanden. Als dann noch mein Lieblingssong "Moloko Velocet" gespielt wird, kann ich mich auch nicht mehr zurück halten und muss einfach mitsingen. Ich kann nur sagen, einen Auftritt von den EMIL BULLS muss man schon selbst miterlebt haben. Den Power und die Energie kann man mit Worten leider nicht einfangen. Als Zugabe gab es dann natürlich noch den Klassiker von AHA "Take On Me" und "Symphony Of Distruction" von MEGADEATH.

Nach eineinhalb Stunden war dann auch Feierabend und ich hatte ein wahnsinniges Piepen auf den Ohren. Die Fans sahen auch mehr oder weniger lädiert aus. Einige werden am nächsten Tag wohl noch mächtige Kopfschmerzen gehabt haben. Dennoch sollte man EMIL BULLS auf jeden Fall mal live erlebt haben.
Bis zum nächsten Mal.

Die Live- DVD zur Tour
kann man übrigens unter dvd@ohmysweet.de bestellen.


Bericht + Fotos: Mariska Krüssel für GOTHICWORLD


Songliste vom Konzert:
Intro
Porcelain
Angel Delivery
Leaving You With This
Paranoid Love Affair
Smells Like Rock´n´Roll
This Day
Lava
Moloko Velocet
Qualle, Allä?
Tumble/ No Hay Banda
Zamzoe´s Mirror (Me)
Cocoon
------------------------------------
Stone The Crow
Take On Me
Symphony Of Distruction
Witzen
The Coolness Of Being Wretched


www.emilbulls.de