CD-REVIEWS:

Razorbliss    FLOWING TEARS"Razorbliss"
CD (Century Media / SPV)

Flowing TearsKaum jemand erinnert sich noch daran, dass FLOWING TEARS sich vor Jahren mal ihres ihres Namenszusatzes "Withered Flowers" entledigten und musikalisch recht deutlich dem Gothic-Lager zuzuordnen waren. Anno 2004 und mehrere Alben weiter sieht das ganz anders aus. Eine neue und beeindruckende Sängerin, Helen Vogt, und ein geändertes musikalisches Konzept, wobei ein Schelm der ist, der Böses dabei denkt, dass FLOWING TEARS ihre Lektion im kommerziellen Erfolg Evanescences gelernt haben.

So basieren die Songs auf einem meist sehr rockigen Fundament mit Nu Metal-Brettgitarren, einer dunklen Grundstimmung und vereinzelt eingestreuten, kurzen männlichen Gesangspassagen („Believe“). Die Songs kommen mit einer Spielzeit von meist unter vier Minuten sofort auf den Punkt, vermeintliche Hitlänge also, und verfügen über leicht zugängliche Hooks und Melodiebögen, die einen Zugang zu den insgesamt zwölf Songs dieses Albums nicht gerade erschweren. Potentielle Hits lassen sich in „Undying“, „Pitch Black Water“ oder vor allem in „Ballad Of A Lonely God“ ausmachen. Allerdings sei die Frage erlaubt, wie die Band für sich selbst den Begriff einer eigenen Identität definiert, fehlen doch unverwechselbare Stilmerkmale, die einen FLOWING TEARS-Song als unverwechselbar erkennen lassen. Dennoch gute sieben Punkte.


Michael Kuhlen (OBLIVEON) für GOTHICWORLD


Tracks:
01. Razorbliss (3.18)
02. Believe (3.49)
03. Virago (3.58)
04. Undying (3.44)
05. Radium Angel (3.32)
06. Firedream (3.35)
07. Ballad Of A Lonely God (3.35)
08. Snakes Of Grey (3.33)
09. Mine Is The Ocean (3.46)
10. Maladine (3.11)
11. Unspoken (3.57)
12. Pitch Black Water (4.54)

www.flowingtears.com