special:

IN STRICT CONFIDENCE / PZYCHOBITCH
29.02.04 Frankfurt, Batschkapp

ISC - TracklistPzycho-Endspiel statt babylonischem Ernst & heiliger Verehrung
war wohl der Aufhänger zum erneuten Saisonabschluss
in der Frankfurter Batsche-Arena.
Klarer Heimvorteil für die Liveauswahl um Dennis Ostermann!


PzychobitchPünktlich 20 Uhr trat die Minuswelt-Juniorenmannschaft PZYCHOBITCH die Vorrunde an. Libero Stefan Böhm, Neuzugang Martin Kovacic & Stürmerin Sina Hübner nebelten das Spielfeld aufs heftigste ein und präsentierten ihre neuesten Spielzüge. Die Arena war zum Spielbeginn nur zur Hälfte gefüllt & die meisten Schlachtenbummler warteten an der Bar den Verlauf dieser Begegnung mit gemischten Gefühlen ab. Unbeirrt davon hämmerten die 3 der zahlenmäßig überlegenen gegnerischen Abwehr ein Sperrfeuer von feinstem Oldschool-EBM & digitalem Punk entgegen, der zumindest in den ersten Reihen der Tribüne für Bewegung sorgte.

Mit einer bitchy-Attitüde, hervorragender Technik und dem harten Angriffsschlag konnte Sina auch die verstreuten Linienrichter überzeugen, die bisher nur von ihrem Trikot & den lasziven Fallrückziehern auf dem Boden beeindruckt waren. Mit ‚Wake up' gelang ihnen dann der Überraschungstreffer, eine Nine-Inch-Nails-Reminiszenz sowie ‚Big Lover' sorgten für den notwendigen Klassenerhalt & auch ungeteilten Beifall von Beobachter Ingo Römling. Klarer Punktesieg für die kokette Spielführerin, welche den lautstark verlangten Trikottausch & einen ‚Day After' nach etwas mehr als einer Halbzeit dankend ablehnte.

In Strict ConfidenceKurze Pause & dann Anpfiff zum Lokalderby.
Der Einmarsch des um Live-Drummer & Gitarrist erweiterten ISC-Teams wurde von einem etwas verzerrt klingendem ‚Intro' & frenetischem Willkommensapplaus begleitet. Mit ‚Kiss your Shadow' stürmte man auch direkt drauf los. Leider gab's nach ca. 1 Minute gleich eine rote Karte von der Technik. Synthies aus… ein scherzhaftes Danke & Tschüß von Dennis… dann neuer Anlauf aus dem Strafraum, Schuss & erster Treffer. Mit ‚Prediction' wurde der Vorsprung ausgebaut, um mit ‚Seven Lives' die Zuschauer nun in den Bann der neuen Taktik zu ziehen. Ein äußerst druckvolles & packendes Spiel mit dutzenden Torchancen entwickelte sich. Eine Verletzung des Spielmachers, aus dessen Wunden ‚Engelsstaub' floss, sorgte nicht für einen Einbruch sondern für ungeteilten Beifall.Unterstützte Sanitäterin Antje Schulz (CHANDEEN) mit ‚Emergency' die Genesung und bereitete Wohlgefallen in ihrer Heimatstadt.

In Strict ConfidenceDanach ist das Spiel ist an Dramatik nicht mehr zu überbieten, die Clubversion von ‚Babylon' fällt ungewöhnlich krachig aus & rockt wie nie zuvor gehört, man möchte meinen es handele sich um die Begegnung Rammstein versus Philosophie! Denis drippelt immer wieder nervös auf der Bühne in seinen 3-Streifen-Sneakern hin & her, um dann bei den Refrains in charismatische Siegerpose vollends aufzugehen. Ohne Fouls in Führung, sichert er sich zwischen ‚Another Night' & ‚Heal Me' mit Nachfragen über die Kondition des Publikums und der Herkunft (Odenwälder sind sonst nicht so sehr gefragt ;) weitere lautstarke Sympathiewertungen des selbigen.

In Strict ConfidenceAuf die Frage welchen Pass dieses als nächstes sehen will, konnte nur der Ruf nach dem Golden-Goal ‚Zauberschloss' erfolgen! Ein fulminanter Schlachtchor aus dem Fanblock unterstützte die Mannschaft lautstark hierbei. Abgang unter minutenlangem Applaus für die verdienten Pokalsieger, welche noch 4 Verlängerungen mit durchnässten Shirt's & Anflügen einer heftigen ‚Herzattacke' gaben.

Die Regelspielzeit wurde mit 110 Minuten weit überzogen & das besinnliche ‚Industrial Love' wurde als beruhigte Siegerhymne intoniert…
Flutlicht, Aus
und damit geben wir zurück an den Plattenhändler ihres Vertrauens.


Bericht + Fotos: Ivo Klassmann für GOTHICWORLD

Pzychobitch ‚The Day After' - Review
In Strict Confidence ‚Holy' - Review