CD-REVIEWS:

In Deep Silence    COLLAPSE 7 "In Deep Silence"
CD (Napalm Records)

COLLAPSE 7 bestehend aus Mario Klausner (Bass/Gesang), Werner Freinbichler (Gitarre), Mike Gröger (Drums) und Gerald Huber (Gitarre) haben sich mit ihrem Debutalbum "in deep silence" mit Leidenschaft dem Apocalyptic Death Metal verschrieben. Aggressive Vocals vereint mit detaillierter Gitarrenarbeit und präzisem Schlagzeugsound machen "in deep silence" zu einem interessanten Album. Erst nach mehrmaligem Hören hat man sich an die brachiale Gewalt gewöhnt, die ungefiltert auf den Hörer losbricht. Mag "in deep silence" beim erstmaligen Hören noch verwirren und ziemlich gleichförmig klingen, so erschließen sich die Feinheiten doch nach und nach.

Das "intro" lässt eine düstere, beklemmende Atmosphäre aufkommen, die eine gute Einleitung für das restliche Album darstellt. Besonders das Ende des Intros, in dem aggressive Geräusche einer Maschine simuliert werden und der darauf folgende melodische Beginn des ersten Tracks "infernal apocalypse" harmonieren letztendlich durch ihre Gegensätzlichkeiten. "in deep silence", der Titeltrack, fängt direkt mit einem unheimlich treibenden Schlagzeug an, überzeugt durch im Hintergrund gehaltene melodische Gitarrenklänge und dominiert natürlich durch die Growls von Mario Klausner. "empty as we are" fällt positiv durch seine Gitarrenriffs auf, die zeitweilig auch durch melodiöse Einlagen unterbrochen werden. Ein schöner Gegensatz dazu ist hier der Gesang von Mario Klausner. Überhaupt scheint "in deep silence" ein Album der gut arrangierten Gegensätze zu sein. "a prophets speech" ist wohl als intro für "blessed with pain" gemeint. Dabei handelt es sich um die kurze gesprochene Einlage eines Laienpriesters der über Gottes Rache und Vergeltung spricht. "into obscurity" fängt langsam an, wird später aber schneller und überzeugt durch eine schlagkräftige Doublebase.

Erwähnenswert sind auch die schnellen Gitarrenriffs und die eindringlichen Drumparts des 8. tracks "legends of blackness". Hier kommt der Gesang von Mario Klausner besonders aggressiv rüber. Der letzte Titel des Albums "faith in flames" fällt positiv durch seine Schwermütigkeit und die getragenen Gitarrenklänge auf. Das Stück überzeugt durch seine Abwechslungsreichheit von schnellen und moderaten Parts und setzt die Stimme von Mario Klausner gekonnt in Szene.

Das ganze Album baut auf gutes Handwerkszeug, wie gekonnte Gitarreneinsätze, aggressive Drums und Vocals ohne melodische Schnörkel auf. COLLAPSE 7 arbeiten nicht mit Effekten, sondern spielen und überzeugen durch gnadenlose Härte und Leidenschaft. Großartig gelungen ist die Gestaltung des Covers, spiegelt sich doch hier all das wieder was COLLAPSE 7 mit dieser CD ausdrücken wollen.

Abschließend kann man sagen, dass das Debutalbum sicher nicht für schwache Nerven sondern eher für eingefleischte Death Metal Fans geeignet ist. Nach intensivem Hören zeigt sich aber auch einem weniger geneigten Hörer eine reife Leistung des Quartetts, von dem man sicher noch hören wird.


Ursula Kohl für GOTHICWORLD


Tracks:
01 - intro
02 - infernal apocalypse
03 - in deep silence
04 - empty as we are
05 - a prophets speech
06 - blessed with pain
07 - into obscurity
08 - legions of blackness
09 - tombs of depravity
10 - a suicidal sickness
11 - within the light
12 - faith in flames


www.collapse7.com

www.napalmrecords.com