CD-REVIEWS:

DiEversity    ENTWINE "DiEversity"
CD (Century Media)

EntwineEtwas erschrocken ist man, wenn man "DiEversity" ohne Vorwarung in den Silberlingrotierer steckt. Wer soll das sein ? Ja, ENTWINE. Die mit dem Vorgängeralbum "Time of Despair" mächtig für Furore sorgten und mit ihrem düsterharten, fast kitschigem, Goth-Metal/Rock neue Fans erspielten. Diese dürften Sie nun wieder verlieren, denn "DiEversity" ist eine 180 Grad Wendung, hin zum modernen, aktuell noch hippen Pop-Goth-Rock alá HIM, EVANESCENCE & Co. Zeiten in denen wunderschöne Songs wie "The Pit" oder "Nothing left to stay" den lila Kitsch von den Wänden und die Tränen aus den Augen tropfen ließ sind vorbei. An dessen Stelle treten überwiegend knackig-harte Rockarrangements, mit stetem Bleifuß auf dem Gaspedal. Inhaltlich ist man(und Frau) sich allerdings treu geblieben.

Herzschmerz, Heul Rotz&Wasser alá "Everything for you", "Someone to blame" oder "Bleeding for the cure". Wie zu "Gone" und "Time of Despair" Zeiten hat man auch auf "DiEversity" immer noch das Gespür für echte Ohrwürmer und bombastische Refrains, die vor allem Live schnell zünden dürften. Rundherum ein sehr leichtes, lockeres und ungemein melodisches Album ohne Ecken und Kanten, das Fans der ersten Stunde auf eine harte Probe stellen wird, aber auch neue Fans gewinnen wird. Nicht weniger, aber (leider) auch nicht mehr.


Alexander Treder für GOTHICWORLD


Tracklist:
01. 2/4/943
02. Bitter sweet
03. Someone to blame
04. Bleeding for the cure
05. Still remains
06. Frozen by the sun
07. Six feet down below
08. Refill my soul
09. Everything for you
10. Nothing's forever
11. Lost


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