CD-REVIEWS:

Since The Day It All Came Down    INSOMIUM "Since The Day It All Came Down"
CD (Candlelight Records)

InsomiumDas Auge ist ja bekanntlich mit, und bei einem solch klasse Coverbild, kommt man voll auf seine Kosten. Aber hält die Verpackung was Sie verspricht? Das tut Sie, und noch viel mehr…

1997 im östlichsten Hinterland Finnlands gegründet, erspielten sich INSOMNIUM durch Dauertouren schnell eine eigene Fangemeinde. Mit "Since…" melden Sie sich nun gestärkt und gereift zurück.

Das Traditionsbewusstsein und die Liebe zum klassischen uralten Liedgut scheint man in Finnland mit der Muttermilch aufzunehmen. So verwundert es nicht, dass auch INSOMNIUM melancholische Melodien mit hartem Death Metal vereinen. Natürlich erfinden Sie damit das Rad nicht neu, aber nach dem abdriften der einstigen Großmeister AMORPHIS in 70´ger Sphären, stehen Sie damit relativ allein auf weiter Flur und wissen durchaus zu begeistern.

Nach dem klassischen Synthie-Intro mit Gänsehautfaktor 100, dudeln einem mit dem Titeltrack die Melodien nur so um die Ohren, gefolgt von strammen Death Metal a la IN FLAMES zu "Jester Race" Zeiten. Überhaupt überkommt einem auch bei "Daughter of the moon", "Bereavement" oder "Death walked the earth" das Gefühl, das man hier und da zum Nachbar aus Schweden gelinst hat.

Was dem Sound insgesamt allerdings sehr gut tut, da man sich nicht mit stupiden Geprügel aufhält, sondern auch sehr straighte und launig Klingen kann, so in "Closing Words".

Das die Finnen aber keine Happypeople sind, sondern der gesunden Melancholie frönen, zeigt der Rausschmeißer "Song of the Forlorn Son". Hier fährt man im Midtempo einen ganzen Trauerflor auf und zaubert einen wunderschönen Song, der auch Lyrisch zu gefallen weiß.

Hoffentlich halten INSOMNIUM auch künftig diese Klasse. (Noch) ein echter Geheimtipp!


Alexander Treder für GOTHICWORLD



www.insomnium.cjb.net