CD-REVIEWS:

Mørke Gravers Kammer    KHOLD "Mørke Gravers Kammer"
CD (Candlelight Records)

KholdNach dem 2001 veröffentlichten Album "Phantom" und dem 2002 veröffentlichten Album "Masterpiss Of Pain" melden sich KHOLD nun mit ihrem neuesten Werk "Mørke Gravers Kammer" zurück. Da der Titel offenbar bereits zur Verwirrung beigetragen hat, hat die Band auf ihrer Website eine Erklärung dazu verfasst:

"The lyrical concept is about a dark, rocky and primitive kind of chamber, silently awaiting the souls of the dead. When sounds of the violin appear the dead wake up and dance their death-dance through the chamber. When the music ends it`s dead quiet and all that`s left is mealy dust."

Die Musik von KHOLD könnte man durchaus mit der o.g. Beschreibung vergleichen, handelt es sich hierbei auch um eine dark, rocky and primitive creation. Die CD ist wirklich nur eingefleischten Fans der Band zu empfehlen. Leider kann man aufgrund der norwegischen Lyrics auch die Texte nicht verstehen (wenn man kein Norweger ist), was auch nicht gerade dazu beiträgt, den Sinn der Musik zu verstehen. Das Cover und das auf der CD enthaltene Video sind eher abschreckend als ansprechend, aber das ist wohl Absicht.

Der erste Song "?TSELGRAVER" ist zu Beginn ein eher langsameres, gitarrenlastiges Stück, in dem die Stimme des Sängers dem Gehör schon Verätzungen zufügen kann. Interessant im 2. Stück "DØD" sind die Tempowechsel des Gitarristen, die aber leider auch nicht genug Abwechslung bringen. "NIFLHEIMER", das 3. Stück schließt sich im Gleichklang an die beiden anderen an und mit "HEVNERSKE" ist fast der Zenit der Langeweile erreicht. Diese völlig unmelodische Nummer wird es auch bei eingefleischten Fans dieses Genres schwer haben. Der Titeltrack einer CD ist meistens das beste Stück des Albums, aber "MØRKE GRAVERS KAMMER" fällt leider auch nur durch Schwerfälligkeit und Eintönigkeit auf. Da nützt auch das zeitweilige Malträtieren der Doublebase nichts mehr. "VARDØGER" bringt zumindest vom Gitarrensound teilweise etwas Abwechslung mit sich, kann aber auch den gleichförmigen Gesang nicht wettmachen. Beim letzten Track "KAMP" schöpfen KHOLD dann noch mal aus den Vollen. Alles, was auf dieser CD schon mal da gewesen ist, wird hier nochmals demonstriert, d.h. gleichartige Gitarrenklänge, grunzende Vocals und ein hämmerndes Schlagzeug.

Abschließend kann man sagen, dass sich KHOLD mit den vielen verdammt guten Bands aus dem skandinavischen Raum nicht vergleichen lassen. Sie machen ihr eigenes Ding, was ja auch völlig in Ordnung ist, aber mir drängt sich der Verdacht auf, dass die Devise -Auffallen ist alles- hier etwas zu Lasten der Musik geht. Auch nach mehrmaligem Hören wurde die Musik leider nicht besser und man fragt sich, warum so viele gute Bands keinen Plattenvertrag bekommen, aber KHOLD einen hat.


Ursula Kohl für GOTHICWORLD


Tracks:
01 - ?TSELGRAVER
02 - DØD
03 - NIFLHEIMR
04 - HEVNERSKE
05 - MED NEBB OG KLØR
06 - MØRKE GRAVERS KAMMER
07 - OPERA SERIA
08 - SJELESKJENDER
09 - VARDØGER
10 - KAMP
11 - VIDEO: DØD


www.khold.com