interview:

UMBRA ET IMAGO
"Die Todgeweihten grüssen dich ..."

Umbra Et Imago„Memento Mori“, der Gesang der Toten, die neue Platte einer Band, die seit Jahren konsequent ihren Weg verfolgt und als mahnender Bote seine Finger immer genau in die gesellschaftlichen Wunden legt, die am meisten schmerzen. Umbra et Imago haben es auch mit ihrem neuen Album wieder einmal geschafft, wenn auch unfreiwillig, in die Schlagzeilen zu geraten, und das nur, weil Regina Halmich, Boxweltmeisterin und regelmässiger Gast der Kulturruine in Karlsruhe, es sich als gute Freundin Mozarts nicht nehmen liess, zusammen mit der Band das Lied „Schlag mich“ einzuspielen. Auf Promotion dieser Art hätten Umbra et Imago und nicht zuletzt Regina Halmich gut verzichten können, spricht „Memento Mori“ doch seine eigene und unverwechselbare Sprache, wobei sich Umbra et Imago in Sachen Konzeption des Albums und Artwork wieder einmal selbst übertroffen haben.

Kurz vor dem Auftritt im Duisburger „Pulp“ sitzt mir im engen und wenig komfortablen Tourbus der Band Mastermind Mozart gegenüber und erläutert die Hintergründe zum neuen Album und der ganzen Aufregung um den vermeintlichen Eklat um Regina Halmich.


Mozart: Lutz und ich haben im letzten Jahr beide viel Philosophie gelesen und ich habe komischerweise „Sophies Welt“ gelesen, was ich sehr putzig fand. Irgendwann bin ich bei der Barockzeit hängen geblieben und was mich dann besonders interessiert hat, war der Übergang zur modernen Philosophie, die dann ja auch ein wenig naturwissenschaftlich war. Das hat Lutz und mich dann häufig in Diskussionen verwickelt, da wir oft konträrer Meinung sind. Das war aber sehr, sehr befruchtend, und da war uns da Thema eigentlich schnell klar. Geil war, dass uns dann gleich das Outfit zur Platte eingefallen ist. Das war von Anfang an klar und eine Art Konzept, auch wenn das Album kein Konzeptalbum ist. Wir haben also ziemlich klar gewusst wo es hingeht und der Rest war halt so wie immer. Ich schreibe über das Jahr hinweg die Texte, so wie ein Schriftsteller, der beobachtet und bei dem sehr viel Autobiographisches mit einfliesst.

GW: Musikalisch gesehen ist mir persönlich das Album zu metallastig und zu glatt produziert. Es fehlen die Ecken und Kanten, die Umbra früher immer zu etwas Besonderem gemacht haben. „Memento Mori“ zielt aus meiner Sicht produktionstechnisch etwas zu sehr in Richtung Mainstream.

Mozart: Wir arbeiten nach Stimmungen und ich bin nicht so objektiv. Wenn wir einen Texte haben, und der Test ist immer zuerst da, dann bauen wir eine Stimmung drumherum. So, als ob man einen Film vertont. „Märchenlied“ zum Beispiel ist so ein typischer Arbeitsprozess, wo schnell klar war, dass wir mit klassichen Instrumenten arbeiten wollten. Viele schreiben, das würde nach Lacrimosa klingen, was ich für ziemlichen Schwachsinn halte. Es klingt anders, aber wir wollten halt dieses Konzept Klassik. Dann ist die Stimmung ziemlich klar und es wird halt sehr poppig. Ich finde, das Album ist eigentlich überhaupt sehr poppig. Wobei, bei „Money“ wollten wir es ziemlich aggressiv machen und anklagend und böse sein.

Umbra Et ImagoGW: Ist dies der Einfluss eures neuen Gitarristen, denn wer euch bereits Ende letzten Jahres auf dem „Birthquake“-Festival in Duisburg gesehen hat, dem wird das volle Gitarrenbrett kaum entgangen sein?

Mozart: Das ist natürlich klar. Das ist ein komplett anderer Typ, der natürlich auch mit einem ganz anderen Equipment da steht. Das beeinflusst schon. Das kann von daher natürlich schon sein, dass diese Härte und diese Metal-lastige schon vom neuen Gitarristen rüber kommt. Allerdings sagen wir unseren Musikern nicht „Spiel mal so und so“, sondern sie sollen sich frei entwickeln. Lutz und ich komponieren ja schon die Songs und dann ist es für einen Künstler ziemlich beschissen, wenn er auch noch Vorgaben kriegt, wie er was umsetzen soll.

GW: Haben eure Musiker demnach überhaupt keinen Einfluss auf das Songwriting des Albums?

Mozart: Nein, die wollen eigentlich auch gar keinen Einfluss. Migge und Sören, und vorher auch der Freddie, waren immer ganz froh, dass der Song bereits da ist und man ihn dann aufgrund der Notizen entwickelt. Das ist denen genug Freiraum. Die Ecken und Kanten, die du angesprochen hast, das kann ich allerdings schon gut nachvollziehen. Wir haben mit Umbra ja auch einen Erfahrungsprozess hinter uns. Früher habe ich gerne sehr spontan gearbeitet. Da war mir das egal, ob das groovt, oder nicht, oder ob da die Strophe genau im Takt ist. Dann kommt noch der Einfluss der Musiker hinzu und dieses Mal ist es sehr stimmig und deswegen fehlen, glaub ich, auch die Ecken und diese typischen Umbra-Ausrutscher.

GW: Führt man sich die musikalische Entwicklung Umbras vor Augen, so kommr man nicht umhin festzustellen, dass vor allem die Elektroeinflüsse der Anfangsjahre mittlerweile komplett der Vergangenheit angehören und Umbra lieber die Stimmung des Augenblicks einfangen, als Alben und Songs zu Tode zu produzieren.

Mozart: Ja, klar. Ich bin eigentlich ein sehr emotionaler Musiker und habe keinen Bock, mich stundenlang ins Studio zu stellen und das genau auf den Punkt zu singen. Ich finde, dass dann die Stimmung verloren geht. Ich möchte das genau so rüberbringen, wie ich es empfinde. Da geht mit Sicherheit auch so eine musikalische Exaktheit flöten, aber ich find’s authentisch und die Freiheit nehm ich mir einfach. Natürlich muss ich aber auch auf meine Jungs eingehen, denn die kritteln dann schon rum. Bei „Money“ oder bei Stücken, wo die Strophe recht kurz ist, da geht das schon. Beim „Prälaten“ habe ich mich dann aber geweigert, denn den wollte ich sprechen, um einen authentischen Charakter zu kriegen, weil das eine wahre Story ist.

GW: „Der Prälat“ ist wieder eines dieser Stücke, an dem sich die Gesellschaft echauffieren wird, das aber leider zu den gesellschaftlichen und vor allen den kirchlichen Misständen gehört, die häufig und nur all zu gerne unter den Deckmantel des Schweigens gehüllt oder gleich ganz unter den Teppich gekehrt werden.

Mozart: Da ist nur Wahrheit drin. Manche Leute glauben mir das nicht, aber ich habe das im Deutschlandfunk gehört. Gleich danach habe ich den Song geschrieben, weil es mich unheimlich bewegt hat. Das war ein Prälat, der in einem Internat gearbeitet und zwanzig Jahre lang Buben vergewaltigt hat. Nach zwanzig Jahren hat sich einer mal getraut den anzuzeigen, doch was mich erschüttert hat war, dass er nicht bestraft worden ist sondern einfach abgeschoben wurde.

GW: So wie der Fall dieses Kardinals aus Österreich, der nun unbehelligt von der Justiz sein Altenteil unter Gottes Gnaden geniessen darf.

Mozart: Und das gibt es auch in Amerika. Du musst dir mal vorstellen: in den USA haben sie jetzt behauptet, sie hätten das aufgearbeitet, aber die Sachverständigen waren innerkirchlich. Da kann ich mir schon vorstellen, wie die das aufgearbeitet haben. Das ist eine Unverschämtheit. Für Umbra bietet sich sowas an, weil wir ja predigen, den Menschen ihre freien und natürlichen Triebe zu lassen. Lasst sie uns so ausleben, wie es natürlich ist, denn wenn du diese Triebe beschneidest ist doch klar, was dabei rauskommt. Wenn du jemanden nicht ficken lässt und der hat eine Homo-Neigung und dann steckst du ihn in ein Internat, dann wird der ja nicht aufhören daran zu denken. Wer also ist jetzt Schuld an der ganzen Misere? Das sind doch die, die scheinheilig, und ich sag es jetzt mal ganz provokant, den Sexualtrieb, der von Gott gegeben ist, unterdrücken. Und das wollen die ausführenden Kräfte Gottes auf Erden sein? Da kann ich ja nur lachen. Das war wichtig für uns und wenn man mit Sexualität arbeitet, dann sollte man auch die Schattenseiten zeigen.

Umbra Et ImagoGW: Umbra et Imago stehen derzeit wieder einmal im Licht der Öffentlichkeit, eher unfreiwillig, ist der Stein des Anstosses doch die Gesangseinlage von Regina Halmich bei „Schlag mich“, die die Boulevardpresse doch gleich mit Schlagzeilen wie „Versinkt Regina Halmich im S/M-Sumpf“ zu würdigen wusste. Dabei wäre die Berichterstattung in „Bild“, „Focus“ oder dem „Spiegel“ doch eigentlich eine schöne Gelegenheit gewesen der Öffentlichkeit zu zeigen, wofür Umbra eigentlich stehen.

Mozart: Im Prinzip interessiert es die nicht gross. Das hat ja auch einen anderen Hintergrund. Regina hat „Schlag mich“ mit uns eingesungen und was mich erschüttert hat war, dass sie von ihrem Management entlassen wurde, nur weil sie bei Umbra mitmacht. Dann sind ihr auch Sponsoren abgesprungen. Und das hat mich genervt, weil wir als Gothic-Musiker immer noch so dastehen, als wären wir eine Sekte. Die kapieren selbst nach fünfzehn Jahren immer noch nicht, dass wir eine Kulturbewegung sind und auch das Recht haben, eine zu sein, wie jede andere Kulturbewegung auch. Immer wollen die uns irgendwas in die Schuhe schieben, und das ist unfassbar. Ich erlebe das jetzt hautnah, dass du wie Scheisse behandelt wirst. Wenn du Gothic machst, wirst du wie Scheisse behandelt. Du kannst Hip Hop machen, du kannst sogar auf den Strich gehen, du kannst homosexuell und Politiker sein, was ich ja nicht verurteile, und du wirst hochgejubelt und gewinnst sogar noch Wahlen damit, aber du darfst kein Gothicmusiker sein, denn dann bist du sofort Dreck. Mich regt das immer noch auf. Eigentlich sollten wir eine Kampagne starten, so wie die Schwulen damals. Die schmeissen die Regina raus, weil sie angeblich einen totalen Imageverlust hätte.

GW: Stattdessen wird Regina Halmich gleich in die Schmuddelecke der in ihrer Sexualität mit Gewalt praktizierenden S/M-Psychopathen gesteckt, wohl wissend, welche Auswirkungen dies auf ihre Karriere hat und dabei die Selbstbestimmung ihrer Persönlichkeit verleugnend, unabhängig davon „Schlag mich“ auch mal die gewusst so inszenirte ironische Seite abzugewinnen.

Mozart: Wir sind doch keine S/M-Band. Wir benutzen dieses S/M-Klischee, weil dies für uns die einzige Sexualität ist, wo du etwas Kreativität findest und wo Innovation nötig ist. Wo man denken muss und wo Rollenspiele ablaufen. Es ist doch nichts verwerfliches, wenn ich meine Sexualität pflege. Da sind wir dann wieder dabei, wie ich Bock habe. Verwerflich wäre, wenn jemand vergewaltigt wird. Wenn zwei Menschen sich finden und Bock darauf haben sich ein paar Streiche zu versetzen, weil es die Lust erhöht, wo ist denn das Problem? Wir predigen ja nicht sich tot zu schlagen, sondern wir predigen ja nichts anderes, als über Sexualität zu reden. Das ist ein Thema wie jedes andere auch, nur hier spiegelt sich halt die Scheinheilighkeit der Gesellschaft wider. Ich denke, man kann zwar heutzutage sagen, dass man schwul ist, aber wenn du anfängst zu erzählen, wie eine schwule Liebe funktioniert, dann würdest du mal sehen, wie die alle durchdrehen würden. Das ist doch verlogen, völlig verlogen. Wenn ich Schwule akzeptiere, dann muss ich auch deren Sexualität akzeptieren.

GW: Womit wir wieder bei der gesellschaftlichen Akzeptanz und dem Thema der Gleichberechtigung wären.

Mozart: Die andere Seite ist ja die, dass wir die volle Berechtigung haben in diesem Genre zu arbeiten. Das ist wie der Kopftuchstreit. Dabei ist das Kopftuch in der Türkei verboten, da das eine sakuläre Gesellschaft ist. Das ist ja noch der Witz. Ich bin gegen das Kopftuch, aber das ist ja derselbe Punkt. Die Leute, die da behaupten, sie würden ihren religiösen Pflichten nachgehen und glauben, man könnte Frauen im 21. Jahrhundert in einer aufgeschlossenen Gesellschaft noch so behandeln … das ist doch unfassbar. Wenn ich ein Kopftuch aufziehen will, dann muss ich das ja nicht in der Schule machen.

GW: Genau so wenig, wie man Kreuze in ein Klassenzimmer hängen muss.

Mozart: Die Debatte wird ja auch scheinheilig geführt. Die ganze Gesellschaft, die ja angeblich so offen ist, beruhgt auf einer totalen Scheinheiligkeit. Mit der Regina ist mir das halt aufgefallen, weil das ein ganz anderes Level ist, auf dem sie agiert. Bei Umbra ist das ja mehr oder weniger normal, dass sich Leute aufregen. Sie ist ja auch ein Gothic Girl, irgendwie. Sie darf halt in der Öffentlichkeit nur nicht so auftreten, was sie selber bedauert, was ich wiederum aber auch akzeptiere, weil sie sonst ihren Job verlieren würde. Ich sehe ja, was sie nun ertragen muss, nur weil sie mit uns eine stinkige Platte und einen blöden Song gemacht hat. Das ist unfassbar. Hätte sie das Stück mit dem Kübelböck augenommen, fänden sie es alle geil.

GW: Von einigen Änderungen abgesehen bieten Umbra seit Jahren eigentlich die gleiche Show. Wieviel an dieser Show ist überhaupt noch Spass und wieviel daran empfindest du als Verpflichtung deinen Fans gegenüber, die genau solch eine Show von euch erwarten?

Mozart:
Auf aller Fälle haben wir noch Spass dabei. Wir haben jetzt eine harte Probe hinter uns, das ist dann wirklich kein Spass, und wir haben bei uns immer so einen Running Gag gehabt: „wer hat denn erzählt, dass Musik Spass macht“. Die Show vorzubereiten dauert ungefähr ein halbes Jahr. Die Bauen, das Konzept wird besprochen, dann musst du das umsetzen … Das ist natürlich kein Spass, aber auf der Bühne hast du dann Spass. Wichtig sind natürlich die Leute, mit denen du das machst. Ich wollte jetzt keine Show machen, wo die Models professionell von einer Agentur kommen, wo du zwar merkst, dass die Mädels das jeden Tag machen, das Ganze aber sehr unerotisch wirkt. Wir kennen uns aber alle privat und wir haben ja auch auch privat noch viel Spass. Wir kennen uns von S/M-Feten, wo ein privater Kontakt besteht, und da werden ja auch die Leute rekrutiert. Wenn man jemanden sieht, der einem gefällt und wo man einfach merkt, dass ein gewisses Talent da ist. Mir ist es überhaupt nicht wichtig, ob jemand schon mal auf der Bühne gestanden hat, sondern es muss stimmig sein. Nur weil man mit Sexulaität arbeitet, heisst das ja nicht gleich auch, dass man miteinander poppen muss. Man muss aber zumindest ein sexuelles Feeling haben, das ist schon richtig.

GW: Bleibt die Spontanität dabei nicht trotzdem auf der Strecke?

Mozart: Nein. Wir haben Eckpunkte und heute abend beim „Prälaten“ haben wir ein paar Elemente, die haben wir noch gar nicht besprochen. Da habe ich auch gar keinen Bock drauf. Da dürfen ruhig Fehler passieren. Wie oft habe ich beim Ficken schon aussteigen müssen, weil ich lachen musste. Da entwickelt sich ein Spass, schliesslich ist das ja keine bierernste Sache, und das macht ja erst die Sache lebendig. Das kann doch richtig toll sein, wenn man mitten beim Ficken richtig lachen muss. Vieles musst du natürlich proben. Wenn ich jetzt eine Show mit Bondage habe, wo ich jemanden aufhänge, oder so, dann kann man das nicht mal eben so machen. Das ist ja auch ein Sicherheitsaspekt. Aber wir lassen uns das schon offen, und das ist mir auch wichtig. Wenn du das verfolgst, so sind viele Elemente dabei, die zwar ähnlich, aber doch immer unterschiedlich sind. Das ist schon wichtig und macht auch Spass. Ich glaube und hoffe auch, dass es bei den Leuten authentisch rüberkommt. Ich hasse es so Choreographien auszuarbeiten, wo alles gut aussehen muss. Da scheiss ich drauf. Ich muss spontan mit den Leuten arbeiten und ich denke, das ist auch so ein wenig das Konzept von Umbra: so etwas zu zelebrieren, so eine spontane Gaudi.

Umbra Et ImagoGW: Gothic als Kultur ist ein Thema, das dir sehr am Herzen liegt und auf das du immer wieder hinweist. Wohin entwickelt sich deiner Meinung nach diese in weiten Teile doch sehr konservative Kultur, die sich immer mehr in viele Einzelgruppierungen auflöst und somit auch ihre Geschlossenheit verliert?

Mozart: Ich weiss es nicht. Vielleicht ist es regional verscheiden. In der „Kulturruine“ fühle ich mich zur Zeit sehr wohl. Es gibt eine gewisse Aufbruchsstimmung und es kommen Leute, die habe ich vorher nie gesehen. Es kommen ältere Personen, vielleicht weil wir auch die Verbindung zwischen S/M-Feten und Gothic haben. Das gefällt mir sehr gut. Das die Szene konservativ ist, ist eine Art Schutzfunktion. Man möchte sich diese Szene bewahren und es schweisst natürlich zusammen. Das ist noch so ein Underground, aber ich sehe natürlich auch, dass immer mehr Bands charten. Das kann ich nur begrüssen. Ich bin Musiker und sehe es daher natürlich auch aus der Warte, dass jeder irgendwann mal diesen Erfolg verdient. Man zahlt halt jahrelang nur drauf. Die Vielschichtigkeit der Szene finde ich persönlich sehr positiv, weil wir dadurch überhaupt nicht einzuordnen sind. Das irritiert viele Aussenstehende. Da geht’s von Dark Techno bis hin zu Industrial und Neofolk.

GW: Ist aber diese Aufspaltung nicht gerade das Problem?

Mozart: Das ist schon wieder eine Frage der Intoleranz. Wenn einer sagt „ich höre jetzt nur Elektronik“, das finde ich auch scheisse. Das ist aber dann das eigene Toleranzproblem. Wenn ich jetzt drei Floors in einem Laden habe und alle vermischen sich, das wäre doch der Idealzustand. Natürlich sehe ich die Gefahr, dass man sich zu sehr separiert, aber nicht so sehr im Moment. Ich freue mich, dass die Szene wächst. Jedes Jahr wird gepredigt, dass bald das Ende kommt, und es wird immer mehr. Und das freut mich.


Michael Kuhlen (OBLIVEON) für GothicWorld


UMBRA ET IMAGO Live - 11.03.2004 Duisburg, Pulp
UMBRA ET IMAGO aktuelles Album "Memento Mori"

Zum Spaß noch einen Link zum BILD-Online-Artikel

www.umbraetimago.de