CD-REVIEWS:

Ave End    LACRIMAS PROFUNDERE "Ave End"
CD (Napalm / SPV)

Lacrimas ProfundereSoll man lachen oder weinen? LACRIMAS PROFUNDERE sind seit Ewigkeiten im Geschäft, haben im Laufe der Jahre sechs mehr oder minder überzeugende Gothic Rock-Alben veröffentlicht, nur ein eigenes Profil haben sie leider immer noch nicht entwickelt. „Ave End“ überzeugt auf der einen Seite mit handwerklichem Geschick, songschreiberischen Können und wirklich erstklassigen Melodien, nur … erinnern die zehn Songs in ihren ruhigen Momenten an Finlands Himmelsstürmer HIM – hört Euch in diesem Zusammenhang mal den Opener „One Hope’s Evening“ an -, während in den rockigen Songs wie dem Titelsong „Ave End“ ganz klar The 69 Eyes Pate gestanden haben.

Nun mag man den Bajuwaren zugute halten, dass sie Gothic Rock schon spielen, lange bevor weder HIM noch The 69 Eyes bekannt waren, nur klangen LACRIMAS PROFUNDERE zu Beginn ihrer Karriere noch nach den Kollegen My Dying Bride und Anathema, die zu jener Zeit gerade ihren Death Metal-Wurzeln „Ade“ sagten und die Violine klagend für sich sprechen liessen.

Was also soll man von einer Band halten, die bei allen zweifelsohne vorhandenen musikalischen Grundvoraussetzungen ihr Fähnlein immer in den gerade vorherrschenden Wind hält?
Ich bin hier wirklich ratlos.


Michael Kuhlen (OBLIVEON) für GOTHICWORLD

01. One Hope’s Evening
02. Ave End
03. To Bleed Or Not To Be
04. Sarah Lou
05. Amber Girl
06. Testified
07. Astronautumn
08. Evade
09. Wake Down
10. Black
11. Come, Solitude

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