CD-REVIEWS:

destination:downfall    PATH OF GOLCONDA
"destination:downfall"
CD (Eigenvertrieb)

Path Of GolcondaMan schreibt den 29. Mai 2004, als fünf überaus ansehnliche Jungs die Bühne im Musikbunker in Aachen betreten und losrocken was das Zeug hält. Sänger Manuel beherrscht nicht nur durch seine beeindruckende Erscheinung die Bühne, sondern hat als passenden Background eine Riege von synchron "head-bangenden" Bandkollegen hinter sich stehen, die eine unglaubliche Präsenz vermitteln und so den Strang, an dem alle gemeinsam ziehen, auch optisch verdeutlichen. Die Band hat wohl nicht nur mich an dem Abend voll überzeugt, denn schon nach den Anfangstakten gleicht der Saal einem Hexenkessel über dem Sänger Manuel mit seinen Mannen wie der Fürst der Finsternis persönlich thront und seine ultratiefen Growls ins Mikro schreit. "destination:downfall" ist eines der besten Alben, die ich in letzter Zeit gehört habe und darf daher auch bei The-GothicWorld nicht unerwähnt bleiben.

PATH OF GOLCONDA, besteht bereits seit 1999 und kann auf mehrere CD-Veröffentlichungen zurückblicken. Die Band, bestehend aus Manuel (Vocals), Rüdiger (Gitarre), Christ (Gitarre), Roman (Drums) und Daniel (Bass) hat sich mit ihrem neuen Album "destination downfall" mit Leidenschaft einer Mischung aus Death und Black Metal verschrieben. Das ganze könnte man auch Apocalyptic Death Metal nennen, hört man sich die Lyrics an, die von Weltuntergang, Tod und dem Zusammenbruch der weltlichen Strukturen handeln. Aggressive, tiefe Growls, vereint mit detaillierter Gitarrenarbeit und präzisem Schlagzeugsound machen "destination downfall" zu einem absoluten Knaller. Dabei fällt nicht nur die überragende Stimme von Sänger Manuel äußerst positiv auf, sondern die Band überzeugt mit einer brachialen Gewalt, die als ungefiltertes Klangewitter sogleich auf den Hörer losbricht.

Das Intro "through fog and fire" lässt gleich zu Beginn eine beklemmende Weltuntergangs-Atmosphäre aufkommen, die eine äußerst passende Einleitung für den nächsten Track "uncreation" darstellt. Der Song erinnert durch seine kurzen, melodischen Gitarrenparts partiell an Stücke von Children of Bodom oder Norther. Eine, die Gitarrenfront hervorragend untermauernde Doublebass schafft den perfekten Hintergrund für die urgewaltige Stimme von Vocalist Manuel und macht die ganze Komposition extrem bösartig. Denkt man schon bei diesem Track, dass es böser nicht mehr geht, so irrt man sich aber gewaltig, denn das dritte Stück "message in a rifle" bietet mit: ‚A ruin of sin, with the innocent caged within, the tumour stirs, in the flesh of fever, behold, what you see and what our khaos enfolds…' einen phantastischen Refrain, der genau das verdeutlicht, wovor PATH OF GOLCONDA mit ihrem Album die Menschheit warnen wollen, dem Untergang und Verfall durch den ‚human overkill'.

"Calling the tide" beginnt mit einem wahren Doublebass-Gewitter und zeichnet sich durch einen fetten Sound getragener Gitarrenriffs sowie einem hervorragenden Solo aus. Der fünfte Track "this dead end world" zeigt, dass die Jungs auch die ruhigeren Gefilde beherrschen. Eine besinnliche Keyboard-Melodie, unterlegt mit einer melodisch gezupften Gitarre und Effekten, wie Regenprasseln und Gewitter, verdeutlicht die Botschaft des Stücks, dass nur aus einer Zeile Lyrics besteht: ‚There is only one thing darker than our past - Our future'. ‚petriarchor (The parting of Hearts)', meiner Meinung nach, eines der besten Stücke der CD, bietet eingängige Gitarrenmelodien mit Drums in Breakform unterlegt. "a cannibal crusade" baut einen unheimlich anmutenden Druck von Seiten des Schlagzeugs auf und macht mit den Zeilen ‚Hail Sin, on their knees, begging for salvation..' deutlich, dass der Hörer von PATH OF GOLCONDA musikalisch keine Gnade zu erwarten hat.

Als Bonustrack gibt's auf der Scheibe noch den ebenfalls hervorragenden Titel "devour machine", der entsprechend zu "uncreated" mit melodic Death Metal Riffs aufwartet.

Path Of GolcondaDas ganze Album besticht durch abwechslungsreiche Gitarreneinsätze und treibende Drums, gepaart mit geschickt arrangierten melodischen Passagen und eine großartige Stimme. PATH OF GOLCONDA überzeugen, wie viele andere Bands, nicht nur durch gnadenlose Härte und Leidenschaft, sondern auch durch ein ausgereiftes Konzept, dass sich wie bei Cradle of Filths ‚Damnation And A Day' wie ein roter Faden durch das Album zieht. Gelungen ist auch die Gestaltung des CD Covers und des Booklets, gespickt mit passenden Bildern der Band, spiegelt sich doch hier all das wieder was PATH OF GOLCONDA mit ihrer Scheibe ausdrücken wollen.

Würde mich freuen, diese Band noch mal live zu sehen!
TIP: KAUFEN und endlos rotieren lassen!!!


Ursula Kohl für GOTHICWORLD


Tracks:
1. through fog and fire
2. uncreation
3. message in a rifle
4. calling the tide
5. this dead-end world
6. petriachor (the parting of hearts)
7. a cannibal crusade
bonus track: devour machine


www.pathofgolconda.com