CD-REVIEWS:

Like Sheep Led To Slaughter    CRISIS "Like Sheep Led To Slaughter"
CD (The End Records/Sony)

Dreads bis zum Fußboden und einen wirklichen coolen Nachnamen. Da muss man eigentlich Rockstar werden. Auch wenn die zeitliche Abfolge und Kausalitäten vielleicht anders liegen mögen, „Like Sheep Led To Slaughter“ ist das erste Album nach Jahren der Abstinenz, das ist Fakt.
Frau Crisis hat neue Mitstreiter gefunden, CRISIS ist weg vom Goliath Metalblade, hin zum David End Records. Größere Änderungen am Konzept gibt es dennoch nicht. CRISIS machen noch immer unbequeme Musik. Wirres, komplexes Drumming, schräge Sounds und Vocals die ihre Weiblichkeit nur in wenigen cleanen Parts offenbaren. Deutlich weniger eingängig als es KITTIE versuchten, aber nicht gänzlich weltfremd wie die musikalisch oft gar nicht so weit entfernten NEUROSIS. Ihre Musik ist voller Abgründe, die ohne Effekthascherei und Oberflächlichkeit böse brodelt. Die Abwechslung liegt meist im Detail und unter einem Wust an undurchsichtigen Strukturen verborgen. Orientalische Harmonien bei „Nomad“ oder unheilvoll schleppendes Tempo in „Corpus Apocalpyse“ sind eher die Ausnahmen an leichter erkennbaren Ideen.

Ein stressiges Erlebnis, dass keine Zeit zum Verschnaufen lässt. „Like Sheep Led To Slaughter“ hat nichts von den vielen unbekümmerten Metalcore Veröffentlichungen dieser Tage, der Schwerpunkt liegt nicht bei zeitgemäßem Groove und fetten Gitarren. CRISIS ziehen ihr Ding durch, allzu viele Freunde werden sie sich damit aber wohl nicht machen.


Torben (metal-inside) für GOTHICWORLD


Tracks:
01. Omen
02. Walking The Dead
03. A Graveyard For Bitches
04. Nomad
05. Politics Of Domination
06. Blood Burden
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