CD-REVIEWS:

Iron    ENSIFERUM "Iron"
CD (Spinefarm Records)

EnsiferumMittelalterliche Instrumente mit entsprechenden Chören und Metalgitarren unterlegt bieten die Musiker von ENSIFERUM auf ihrem neuesten Album "Iron". Die Anfänge von ENSIFERUM (Markus Toivonen - Guitar, Jukka-Pekka Miettinnen - Bass, Oliver Fokin - Drums, Meijhu Enho - Synths) gehen auf das Jahr 1995 zurück. Ihr Debutalbum "Ensiferum" wurde 2001 veröffentlicht. "Iron" ist jetzt ihr zweiter Streich, bei dessen Aufnahme noch Sänger und Gitarrist Jari Mäenpää mit von der Partie war. Jari entschloss sich, nach Aufnahme der CD die Band zu verlassen und wird nun von Petri Lindroos (Norther) ersetzt.

"Ferrum Aeternum", der erste Track auf dem Album konnte mich nicht richtig überzeugen, denn hier hat die Band es doch zu gut gemeint mit dem Einbringen von Klängen aus dem dunklen Zeitalter. Der Song wirkt etwas einschläfernd und ich habe mich dabei ertappt wie ich darauf wartete, dass es endlich richtig losgeht - leider vergeblich. Der Titeltrack "Iron" ist da schon besser gelungen, schöne Melodien, schnelle Double-Bass und ein schöner Death-Metal Gesang von Sänger Jari kommen gut rüber. Bei "Sword Chant" störten mich die 80-er Jahre mäßigen Vocals. Extrem positiv dagegen fällt "Slayer Of Light" auf, bei dem ich mir auch Petri Lindroos als Sänger sehr gut vorstellen kann. Das Stück ist meiner Meinung nach das Highlight der CD, denn hier geht endlich mal richtig die Post ab und man hat auf Mittelalter-Klänge verzichtet. Schöne, melodische Gitarrenriffs gibt's auch beim Song Nr. 8 "Into Battle". Stück Nr. 9 "LAI LAI HEI" kann durch eine hervorragend gespielte Gitarre mit tollen Soli und einem Stakkato-Bass überzeugen, hat aber gesangstechnisch wiederum Schwachpunkte. b, das letzte Stück der CD, diesmal mit weiblichem Gesang, versetzt den Hörer dann noch mal so richtig in die Zeit der Minnegesänge zurück.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass ENSIFERUM durchaus gute Musik machen, die mir persönlich partiell auch sehr gut gefällt. Insbesondere muss ich hier die hervorragende Gitarrenarbeit erwähnen, für deren Fortführung Petri Lindroos sicher die richtige Wahl ist. Man sollte aber mittelalterliche Melodien gepaart mit Metal akzeptieren können, um mit diesem Kauf wirklich glücklich zu werden.

Tip: Die CD eignet sich trotz allem nicht für eingefleischte Norther-Fans, auch wenn's Petri wohl gefällt.


Ursula Kohl für GOTHICWORLD


Tracks:
1. Ferrum Aeternum
2. Iron
3. Sword Chant
4. Mourning Heart - Interlude
5. Tale Of Revenge
6. Lost in Despair
7. Slayer Of Light
8. Into Battle
9. LAI LAI HEI
10. Tears


www.ensiferum.com