CD-REVIEWS:

Black Brick Road    LAKE OF TEARS
"Black Brick Road"
CD (Noise / SPV)

Lake Of TearsWelch Glück, dass sich Daniel Brennare nach der Veröffentlichung des 2002 erschienenen „Neonai“ noch einmal anders entschieden und sich mit LAKE OF TEARS doch noch nicht auf’s Altenteil gesetzt hat, denn was sich auf „Neonai“ bereits andeutete, findet auf „Black Brick Road“ seine Fortsetzung, indem sich der Schwung, den LAKE OF TEARS auf ihrem Album vor dem vermeintlichen Ende gezeigt haben, auch auf das neue Album der Schweden übertrug.

So fällt es nach „Neonai“ und „Black Brick Road“ schwer von LAKE OF TEARS überhaupt noch als Gothic Metal-Band zu sprechen. Die neun Songs auf „Black Brick Road“ rocken und leben von einer offenen, über weite Strecken des Albums beinahe fröhlichen Stimmung, bei der die Melodien eine tragende Rolle spielen und die Gitarrenarbeit vor allem bei den Soli Erinnerungen an David Gilmour (Pink Floyd) und Ritchie Blackmore hervorrufen. Dass mit „Rainy Day Away“ dann ausgerechnet doch der Track am meisten überzeugt, der, verglichen mit den anderen Songs des Albums am düstersten ausgefallen ist, lässt sich einzig der musikalischen Vergangenheit zuschreiben, wiewohl auch der Opener des Albums, „The Greymen“, oder der Titelsong für die Klasse des Albums sprechen. „Neonai“ klang für mein Dafürhalten zwar etwas unbefreiter – kein Wunder, hatte man doch endlich den Vertrag mit dem ungeliebten Black Mark-Label erfüllt – doch dieser Unterschied ist marginal und daher nicht weiter von Relevanz.


Michael Kuhlen (OBLIVEON) für GOTHICWORLD

01. The Greymen
02. Making Evenings
03. Black Brick Road
04. Dystopia
05. The Organ
06. A Trip With the Moon
07. Sister Sinister
08. Rainy Day Away
09. Crazyman


www.lakeoftears.net