CD-REVIEWS:

The Exploder    MANNHAI "The Exploder"
CD (Spinefarm Records)

MannhaiMit "The Exploder" legen die Finnen Ihren dritten Output vor und der rockt gewaltig. Die Truppe wurde 1999 vom Gitarristen Ile Laaksomaa und dem Bassisten Oppu Laine (ex- AMORPHIS) geründet. Zusammen mit dem Drummer Junior Pietinen ging man dann ins Studio und nahm erst mal ein paar Instrumental Songs auf. In Joánitor Muurinen (ex- Xysma) fand man dann einen geeigneten Sänger und schmiss 2000 die erste Demo auf den Markt. 2001 folgte dann das Debüt Album "The Sons Of Yesterday´s Black Grouse".

Mit Ihrer Musik haben Sie sich dem Stoner Rock verschrieben, der sich ziemlich stark an die 70er Jahre orientiert. Gespickt mit vielen Blues Elementen und schleppenden Riffs. Die Stimme von Frontmann Muurinen erinnert sehr an Ian Astbury (The Cult), was mir natürlich sehr entgegen kommt, schließlich halte ich als alter CULT- Fan noch sämtliche Vinyl- Scheiben in Ehren. Der Opener "Mr Out Of Sight" röhrt auch gleich rotzig aus den Boxen, mit geilem Gitarren- Geschrebbel, mitreißendem Refrain und astreinem Gesang. Den muss man sich mindestens drei Mal hintereinander reinziehen bevor man sich dem Rest der Scheibe zuwendet. Hört man sich danach den zweiten Track "Lonesome" an, dann werden die Assoziationen zu THE CULT nicht unbedingt weniger, der Song hätte ebenso gut von denen stammen können. Bei "Broken Chains" mischt sich dann noch eine Spur DANZIG mit rein und eine Prise psychedelisches Gitarrenspiel, man sieht schon förmlich die Marihuana Wolken aus dem CD-Player steigen. "Rock To The Top" ist dann mehr die klassische Seventies Rock Nummer, während "TNT Mountain" eher von Blues Elementen geprägt ist. Ich glaube, wenn man THE CULT, DANZIG und LED ZEPPELIN zu einer Session eingeladen hätte und ne ordentliche Portion Rauschmittel in die Runde geschmissen hätte, dann wäre genau diese Platte dabei herausgekommen. Tja, wer hat´s erfunden? Die Finnen wieder, wer auch sonst. Ich muss sagen, mir gefällt die Scheibe von Tag zu Tag besser. Man bekommt schon beim Hören dieses geile bekiffte Gefühl und die Musik klingt manchmal so dreckig hingerotzt, dass man immer Eimer und Wischmob bereithalten sollte. Bei "Behind The Trees" sehe ich vor meinem geistigen Auge einen voll gequalmten VW Bulli mit Peace Zeichen vorbei sausen und bei "Error `67" könnte man glatt meinen die Tina Turner hat sich mal dazu gesellt. Mit "Black Water Swan" wird dann der Trip beendet und man schafft es auch nur sehr schwer, wieder in den normalen Alltag zurückzufinden.

Das Einzige was dieser Platte noch fehlt, ist der Warnhinweis: Vorsicht! Bei Überdosierung können rauschartige Zustände herbeigeführt werden. Diese Musik kann die Spermatozoen schädigen und schränkt die Fruchtbarkeit ein! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


Mariska Krüssel für GOTHICWORLD


Tracks:
01. Mr Out Of Sight
02. Lonesome
03. Broken Chains
04. Rock To The Top
05. TNT Mountain
06. Two Roads
07. Behind The Trees
08. Error `67
09. Heads Against The Stones
10. Black Water Swan


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