special:
M'ERA LUNA-FESTIVAL 2004 07.-08.08.2004
- Hildesheim/Flugplatz
"Schwitzen
auch im Sitzen, - oder Goten bei 35°Grad..."
Nur wenige Wochen zuvor wurde landauf, landab gejammert,
dass ja nun dieses Jahr dann doch kein Sommer mehr folgen würde... mal
abgesehen davon, dass sich das Wave Gotik Treffen und auch das "Zillo"-Festival
doch in erstaunlich gutem Wettergewand zeigten. Nun, Jammern ist des Deutschen
liebste Beschäftigung, früher war eh alles besser, vor allem im
Osten, und die Szene ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Davon
gänzlich unbeeindruckt zeigte sich das M'era Luna auch 2004
überraschenderweise als große Badewiese ohne Wasser oder
angrenzendem kühlen Nass, sprich strahlendem Sonnenschein, wenn in diesem
Jahr auch bei nicht ganz so tropischen Temperaturen wie 2003 und vielen knapp
bekleideten und teilweise dann auch sehr hübschen Menschen, vor allem aber
einem Haufen guter Musik. Rein vom Line Up des M'era Luna konnte man schon im
Vorfeld sagen, dass es alle anderen Veranstaltungen ähnlicher Art um
Längen voraus war. Langsam scheint die Veranstaltung des vom "Sonic
Seducer" präsentierten Festivals allen anderen, ähnlich gelagerten
Festivals den Rang abzulaufen. Erst die Location, die ja früher mal das
"Zillo"-Festival
beherbergte, dann dem
Wave Gotik Treffen die Zuschauerzahlen, denn immerhin wurden auch in diesem
Jahr wieder ca 25.000 Gäste gezählt, und nicht die Bands zu
vergessen, die auch in diesem Jahr wieder zu den Topacts dieser stetig
wachsenden Szene zählten.
Inwieweit die einzelnen Acts die
Erwartungen dann erfüllen konnten, oder sogar enttäuschten, soll nun
im Einzelnen (soweit möglich, denn auch wir können nicht an zwei
Bühnen gleichzeitig stehen, aber das vereinigte Redaktionsteam aus
Obliveon und GothicWorld gab auch dieses Jahr wieder alles.) beleuchtet werden.
Samstag,
07.08.2004
THE ETERNAL AFFLICT Willkommen zur (wieder
einmal) grössten Indoor-Sauna der Welt, dem berüchtigtem Hangar des
M'era Luna, der für Besucher, Security und nicht zuletzt die spielenden
Bands in diesem Jahr durch die Temperaturen und die mangelnde Belüftung
wieder einmal zur körperlichen Belastungsprobe hart an der Grenze zur
Körperverletzung wurde. Nicht auszudenken, sollte in dieser Halle einmal
eine Panik ausbrechen, die alleine durch die Ein- und Ausgangssituation ein
absolutes Sicherheitsrisiko darstellt. THE ETERNAL AFFLICT profitieren letzten
Endes von der frühen Anfangszeit und den zu diesem Zeitpunkt noch halbwegs
annehmbaren Temperaturen in einem gut gefüllten Hangar. Die Band
überzeugt, ohne jedoch mitzureissen oder Begeisterungsstürme
entfachen zu können, wie der weitestgehend verhaltene Applaus beweist.
Vielleicht liegt es aber auch an dem nervtötenden Gesang von Sängerin
Linda Matthews, die nicht so recht zur Band passen will? (MK)
EPICA
EPICA haben eine unglaubliche
Entwicklung hinter sich, nicht nur was ihre stetig wachsende Popularität,
sondern vor allem ihre persönliche Reife und ihre Performance angeht. Vor
allem an Simone Simons lässt sich dies ablesen, denn aus dem
verschüchtert wirkenden Mädchen, das noch im Frühjahr 2003, als
EPICA noch unter dem Namen SAHARA DUST auf dem holländischen
"Headway"-Festival zum ersten Mal aufgetreten sind, ist mittlerweile eine
selbstbewusste, puren Sex versprühende Frau geworden, die mit ihrem
Auftreten alle Blicke auf sich zieht und Männerherzen reihenweise zum
Schmelzen bringt. Doch EPICA überzeugen nicht nur optisch, sondern auch
spielerisch, auch wenn der Gothic Metal der Holländer sich an
altbewährte Strickmuster anlehnt und der wechselseitige Gesang von Sopran
und Growls nur wenig Innovation verspricht. Das Publikum jedenfalls ging
begeistert mit und nahm die sympathsichen Holländer mit offenen Armen in
Empfang. Auch wenn EPICA noch nicht ganz an die Qualität WITHIN
TEMPTATIONS heranreichen - dies sollte der Auftritt WITHIN TEMPTATIONs am
nächsten Tag beweisen - eine ähnliche Entwicklung scheint
möglich, vor allem, wenn man das noch junge Alter der Musiker bedenkt.
(MK)
ROTERSAND Kaum
waren die letzten Töne EPICASs in der prallen Mittagshitze verklungen,
baten ROTERSAND zum Tanz in den Hangar. Wie schon auf dem Wave Gotik
Treffen dominierten düstere, mit Trance- und Technoeinflüssen
aufgepeppte Beats und Rhythmen den Sound der und die stattliche Zuschauermenge
geriet ob der mitreissenden Darbietung von Frontmann Rasc, der ständig in
Bewegung war, regelrecht in Wallung. Höhepunkt des Sets war
natürlich der Clubhit "Merging Oceans". (MK)
UMBRA ET
IMAGO
Nun,
13.40 Uhr war vielleicht eine etwas ungewohnte Zeit für die
"Spaßgrufties" mit ihrem zwar umstrittenen, aber unzweifelhaft perfekt
inszenierten Sexappeal. Dass Zeremonienmeister Mozart durch ein eher barock
wirkendes Kostüm seinem Pseudonym alle Ehre machte und UMBRA ET IMAGO
neben Lutz jetzt auch eine (Aushilfs)Gitarristin haben, und die Show
natürlich eher eine Kuschel- oder FSK 14-Variante ihrer sonst so
schwülen Erotik bot, dass alles konnte nicht davon ablenken, dass UMBRA ET
IMAGO nach den Jahren ihres Bestehens auf jeden Fall an Perfektion und
Können gewonnen haben. Mozart ist sicher noch immer nicht ein perfekter
Sänger, seine Texte auch nicht unbedingt literarisch wertvoll, aber die
musikalische Entwicklung, die sie mit "Memento Mori" genommen haben und die
somit das Liveprogramm, inklusive der älteren Titel bestimmte, kam schon
gut an. Und dass Mozart, der sich, am Bühnenrand stehend, mehr als einmal
lasziv an seine Männlichkeit griff, ein begnadeter Entertainer ist,
wussten war ja ohnehin schon. (TS)
ASP Ab in
den Glutofen des Hangars mit der quälenden Erkenntnis, dass dieser aus
allen Nähten zu platzen drohte. So vollgepfropft wie zu dieser frühen
Stunde war die Halle an diesem Wochenende sonst nur noch bei BLUTENGEL und
SCHANDMAUL. Doch trotz dieser räumlichen Enge war die Entscheidung, ASP im
Hangar spielen zu lassen, sicher die richtige, denn erst in der Atmosphäre
eines Clubs oder einer Halle laufen die Hessen zu wirklich grosser Form auf.
Und diese war, trotz eines Aushilfsdrummers, da der etatmässige Drummer
Himi seinem Engagement auf dem Clubschiff "Aida" (sic!!!) nachgehen musste,
absolut bestechend. ASP rockten von der ersten bis zur letzten Sekunde bis sich
die Balken bogen, und dies mit einer Power, die Fragen nach dem
zukünftigen Status der Band nach diesem Auftritt wohl erübrigen. So
sah man ASP-Backgroundsänger und CHAMBER-Goldkehlchen Max nach dem
Auftritt überglücklich und mit breitem Grinsen im Presszelt sitzen.
Diese Show war fraglos einer der Höhepunkte des diesjährigen M'era
Luna. (MK)
TRISTANIA
Würden TRISTANIA es doch nur einmal schaffen,
ihre Live-Power auf ein digitales Format zu bannen, die Band wäre
längst richtig gross. Vibeke Stene, absoluter Augen- und Ohrenschmaus, und
ihre beiden männlichen Gesangspendants Kjetil Ingebrethsen und Osten
Bergoy überzeugten live vorbehaltlos und boten einen gelungenen Set, in
dessen Verlauf sich die sichtbare Nervosität von Vibeke immer mehr legte
und die Norweger sich mit ihrer Form des traditionellen Gothic Metal die
Anerkennung des Publikums mehr als verdient haben. In sich und ihrer eigenen
Welt versunken tanzten und bangten sich TRISTANIA durch ihren
vierzigminütigen Auftritt und erste zögerliche Zugabe-Rufe schallten
über das weitläufige Flughafengelände, die aufgrund des eng
gestrickten Zeitplans jedoch ungehört verhallen mussten. (MK)
ICON OF COIL Andy LaPlegua hat es anscheinend mittlerweile
geschafft, die zuweilen an Feindflug grenzende Aggressivität seiner Panzer
AG mit bei ICON OF COIL einfliessen zu lassen, derart brachial und agil flitzte
der Norweger über die Bühnenbretter. Dass LaPlegua ohnehin einer der
besten Frontmänner der Electroszene und unumstrittener Frauenschwarm ist,
hat er in der Vergangenheit mehr als einmal uter Beweis gestellt, wobei es
schon verwunderte, dass er sich weitestgehend unerkannt auf dem
Festivalgelände bewegen konnte, ohne von Autogrammjägern und
Verehrerinnen umlagert zu werden. Wie immer hielten sich sich Sebastian R.Komor
und Christian Lund dezent hinter ihren Keyboards im Hintergrund und im
Gegensatz zum diesjährigen Wave Gotik Treffen ging der Auftritt im gut
gefüllten Hangar bei einem euphorisch mitgehendem Publikum ohne technische
Probleme über die Bühne. (MK)
THE MISSION Wayne Hussey zählt
mittlerweile auch schon fast zum Stamminventar des M'era Luna, sei es nun als
Solointerpret, oder mit THE MISSION, was beim aktuellen Line Up der britischen
Goth-Veteranen aber vom Grundsatz her das selbe ist. THE MISSION wurden trotz
einer beinahe schon inflationären Konzert- und Festivalpräsenz in den
letzten Jahren mit offenen Armen empfangen und die treue Fangemeinde erfreute
sich an Klassikern wie "Tower Of Strength" oder "Butterfly On The Wheel", wobei
die Songs einer deutlichen Frischzellenkur unterzogen wurden, nicht zuletzt
dank des variablen und modern ausgerichtetem Gitarrenspiel des zur Band
gehörenden Gitarristen von Sulpher, Rob Holliday. Wayne Hussey jedenfalls
strahlte die gewohnte Souveränität aus, auch ohne Rotweinflasche, und
bot eine gewohnt gute und professionelle Performance voller Spielfreude.
(MK)
WELLE ERDBALL
Kaum war der Vorhang gefallen, der endlich den Blick
auf die Bühne freigab, der für den Umbau zum Gig von WELLE ERDBALL
verhüllt war, da lüftete sich das Geheimnis der in blauem
Bodypainting seit dem Mittag über das Festivalgelände laufenden
Menschen, die nun als lebende Schaufensterpuppen die Bühne des Hangars
zusammen mit WELLE ERDBALL bevölkerten. Mit NDW-Klängen und dem
naiven Charme der achtziger Jahre verwandelte der Rundfunksender aus dem nahen
Hannover den Hangar zum grössten Volksempfänger der Welt, wobei das
analoge Klangspektakel des Moderatorenteams mit viel Spass und Engagement
seitens des Publikums aufgenommen wurde. (MK)
L'ÂME IMMORTELLE Zu den
Kritikerlieblingen zählen die Österreicher bekanntermassen nicht
gerade, was weniger an der ausdrucksstarken Stimme Sonja Kraushofers liegt, die
ihr Potential und ihr Talent mit Persephone unter Beweis gestellt hat, sondern
vielmehr an den Popstarallüren und den unzureichenden
Gesangsfähigkeiten Thomas Rainers, dem der Erfolg, den er mit L'Âme
Immortelle in den letzten Jahre ja fraglos einfahren konnte, zuweilen wohl
etwas zu Kopf gestiegen ist. Ob die Mutation der Österreicher hin zu einer
Rock-Band mit ihrer neuen Single "5 Jahre" und dem zweifellos energiegeladenen
Auftritt - immerhin stehen mittlerweile fast die gesamte Whispers in the Shadow
bei Herrn Rainer in Lohn und Brot - auf dem M'era Luna für mehr
Verständnis bei Fans und Kritikern sorgen werden, sei mal dahin gestellt.
Bei mir hinterliessen L'Âme Immortelle einen zwiespältigen, wenn
nicht gar negativen Eindruck und auch die Performance von Sonja Kraushoffer und
Thomas Rainer unterschied sich nicht grundlegend von der von vor ein paar
Jahren an gleicher Stelle, nur mit dem Unterschied, dass sich Sonja nicht in
ihr Latex-Outfit gezwängt hat und heuer erdige Töne den Klang
dominieren, während die Elektronik in den Hintergrund getreten ist.
L'Âme Immortelle mögen beim pflegeleichten Nachwuchsgruftie wahre
Begeisterungsstürme entfachen, als langjähriger Konzertgänger
wird man sich vor dieser Band mittlerweile mit Grausen abwenden, auch wenn die
Emotionen, die vor allem Sonja bei der Präsentation ihrer neuen Single
zeigte, als ehrlich und aufrichtig empfunden wurden. (MK)
IN
EXTREMO
"Küss mich" war der
perfekte Einstieg IN EXTREMOs für ihren diesjährigen Auftritt beim
M'era Luna, und nachdem ich die Band im letzten Jahr durch zu vielen
beigewohnten Shows ein wenig über hatte, begeisterte mich die Berliner
Mittelalter-Connection dieses Mal vom Fleck weg. "Das Letzte Einhorn" und seine
verwegene Barden-Bande zündeten ein wahres Feuerwerk an Spiellaune,
unterstützt von einer Vielzahl an Pyros, die immer wieder das
Festivalgelände erschütterten. IN EXTREMO wurden ihrem Ruf als am
härtesten rockende Band des Mittelalter-Genres gerecht, auch wenn das Make
Up von Dr.Pymonte eher an einen schwuchteligen Mittelalterbarden denn an einen
mittelalterlichen Barden erinnerte, und das bei geschätzten 130 kg
Lebendgewicht und 1,90 m Lebensgrösse. IN EXTREMO rockten jedenfalls wie
der Teufel und vereinten Grufties, Metaller, Vampire, Hexen und
Burgfräuleins zu einer tobenden und wogenden Masse.
(MK)
FIXMER/MCCARTHY
Was ein
Brett! War der Auftritt des ehemaligen Nitzer Ebb-Frontmannes Douglas McCarthy
mit seinem neuen Partner Terence Fixmer auf dem diesjährigen Wave Gotik
Treffen noch die grosse Unbekannte, und erst im Nachhinein durch die Wucht und
die Konsequenz des Auftritts das Gesprächsthema schlechthin, stand die
Show in Hildesheim von vorneherein unter einem ganz anderen Stern. Vor der
Bühne versammelte sich die eingefleischte EBM-Fraktion und reagierte
fanatisch auf jeden Song, sang und tanzte sich in Trance und ging begeistert
mit. Von wegen, "EBM is dead"! FIXMER/McCARTHY hatten zudem den Vorteil, dass
ihr Debüt mittlerweile veröffentlicht ist und die Songs
dementsprechend bereits bekannt waren. Terence Fixmer thronte hinter seinem
Turntable, während Douglas McCarthy ständig unterwegs war, und beide
zusammen genossen sichtlich die Ovationen, die ihnen entgegengebracht wurden.
"Euphorisch" umschreibt die Reaktion des Publikums auf diesen hammergeilen Set
am besten. (MK)
WITHIN TEMPTATION Langsam wäre es mal an der Zeit,
dass sich WITHIN TEMPTATION mitsamt ihrer Frontfrau Sharon den Adel wieder
ihrem kompositorischen Handwerkszeug widmen sollten, denn seit mittlerweile
beinahe zwei Jahren tourt die Band nun mit ihrem aktuellen Album durch Europa.
Davon abgesehen bestätigte sich in diesem Jahr das, was sich letztes Jahr
bereits abzeichnete: WITHIN TEMPTATION sind das nächste "grosse Ding" und
die Begeisterung, die den sympathischen Holländern aus dem Publikum
entgegengebracht wurde, war beinahe grenzenlos. Auch wenn sich die Band es
nicht verkneifen konnte mit "Running Up That Hill", im Original von Kate Bush,
die schlechteste Coverversion des Festvials abzuliefern, das eigene
Songmaterial war und ist über jeden Zweifel erhaben, auch wenn sich, wie
oben beschrieben, erste Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen. WITHIN
TEMPTATION wurden ihrem Status als heimlicher Headliner jedenfalls vollends
gerecht und die Pyros und die Nebelschwaden, die die Bühne erleuchteten,
waren weithin sichtbar. (MK)
BLUTENGEL
Chris Pohl ist und bleibt eine Reizfigur
innerhalb der Schwarzen Szene, und was man von einem Konzert halten soll, bei
dem nicht ein Musiker auf der Bühne seine Parts spielt, sondern die ganze
Musik vom DAT kommt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für die
Optik wurde jedenfalls reichlich was geboten, sei es nun die wie immer
hinreissend aussehene Constanze, oder die beiden, sich in lesbischen Blutorgien
hingebenden Tänzerinnen. BLUTENGEL bedienen sich jedes nur erdenklichen
Klischees dieser Szene, was sie dabei angreifbar und berechnend macht, doch der
Erfolg gibt ihnen dabei sicher recht. Niemand wird gezwungen Konzerte von
BLUTENGEL zu besuchen oder ihre Alben zu kaufen. Der jüngeren Generation
jedenfalls hat's gefallen. (MK)
WOLFSHEIM Der Headliner des ersten Abends.
Enttäuschend? Nein, eigentlich nicht! Denn Heppner/Reinhardt boten genau
das, was man erwarten konnte. Zwar auch mit Verstärkung durch Gastmusiker,
aber dennoch gewohnt ruhig, entspannt, alles eher ambientmässig und
chillig arrangiert, Lightshow, getragene Vortragsweise
mehr nicht.
Heppner hat eine großartige Stimme, WOLFSHEIM haben ein paar richtig
geile Klassiker geschrieben, nur das Publikum auch darüber hinaus
showtechnisch zu unterhalten, von der Lightshow einmal abgesehen, ist den
beiden Musikern nie gelungen, auch an diesem wunderschönen Sommerabend
nicht. Doch was zählen grosses Showspektakel und -brimborium, wenn
WOLFSHEIM alleine durch die Musik überzeugen? Das tun sie zweifelsohne,
und genau dafür werden sie vom Publikum geliebt und auf Händen
getragen, auch an diesem Abend. Live-Atmosphäre und Spontanität
bleiben durch die statische Show Heppners, nur unterbrochen durch das
Umblättern der Seiten seiner Textkladde, dabei zwar vollkommen auf der
Strecke und manch Kritiker wird dies für den Status, den die Band innehat,
als armselig bezeichnen, aber musikalisch sind die Hamburger nach wie vor ein
Genuss, bei denen selbst ein vermeintlich kitschiger Text wie "Wunderbar" nicht
zur Schlagerfarce verkommt. Musikalisch ein Hochgenuss.
(MK)
... der Festival-Sonntag,
08.08.2004
Bericht: Micha (MK),
Thomas (TS) und
Mary (Mary) für
GOTHICWORLD /
OBLIVEON Fotos: Michael
Kuhlen, Simone Schröter & Sir Ritchie
www.meraluna.de
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