special:
11tes
DARK-DANCE-TREFFEN 25.09.2004 Universal
D.O.G / Lahr
Wie könnte
die Festivalsaison 2004 in Süddeutschland besser ausgeläutet werden,
als mit diesem Event? Fern der anderen großen Events, mit humanen
Preisen, galt hier "Tanzen bis der Sensenmann auch die Allerletzten holt". Und
die kamen zum wiederholten Mal auch aus dem benachbarten Frankreich & der
Schweiz & voll auf ihre Kosten!
Die Veranstalter haben es für
geschafft, Bands wie OSIRIS-TAURUS, DAS ICH & ASP auf die Bühne zu
locken um sie für uns gut rocken zu lassen. Bei diesem Line-up bekam wohl
jeder Goth feuchte Augen, wenn er nicht eh schon durch exzessives abhotten
völlig durchnässt war. Platz gab's auch zum Seele baumeln lassen
& mal eben so Kult-Merchandising von DarkMedia, Edition 42 & vielen
Anderen noch obendrauf. Schon bei rechtzeitiger Ankunft waren die
übervollen Parkplätze nicht zu übersehen.
Als erstes kleines Highlight stellte sich nach der
Fackelillumination am Entre ein Sektempfang dar & ehrlich gesagt waren wir
angenehm überrascht wie es gelang eine Großraum-Disco am Flugplatz
mit einem Meer aus Kerzen & detailreicher Rosen-Kreuz-Pyro-Deko in magische
Ausstrahlung zu tauchen. Den letzten romantischen Schliff bekam dieser Event
durch eine Feuershow & die neuen Kreationen von Fotokünstlerin Annie
Bertram, welche in den Fluren die Blicke auf sich zogen & im
Main-Dancefloor überlebensgroß für ca. 1300 Besucher an die
Wände gebeamt wurden.
Während die Meisten noch die Bar's in
den Dance-Floors für alle Geschmacksrichtungen ausprobierten oder einfach
nur Depeche Mode auf Großbildschirmen bestaunten, bestritt
OSIRIS-TAURUS mystisch kraftvoll den Auftakt der Bühneshow.
Scheinbar ohne Anlaufschwierigkeiten eroberten die 3 das noch spärliche
Publikum mit einer Klängen dessen Flügelspannweite alles von
Middleage bis Industrial abdeckte. Spätestens als sich Sängerin Amira
die E-Gitarre krallte war auch der Letzte im Saal begeistert.
Das Szene-Urgestein DAS ICH ließ nicht auf sich warten
& die kurzen Umbaupausen die Stimmung nicht sinken. Von nun an war's vorbei
mit der Romantik! Die 3 Propheten vergossen elektronische Lava ins Publikum
& heizten den anwesenden Antichristen mit Hits aus vergangenen Zeiten
gehörig ein & Stefan in der ihm vertrauten Rolle als tanzender
Derwisch ging, unter Lasergewitter, bis an die Grenzen der Selbst-Kreuzigung
(am Mikro-Ständer). Wie immer halfen hier kein Destillat & keine
Re-Kapitulation. Live sind sie wie immer ein Erlebnis & davon konnte auch
diesmal keiner genug bekommen. Der Wille Zugaben zu geben wurde jedoch jäh
vom übereifrigen DJ abgewürgt & die erste Ermahnung von der
Bühne in Richtung Kanzel hatte noch etwas väterlich Belehrendes. Als
sich dies nun gar nochmals wiederholte waren Stefan & Bruno dermaßen
sauer das einem der DJ schon fast leid tun konnte
Dann folgte die
Stunde der Wahrheit & Jeder in der nun proppevollen Halle wollte das Ende
des ASP-Live-Chores nur als grandiose Party in Erinnerung behalten. Auch
wenn die Lichtshow vom Gast-Techniker wohl eher auf behäbig-psychedelische
Klänge ausgerichtet war (höllisch daneben!) & die
Monitor-Abstimmung irgendwie hakte, ließen sich die Schmetterlings-Rocker
nicht abbringen mordsmäßig Gaudi zu verbreiten.
ASP zog das schon
etwas schwächelnde Publikum recht rasch in seinen Bann, Matthias gab den
breitbeinigen Gitarrengott & auch Drum-Abmischung stand für guten
alten Rockn'Roll. Ein mitreißendes Konzert
bis dann auch noch das
Micro vom Trennungsschmerz übermannt wurde. An solch Widrigkeiten zeigt
sich wieder mal die Stärke ihrer Live-Präsenz
eingespielter
Wechsel & kaum einer im Saal hat's bemerkt. Holger gab sein erstes &
zugleich auch letztes Solo & stellte unter lautstarkem Beifall klar, dass
auch Balladen in diesem Set nicht abgestanden klingen. Nach einer
äußerst "heißen" Zugabe brannten nicht nur die Herzen &
Kehlen der Fans lichterloh, auch die Augenhöhlen
selbst die "harten
Jungs" auf der Bühne konnten ihren Tränenfluss nicht mehr unter
Kontrolle bringen. Vom Management gab's für Max & Holger noch
signierte Bilder als bleibende Erinnerung für den heimischen Platz
zwischen den Hirschgeweihen. Nach diesem Gefühlsausbruch kann das kommende
von ASP nur noch "Hässlich" werden ;-)
Anschließend tummelte sich das Partyvolk
in den Floors, labte sich an Met & kleine Prinzessinnen akzentuierten sich
farblich frisch mit eingewebtem Schweizer Plastikhaar. Martin Sprissler heizte
den Mainfloor als DJ richtig ein & bis zum Morgengrauen dachte wohl kaum
jemand freiwillig ans heimgehen. Bleibt uns nur noch ein herzlicher Dank an die
"Macher" (im wahrsten Sinne) & die Vorfreude auf Treffen Nummer 12, kurz
vor dem Christkind.
Bericht:
Ivo Klassmann für
GOTHICWORLD
Fotos: Ivo Klassmann & Annie Bertram
(www.darkview.de)
www.thetalesofasp.com www.dasich.de www.osiris-taurus.de
www.dark-dance.de
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