CD-REVIEWS:

Casus Luciferi    ABRUPTUM"Casus Luciferi"
EP (Regain Records)

Abruptum gehören zum harten Kern der norwegischen Black Metal-Szene. Mit Ihren Veröffentlichungen auf Deathlike Silence Productions sind sie die Helden aller Freunde satanischer Kirchenanzündermusik.
Mit "Casus Luciferi" legten die Band vor einigen Monaten schon ihre siebte reguläre Veröffentlichung vor.

Wer hier schrammelnde Gitarren und wildes Gekreische erwartet, wird sicher schnell enttäuscht werden. Mit Black Metal hat das aktuelle Werk der bösen Pandabären nichts zu tun. Am einfachsten lässt sich "Casus Luciferi" als Dark Metal Ambient kategorisieren, denn trotz des Einsatzes extrem verzerrter Gitarren, steht die Produktion dunkelster Stimmungen im Vordergrund. Die Stücke sind alle, wie fürs Dark Ambient-Genre üblich, überlang und kommen ohne große Höhepunkte aus.

Das Ganze ist vielmehr ein Soundtrack zu einem imaginären Film. Anhand der klanglichen Strukturen könnte man sich in etwa folgende Situation vorstellen:
30-Jähriger Krieg (die exzessive Verwendung einer Landsknechttrommel im Titelstück schlägt hier an), eine Horde abgerissener Söldner zieht durch die verwüstete Landschaft, in der Luft hängt der Geruch von Brand und Verwesung. Den Söldner begegnet eine Prozession schwarz Gekleideter, die ihre von der Pest dahingerafften Angehörigen zu Grabe tragen, die Kirchenglocken läuten und Odins Raben krächzen höhnisch dazu ...
Hübsch, nicht?


disorder für GOTHICWORLD


Tracks:
1. Casus Luciferi
2. In Ictu Oculi
3. Ex Inferno Inferiori
4. Gehennae Perpetuae Cruciatus


www.regainrecords.com