interview:
DAS ICH "Dienstleistende in Sachen Gothic"
Wir trafen uns mit DAS ICH beim Dark Dance Treffen in Lahr, um
ein oft verschobenes Interview endlich durchzuführen. Im Alkohol- und
Nikotingeschwängerten Backstagebereich, zwischen mit Flaschen,
Aschenbechern und Essensresten überfüllten Tischen, wo sich ASP in
der einen Ecke schon schminken lässt, ständig Leute durcheinander
wirbeln, während die Beschallung durch den DJ selbst durch die
geschlossene Tür so laut war, dass ich um mein Mikro bangen musste
zumindest war die Atmosphäre um so lockerer. Lag's am Alkoholkonsum? Der
entspannten Herangehensweise an ein Konzert von so "alten Hasen"? Wie auch
immer. Nach dem ich meinen MD Rekorder ausgepegelt und laut "Aufnahme"
verkündet hatte, schnappte sich Bruno erstmal meinen Stichwortzettel und
las die erste Frage vor:
Bruno:
Ihr habt ja gerade mehrere Auftritte/Tour hinter euch. Wo wart
ihr überall? ... Wo waren wir denn überall?
Kain: Fangen wir vorne oder hinten
an?
Bruno: Zwickau!!
Stephan: Ja!
GW:
(kleinlaut) Mich interessieren ja mehr so die anderen Sachen
Moskau, Israel ...
Bruno:
(schaut wieder auf meinen Zettel) Achso das kommt ja noch
Moskau, Israel waren wir zum Beispiel. Hmmm
vorgestern, nein
vorvorgestern waren wir in Paris im "La Locomotive" dem geilsten Club in Paris
überhaupt. Der ist unterhalb des "Moulin Rouge" und hat die amtlichste
Technik, Licht, Sound und so
einfach nur geil.
Kain: Da lohnt sich eigentlich gar nicht nen
Soundcheck zu machen
Bruno:
Nöö brauchste nicht machen. Passt einfach
. Jaaa wo
waren wir denn sonst noch so?
GW:
Naja reicht ja schon!
Bruno:
(kleinlaut) Achso!
Kain:
Ok! Dann tschüß
(Lautes Lachen von allen
Beteiligten)
GW: Wie war denn
gerade Israel? Da wart ihr doch zum ersten Mal, oder?
Bruno: Da waren wir zum ersten
Mal. Das war natürlich schon sehr interessant, da man ja in erster Linie
so ein Bild von Israel hat
das durch die Medienberichte geprägt
ist. Durch die Kriegssituation, durch die Selbstmordattentate, durch die
brutalen Angriffe der israelischen Armee
da war das natürlich
erstmal sehr interessant dieses Land kennen zulernen. Ein fantastisches Land,
mit sehr vielen interessanten Leuten
um dann festzustellen das es in
Israel, IN ISRAEL eine richtige Gothicszene gibt
das war fantastisch
dort zu spielen. Es war zwar alles ein bisschen
hmmm
improvisierter als bei uns
vor allem was die Zeit anbelangt
die
leben da in so nem Zeitloch. Wenn da einer sagt: Zwanzig Minuten
dann
ist das schlimmer als in Italien oder so, da werden ganz normal Zwei Stunden
draus. Ein Kilometer sind meist
Kain:
Fünfzehn!
Bruno: Ja
fünfzehn oder noch mehr
obwohl das Land eh so klein ist. Aber wenn
man sich auf diesen Flow dort einlässt
ist alles total Klasse.
GW: Dann ist es doch
wahrscheinlich sehr schön, sehr entspannend
Bruno: Ja klar
aber andererseits, wenn du
da mitbekommst was in Jerusalem für ein Hass auf Araber geschoben wird, an
jeder Ecke
das hat schon faschistische Tendenzen
das ist
erschreckend
es hat halt alles seine positiven und negativen
Seiten.
GW: Was habt ihr
eigentlich für einen Eindruck, wenn ihr im Ausland spielt, inwieweit
nehmen die Leute denn überhaupt die Texte wahr?
Stephan: Also in Israel war zum Beispiel einer,
der hat erzählt er hat mit 14 das erste mal DAS ICH gehört, hat
deswegen mit 16 angefangen Deutsch zu lernen, ist jetzt 23 und spricht
eigentlich perfekt Deutsch.
Bruno:
(lacht) Das heißt jetzt natürlich nicht das alle Israelis
wegen uns Deutsch lernen!
Stephan:
Nein, aber das war schon beeindruckend.
Bruno: Ansonsten ist es genauso wie bei uns, wenn
die Leute auf Englischsprachige Konzerte gehen, dann sind da ja auch genug die
kein Englisch sprechen. Und trotzdem das Konzert einfach gut finden. Weil Musik
ist ja auch ne universelle Sprache.
GW:
Na ja, man kennt ja auch dieses Phänomen das
deutschsprachige Gothicbands in Mittel - und Südamerika vor 6000 Leuten
spielen, wo hier gerade mal 600 zusammenkommen.
Bruno: Das hatten wir auch, als wir in Mexiko
gespielt haben, in der Halle müssen auch so 6000 gewesen sein. Es war
phänomenal, wir dachten erst wir seien auf so ganz komischen Drogen
ich glaube aber es gibt gerade auch in der schwarzen Szene eine gewisse
Affinität zur deutschen Sprache. Im Sinne von sehr gutoral und hart
klingend
das passt ja auch sehr gut in so ein Konzept von expressiver
Musik. Das wird dann auch international so angenommen.
GW: Reden wir doch einfach mal über diese
Zeitspanne die DAS ICH inzwischen umfasst. Gut fünfzehn Jahre
Bruno:
Siebzehn!
Stephan: :
Wirklich wahr? Wenn uns das in letzter Zeit jemand erzählt
dann
fällt es dir wirklich wie Schuppen von den Augen. Neee ist nicht
wahr.
Bruno: Ist auch echt
schocking, teilweise, wenn dir dann bewusst wird wie lange das alles schon
läuft. Aber ich glaube, wir haben das Glück
oder
ich
weiß noch nicht wie ich es bezeichnen soll
bei uns tritt ein Fakt
zutage: Wir haben schon viele Bands erlebt, die Kometenhaft da waren und
genauso schnell wieder weg waren. Das ist auch ein normales Ding. Diese Szene
wechselt sich so ca. alle vier Jahre komplett durch. Da wir aber nie so ein
Hypethema waren, nie eine Band die plötzlich ganz, ganz oben an der Spitze
steht, sondern immer eher so
ohne jetzt arrogant klingen zu wollen, der
kulturelle Background der schwarzen Szene, so das Backbone
konnten wir
auch immer existieren und wir können nach wie vor wunderbar existieren.
Dafür sind wir natürlich auch sehr dankbar. Ich denke das hat aber
auch damit zu tun, dass wir uns nie so auf diese Hypesachen einlassen. Wir
hatten einmal den Fehler gemacht bei "Egodram" und danach dann auch ordentlich
dafür bezahlt, weil es ja dann doch nicht besonders gut lief. Da hatten
wir damals viel zu viel Kontrolle abgeben, aber die haben wir uns dann auch
wieder geholt.
GW:
Kann man vielleicht auch sagen, dass gerade ihr und so Bands wie
GOETHES ERBEN und LACRIMOSA mit denen ihr ja damals fast zeitgleich angefangen
haben eine ganz andere Generation von Musikern sind. Vor allem auch vom
Handwerk her.
Bruno:
Natürlich!
GW:
Der ganze Hype heutzutage in der Szene ist ja nun wirklich nicht
mehr anders als bei DSDSS oder so
irgendwas wird schnell hingeschustert,
schnell weg, schnell Erfolg
während bei euch, wie du sagst, eben
der kulturelle Background
Stephan:
Dazu möchte ich jetzt mal was sagen! Der Hype hat damals schon
stattgefunden. Der Hype an sich. Nur war damals die Möglichkeit noch nicht
gegeben so easy wie heute, einfach so einen Computer zu kaufen, ein paar
Programme und irgendwie loszulegen und Musik zu machen. Da musstest du einfach
noch ein bisschen mehr investieren, um es dir überhaupt leisten zu
können und dann musstest du auch einfach noch ein bisschen mehr Ahnung von
Musik haben.
GW: Das meinte ich
mit Handwerk.
Bruno: Ja das ist
ein Punkt! Heutzutage kann im Grunde genommen jeder der mit einer Maus umgehen
auch streng genommen Musik machen.
GW:
Magixx Music Maker.
Bruno:
Ja klar, es ist wirklich so. Ein anderer Punkt ist halt auch die
Tatsache das die Wurzeln, die Ursprünge aus der diese schwarze Szene mal
kam, auch eine handgemachte Musik war. Das Bedürfnis sich mit einem
Instrument in der Hand auszudrücken war in der Zeit wo wir angefangen
haben weitaus größer. Weils das andere alles noch gar nicht gab, wo
du nur vorm Terminal sitzt. Ich meine selbst das Internet gabs da noch nicht.
Damals war man noch nicht gewöhnt dass man wirklich ALLES mit dem Computer
machen kann. Damals war der Computer ne Nische. Und Instrumente waren
große Welten um sich auszudrücken. Wichtig war damals vor allem dass
du was spielen konntest. Und da hast du auch noch die Zeit gehabt zum
Üben, da warst du nicht abgelenkt von
Kain: Arbeit? (Alle lachen) Arbeit gibt's heute
nicht mehr, hä?
Bruno: Da warst
du einfach nicht abgelenkt.
GW:
Also Musiker müssen heute nicht mehr
arbeiten! (Allgemeines Lachen dass an dieser Stelle nicht erklärt
werden muss.)
GW: Welche
Träume und Ziele hat man denn eigentlich nach 17 Jahren
noch?
Bruno: Den Traum das man
weiter machen kann, wie man es bisher gemacht hat. Das ist halt ein Traum der
nach wie vor Spaß macht und sich jeden Tag neu erfüllt. Einfach
weiterhin Musik machen, sich ausdrücken, die Seele rein halten indem man
diesen Schmutz aus sich rausspült
ja und eben noch der sich
ständig erfüllende Traum davon auch noch leben zu können. Was
eine grandiose Sache ist.
GW: Gab
es in diesen siebzehn Jahren eigentlich nicht doch mal den Moment wo ihr gesagt
habt: Jetzt ist Schluss, jetzt macht jeder doch was Anderes?
Stephan: Schluss nie! Zu sagen: Lass uns mal ne
Pause einlegen oder so, ja.
GW:
Ihr seid ja nun auch eine der wenigen Bands, die in dieser langen
Zeit doch recht wenig Nebenprojekte zu laufen haben. Sicherlich ja auch ein
Kompliment an euch, so nach dem Motto: Die Chemie stimmt. Mein Vater pflegt
immer zu sagen, dass man aufhören soll wenn es am Schönsten ist. Das
Problem ist doch aber, dass man erst in der Vergangenheit weiß dass es am
Schönsten war. In der Gegenwart hofft man doch immer, dass es noch
schöner wird.
Bruno: Das
stimmt. Aber gerade bei Musikern wird das an gewisse Erfolgsmomente
geknüpft
GW: Die
definiert man doch aber selber!
Bruno:
Sicher, ja. Aber bei sehr vielen Bands geht's in erster Linie darum,
dass sie jetzt auf einem momentanen Höhepunkt ihrer Karriere sind, Erfolg
im Sinne von vollen Hallen etc
aber das war für uns nie so wirklich
das Tragende. Davon ganz abgesehen hat jeder ja trotzdem seine Bereiche in
denen er sich selbst verwirklicht. Ich produziere ja am laufenden Band
irgendwelche Sachen, da kann ich mich austoben. Und dann gibst für jeden
noch so viele andere Sachen außerhalb von DAS ICH mit denen er sich
beschäftigt. DAS ICH ist einfach unsere Form uns auszudrücken und gut
ist.
GW: Ihr macht es ja einem
Kritiker auch gar nicht so einfach, oder dann wieder doch? Ich habe bei der
neuen CD echt überlegt was ich schreiben soll. Was soll man groß
schreiben? Ist doch fast wie bei MOTÖRHEAD, man schreibt einfach DAS ICH
haben eine neue CD gemacht und gut ist. (Allgemeines Lachen)
Bruno: Cool!
GW:
Man kann diese Äußerung jetzt aber auch provokant
sehen
so nach dem Motto ist ja immer das Selbe. Ich finde aber bei DAS
ICH ist es schon eine gewisse Erwartungshaltung. Großartige
Veränderungen würden die Leute bei Euch doch wohl auch eher
verwirren. Also nimmt man einfach zur Kenntnis dass ihr ein neues Album gemacht
habt und Fall erledigt.
Bruno:
Ja! Klar! Reicht! Ich bin aber trotzdem immer wieder baff was die
Leute in den Rezensionen dann trotzdem immer wieder neu schreiben.
GW: Ist ja genauso bei
Liveauftritten. Klar habt ihr nach den Jahren einen schier
unerschöpflichen Topf aus dem ihr schöpfen könnt. Aber es gibt
ja auch Stimmen die etwas provokant behaupten: DAS ICH einmal live sehen
reicht, es ist gut, aber die spielen eh immer nur so ne Art Best Off Programm.
Bruno: Hmmm
ja, aber das
sind auch so Kriterien über die wir uns gar nicht so wahnsinnig viele
Gedanken machen. Da bin ich aber auch ganz froh drüber, sonst würden
wir irgendwann tatsächlich noch Selbstzweifel kriegen. Letztendlich ist
doch für uns nur wichtig was hinten rauskommt. Das wir uns damit
realisieren können
wir machen nach wie vor unsere Experimente
für uns
die sich oft auch auf sehr subtile Art und Weise
äußern
Ich denke schon das du bestimmte Unterschiede
feststellen kannst zwischen einem Album wie "Antichrist" oder "Lava". Oder von
"Lava" zu "Staub". Insofern glaube ich schon das du nach vollziehen kannst, das
die Leute von der Band in einer bestimmten Zeit etwas Bestimmtes
beschäftigt hat. Letztendlich sagen die Leute ja auch immer das man DAS
ICH gar nicht groß einordnen kann. So nach dem Motto soundsoviel Prozent
WUMPSCUT soviel Prozent DEPECHE MODE
sie sagen immer DAS ICH ist halt
DAS ICH. Das ist ja auch genau das was du gemeint hast
was will man dazu
noch groß sagen? Und das ist eigentlich gut so.
GW: Dann vielleicht doch noch mal kurz zum
neuen Album. Klar sind Veränderungen schon da, aber wie du gesagt hast,
eher subtil. Hier hatte ich den Eindruck dass das Album insgesamt etwas
hmm
kammermusikalischer daherkommt
Bruno: Ja.
GW:
hier und da Piano, leichte Streicher
Bruno: Ja.
GW: Aber nicht im Sinne von Bombast
Bruno: Ja.
GW:
deswegen sage ich kammermusikalisch
Bruno: Ja.
GW:
sondern eher so filigrane Streicher
Bruno: Jaaaa! Das ist
auch genau der Moment der sehr wichtig war. Mit mehr subtilen Klangtupfern zu
arbeiten. Anstelle immer volles Rohr der Megastreicher der einen völlig
wegpustet
sondern auch die Zwischentöne mehr zu etablieren. Es ist
trotzdem glaube ich, für unsere Verhältnisse, ein sehr geradliniges
Album geworden, es strebt nach Vorne. Es kommt inhaltlich sehr viel eher auf
den Punkt. Was ich witzig finde ist, wir waren uns ja von Anfang an einig dass
wir die zwei verschiedenen Alben machen. Da sich die DJs immer beschwert haben,
man könne DAS ICH nicht spielen, weil die Arrangements zu verspielt, zu
komplex sind, dass wäre ja wie Jazz, wie Jazz für Grufties
und
trotzdem ist "Lava" dann ein recht geradliniges, stringentes Album
geworden.
GW: Wie ist eigentlich
die Auswahl wenn ihr jetzt auf die Bühne geht? Mehr der Spaß die
alten Kracher zu spielen, oder doch mal zu sagen, wir haben jetzt ein neues
Album wir müssen jetzt auch die neuen Songs spielen?
Bruno: Ach ja
das mit den neuen Songs vom
neuen Album
das ist bei uns
(hier fängt Bruno an zu
lachen)
Stephan: Das ist bei uns
relativ. Wenn ich mal ganz ehrlich sein darf. Wir sind keine Rockband, wir
haben keinen Probenkeller in dem wir uns einmal die Woche treffen um zu
üben. Das heißt es gibt ein Konzept das wird jedem zur
Verfügung gestellt und dann geht's auf die Bühne. Im Prinzip ist die
Bühne unser Probekeller. Von daher ist es mit neuen Songs bei uns immer
sehr vorsichtig
weil wir versuchen immer erst einen, dann versuchen wir
zwei
dann kommt ein dritter, dann irgendwann kommt noch ein vierter dazu
und dann funktioniert es auch. Und dann reichts auch!
Bruno: Genau dann schmeißen wir sie wieder
raus! (lacht immer noch)
Stephan:
Genau, dann kommt wieder was Altes mit rein und
je nach dem
GW: Das ist ja dass was
Einige dann doch sagen, dass DAS ICH live immer eine Art Best Off Programm
spielen.
Bruno: Ja! Aber wir
haben einmal auf den Herbstnächten das "Morgue" Programm gespielt. Weil es
gar nicht anders ging, das ist eine Gedichtvertonung die kannst du nur am
Stück bringen. Da haben sich die Leute beschwert dass wir keine Klassiker
gespielt haben. Das Problem ist, wenn du so lange existierst dann hast du eben
doch ein paar Klassiker abzuarbeiten und die Leute haben ein Recht darauf diese
zu hören. Und dann ist auch schon das Konzert rum.
Stephan: Es ist ja schon so dass wir im
Großen und Ganzen weil wir ja auch mit der Szene gewachsen sind, da auch
unsere Anfänge haben, so an Ausbrechen, an Jugendkultur, Findung des
Lebensweges
wie auch immer
blablabla
wie du es nennen
willst
und von daher ist es wichtig für uns, mit den Leuten
zusammen das zu machen was die Leute auch wollen. Weil es ja auch ein Teil von
uns ist. Von daher macht es eigentlich kein Problem heute immer noch "Gott ist
tot!" zu spielen.
Bruno: Manchmal
macht es ja auch richtig Spaß alte Kamellen noch mal aufzulegen. Und neu
zu spielen.
Stephan: Das Problem
worüber wir glaube ich sprechen ist, dass du als Musiker unter
Umständen in so ein Loch reinfallen kannst und sagen KANNST: Ich bin so
was von gelangweilt von dem was ich damals gemacht habe, ich kann es einfach
selber nicht mehr hören. Das artet dann auch in so Trotzreaktionen aus. So
nach dem Motto: Ich spiele keine alten Songs mehr. Aber so was hat in dieser
ganzen Sache die wir hier machen gar nichts zu suchen. Du bist nun mal
"Dienstleistender" als Band!! Bruno: Und
wenn's uns selber aufn Sender geht. Dann passiert Folgendes: Dann wird der Song
einfach neu gemacht, neu arrangiert. Da setze ich mich dann halt noch mal ins
Studio und arbeite den Song so lange aus bis ich wieder glücklich bin.
GW:
Das ist auch ein schöner Anspruch und ich denke dass genau
das auch ein Stück DAS ICH aus macht! Eure Ehrlichkeit und diesen Anspruch
"Dienstleistender" zu sein. Das merken die Leute doch schon.
Bruno: Wir haben es in der Hinsicht ja auch gut.
Wir existieren jetzt so lang, wir können auf etwas zurückblicken das
wir aufgebaut haben, wir können davon leben
und sind wir mal
ehrlich
mittlerweile ist auch in dieser "schwarzen Szene" ein
knallharter Wettbewerb! Gerade für junge Bands die neu anfangen
die
haben es knallhart, wenn sie nicht gleich dick auftragen als wären sie die
neuen Götter
dann sind sie halt irgendeine kleine Scheißband
es geht ja nur noch darum das du Positionen auf Festivals bekommst, das
du in Clubs spielen kannst, das du auch mal nen bisschen Geld bekommst, weil du
dir neue Instrumente kaufen willst und ne Bühnenshow machen willst
oder einfach davon leben möchtest. Und genau das ist der Punkt! Deswegen
ist es von uns auch leicht gesagt, dass wir "Dienstleistende" sind! Wir haben
es geschafft und haben unsere Ressourcen auf die wir einfach zurückgreifen
können.
GW: Das ist doch ein
schönes Statement zum Schluss. Dann danke für das Gespräch und
viel Spaß nachher auf der Bühne.
Thomas Sabottka für
GothicWorld
Review:
"Lava: Glut"
www.dasich.de
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