CD-REVIEWS:

Our Flesh Deception    HUMAN DISEASE
"Our Flesh Deception"
CD (Strobelight / Indigo)

Rau ungeschliffen, ja fast schon ursprünglich kommen sie daher die Italiener Human Disease.
Als sogenannte Schwesterband von CHANTS OF MALDOROR ist der Einfluss von "Our Flesh Deception" unhörbar bei THE CHRISTIAN DEATH zu der Zeit als ROZZ WILLIAMS noch unter den Lebenden weilte, zu suchen. Hier mischen sich klagende Gesänge mit enervierenden Drumcomputern, flirrenden Synthies und schwebenden Gitarrenakkorden.
Eine Art Gothic wie sie heute fast nur noch amerikanische Bands al a BELLA MORTE spielen. Ein Grund dieses gleich als "True Goth" zu bezeichnen?
Nun, das wohl nicht.

Denn das Rad wird garantiert nicht neu erfunden, es wird immer schwerer in der Musik noch Innovation zu schaffen, und der Retrotrend somit noch umso verzweifelter. Manch einem mag diese Rückbesinnung auf die Anfangstage gefallen. Andere werden sich eher den moderneren Acts zuwenden. Auf jeden Fall wird damit der Beweis angetreten wie viel sich im sog. "Gothic" in den letzten 25 Jahren verändert hat und wie breitgefächert dieses Genre inzwischen geworden ist.

Und somit haben eine Band wie Human Disease mit ihrem "Vintagesound" durchaus eine Berechtigung und Liebhaber dieser Art von Gothicklängen halten hier ein lohnendes Album in den Händen.

Thomas Sabottka für GOTHICWORLD


Tracklist:

01 - Vial Of Misery
02 - Nativity 33
03 - Gold Flames Of Angels
04 - Artistic Greed (Mourn Jewel)
05 - Even Unblameable (Be Loved)
06 - Mother Sodom (The New Prayer)
07 - Disclosed In Flesh (Sexual Utility)
08 - Petals (pt. 1)
09 - Chimera
10 - As My Ornaments Hide
11 - Vial Of Misery (2nd Version)

www.human-disease.com