CD-REVIEWS:

Glory And Perdition    SEAR BLISS "Glory And Perdition"
CD (Red Stream)

Sear BlissDie fünf Jungs von SEAR BLISS treiben nun schon fast 10 Jahre ihr Unwesen in Ungarn und "Glory And Perdition" ist der bereits sechste Longplayer der melodischen Black Metaller.

Melodisch ist das Album auf jeden Fall, man könnte auch schon fast von Orchesterhaften Black Metal sprechen. Das einbringen eines eher untypischen Instruments, nämlich einer Trombone (Posaune) schafft hier eine ganz besondere und mystische Atmosphäre, die sich doch enorm von anderen Combos aus dem Bereich unterscheidet. Auch wird das Keyboard hier eher dezent eingesetzt und steht nicht zu sehr im Vordergrund. Mehr Wert wird auf elektronische, atmosphärische Samples gelegt und auch durchaus auf ruhige, klangvolle Passagen, wie zum Beispiel bei "Reverie", "Ode To A Dying Star" oder "Lacus Somniorum". Super gelungen finde ich auch "Blood Serenade", der wohl der stimmungsvollste Song auf dem Album ist und von mir aus hätte es ruhig mehr in dieser Richtung geben können. Durchweg kann mich die Platte aber nicht begeistern. Der Gesang ist teilweise einfach zu nervig für meine Ohren und nicht unbedingt herausragend, aber ich konnte mich auch noch nie mit diesem typischen Gekeife und Geröhre anfreunden. Außerdem finde ich das düstere Rum- Geknüppel streckenweise einfach nur langweilig und ermüdend. Wenn ich dann doch sagen muss, das dies die erste Black Metal Scheibe ist, die ich mir in einem Rutsch anhören konnte und das will schon was heißen. Ansonsten sehr solide produziert und durchaus facettenreich gestaltet, aber man muss wohl Fan solcher Musik sein damit man bei dieser Platte in Verzückung gerät. Für mich hat sie halt nur ein paar grandiose Momente und das war es dann auch.


Mariska Krüssel für GOTHICWORLD


Tracks:
01- Birth Of Eternity
Reverie
Night Journey
Glory To Perdition
Two Worlds Collide
Ode To A Dying Star
Shores Of Death
Dreams Spectre
Blood Serenade
Lacus Somniorum


www.searbliss.hu