special:
Dark Mystery Music Nights - 20.11.2004 in Düsseldorf
Das Spectaculum ist wohl jedem Mittelalterfreund ein
Begriff. Veranstalter Gisbert Hiller hatte nun die neue Idee, die im Moment
angesagtesten Spielleute und Mittelalterbands zusammen zu tun und eine kleine
Tour draus zu machen. Insgesamt sieben Termine gab es an verschiedenen Orten.
Die Bandzusammenstellung war meist bei jedem Termin anders, es spielten jeweils
immer 4 Bands, lediglich Subway to Sally spielten nur bei der
Abschlussveranstaltung in Düsseldorf. Ansonsten waren Corvus Corax, Cultus
Ferox, Faun, Saltatio Mortis und Schandmaul in verschiedener Kombination
dabei.
Aufgrund der Einladung von Gisbert Hiller machten wir uns
also am 20.11. auf den Weg Richtung Philipshalle in Düsseldorf. Aufgrund
der eisigen Kälte wartete man lieber vorher im Auto auf den Einlass der
sich verzögerte und organisationstechnisch auch nicht so gelungen war, da
lediglich zwei kleine Törchen geöffnet wurden und alles noch
länger dauerte.
Kurz nach 20 Uhr ertönte dann die Stimme des
Veranstalters aus den Boxen und man hörte etwas über den Ablauf des
Abends. Schade, dass er nicht persönlich auf der Bühne war, das
wäre wohl besser angekommen. Subway To Sally nun nicht mehr als
letzte Band sondern als dritte, danach Corvus Corax. Dann ging es
endlich los. Die Philipshalle war zu gut zwei Dritteln gefüllt und die
Stimmung ging auch durchaus gleich hoch bei Cultus Ferox, auch wenn es
durch die Shirts der Leute den Eindruck machte, als sei die gut die Hälfte
nur wegen Subway To Sally gekommen.
Doch es war erstmal Zeit für eine andere Richtung:
reichlich Dudelsackmusik und Trommeln ertönten durch die Halle in guter
Akustik und Cultus Ferox sorgten sofort für Stimmung. Für
besondere Stimmung bei den Männern sorgten während der Show zwei
hübsche und leichtbekleidete Frauen - die bunten
Schmetterlinge- die mit Feuer spielten. Kam klasse und auch erotisch
rüber bei dunkelblauem Licht sowie im Dunkel der Halle. Überhaupt
eine sehr professionelle Performance und Cultus Ferox heizten ordentlich
ein.
Während der Umbaupause zogen wir los um die versprochenen
Merchandise-Stände aufzusuchen, was nicht so ergiebig war. Es gab den
üblichen Stand mit T-Shirts und das einzige was sonst an Mittelalter
erinnerte war der Met. Schade, der ein oder andere hatte sich doch die
typischen Stände vom Spectaculum gewünscht.
Weiter
gings mit Saltatio Mortis, die einen Kracher nach dem anderen
brachten. Die Philipshalle tobte und hüpfte was das Zeug hielt und es kam
auch einfach ne Menge Stimmung von der Bühne aus. Stimmung und kleinere
Feuerwerke was dann wenn man daneben im Fotograben stand- nicht ganz so
schön, sondern eher heiß war. Von Mea Culpa und
Junges Blut bis Dunkler Engel war wirklich alles dabei,
natürlich durfte auch der Klassiker Eine Insel mit zwei Bergen
nicht fehlen. Höhepunkt dieser Show war sicherlich die Coverversion von
God gave Rock n Roll to you. Saltatio Mortis wissen mit dem
Publikum umzugehen, es so richtig anzuheizen und die Mischung von
Elektroklängen und Mittelaltermusik passt einfach zusammen.
Wiederum Umbaupause und der heimliche Headliner Subway to
Sally kam auf die Bühne, nein sie kamen nicht, sie rockten. Es wurde
gepogt bis zum Umfallen und ein klasse Best-of-Programm mit
Pyroshow geboten. Ob es nun Kleid aus Rosen, Braut und
Bräutigam oder neuere Songs wie 2000 Meilen unterm Meer
und Falscher Heiland waren, Eric und seine Anhänger gaben
alles und auch die Flammenwerfer durften natürlich nicht fehlen. Das
Publikum war nicht mehr zu bremsen und die Stimmung hatte wohl ihren
Höhepunkt erreicht. Nach der Zugabe leerte sich die Halle etwas, obs nun
an der späten Uhrzeit lag und die letzten Verkehrsmittel erreicht werden
mussten oder daran das wirklich viele für Subway to Sally da waren
sei dahingestellt. Der Stimmung tat das keinen Abbruch, bei Corvus Corax
gings noch einmal so richtig rund. Sie sind halt die Könige der
Spielleute und das zu Recht. Unsere Füße wollten uns allerdings
nicht mehr tragen und nach den ersten wirklich guten Songs machen wir uns auf
den Heimweg.
Eine wirklich gelungene
Veranstaltung die allerdings organisatorisch noch verbessert werden
könnte. Hier und da wurde auch Gemecker über den hohen
Preis laut was sicherlich meinungsabhängig ist. Wenn man bedenkt
dass ein Konzert von einer Band heute schon 20 Euro kostet war der
Eintrittspreis sicherlich in Ordnung. Danke für die Einladung an Gisbert
Hiller!
Bericht: Linda
Holzer für GOTHICWORLD
Fotos: Linda und Markus
Holzer
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