CD-REVIEWS:

Motus Animi    UMBRA ET IMAGO "Motus Animi"
CD (Spirit Production / Indigo)

Umbra Et Imago Bei Umbra et Imago ist es irgendwie so: Man hasst sie oder man liebt sie, dazwischen gibt es nichts. Ich für meinen Teil zähle mich eher zur letzteren Gruppe, was mich aber nicht davon abhält ohne Vorurteile an das neue Werk „Motus Animi“ heranzugehen.

Seit dem 31. Januar ist die neue Scheibe im Handel und den ersten fünftausend Stück liegt eine Bonus-DVD mit einem Live-Mitschnitt vom Zillo-Festival sowie anderen Extras dabei. Das Cover – Artwork Ingo Römling- sticht schon ins Auge und ist irgendwie schön anzusehen, zwei Mozart-Gespielinnen die sich grad einem Kuss annähern. Das Photo an sich entstand während der spektakulären Show beim Mera Luna 2004 und wurde dort von einer jungen Fotografin- Daniela Vorndran- geschossen.

Genug vom drumherum- widmen wir uns der Musik. Handelt es sich hierbei doch nicht in dem Sinne um ein neues Album, sondern eher um ein Special-Album mit Special Guests wie Wumpscut, Retrocis, ASP, Atrocity/ Liv Kristine, Monozelle, Dracul, Suicide Comando und Peter Heppner. Geballte Mischung. Remixe vom Album Memento Mori sowie Cover Versionen werden hier geboten und auch den neuen Song „Stalker“ finden wir hier, den wir ja bereits auf der Tour hören durften.

Es beginnt geradezu majestätisch mit einer Neueinspielung des „Funeral March For Queen Mary“, was recht pompös wirkt. Käme sicher gut auf einer Bühne als Intro, wirkt jetzt hier als Intro etwas deplaziert wie ich finde.

Da gefällt mir die – von Umbra et Imago - nochmals neu eingespielte Version von „Hörst Du mein Rufen“ schon viel besser. Saubere Gitarrenriffs und harte Klänge. Peter Heppners helle Stimme passt sehr gut zu Mozarts Tieflage und die Kombination ist astrein. Mein Favorit auf dem Album. Den Song findet man dann noch einmal auf dem Album als Retrosic Remix und Wumpscut Remix, was vielleicht etwas zu viel des Guten ist. Songs haben Umbra et Imago doch nach 14 Jahren Bandgeschichte genug, auf der Memento Mori sind auch genügend, warum dann hier drei Mal der gleiche? Die beiden anderen Remixe sind elektronischer gehalten, wobei der Wumpscut Remix mir da eher gefällt, da er stark in die EBM Schiene geht.

„Sagt Nein“ gibt es hier als Monozelle Remix, kommt mit harten Tönen und wirkt eher monoton als aufregend. Recht abwechslungsreich dagegen der Dracul Mix von „Lieber Gott“ der sich mit harten und schnellen Bässen in den Körper zu brennen scheint. Sehr eingängiger und klasse Mix der hier auch wieder mit Peter Heppner geboten wird.

Highlight sicherlich der neue Track „Stalker“ der textlich mal in eine andere Richtung geht, aber musikmässig im Umbra et Imago- Stil gehalten ist. Kam auf dem Konzert schon gut und jetzt nach intensiverem Hören bin ich noch mehr davon angetan. Sehr guter Text der die Thematik gut trifft.

ASP-Fans kennen sicher den Song „Kokon“ und hier findet sich eine auch sehr gute Coverversion von Umbra. Im Gegenzug dazu gibt es die ASP-Version von „Sweet Gwendoline“ die gewöhnungsbedürftig ist. Irgendwie passen die Töne nicht so ganz zusammen und einige scheinen irgendwie überflüssig. Was mir an der Version allerdings gefällt ist das der Text hier gesprochen und nicht gesungen wird.

Für hartgesottene Fans ist dieses Album sicherlich zu empfehlen, durchaus wieder eine Entwicklung von Umbra et Imago, aber für „Einsteiger“ wären sicherlich die Originalversionen geeigneter. Trotz alle dem eine interessante Idee anstelle eines normalen Best-of Albums so ein Album herauszubringen und das noch mit einer recht gut ausgestatteten DVD zu kombinieren.


Linda Holzer für GOTHICWORLD


Tracklist:
01.Intro (Funeral March For Queen Mary)
02.Hörst Du Mein Rufen (Version 2005)
03.Sagt Nein (monozelle mix)
04.Stalker
05.Lieber Gott (Dracul Remix)
06.Kokon (Umbra et Imago Version)
07.Hörst Du Mein Rufen (Retrosic Remix)
08.Sweet Gwendoline (ASP Version)
09.Ein Letztes Mal (Leaves Eyes Remix/ Version)
10.Hörst Du Mein Rufen (:Wumpscut: Remix)
11.Stalker (Birkenbeil Remix)
12.Hörst Du Mein Rufen (Suicide Commando vs. Diskonnekted Mix)

www.umbraetimago.de