CD-REVIEWS:

Paradise Lost    PARADISE LOST "Paradise Lost"
CD (Supersonoc / BMG)

Nach einigen Jahren des Durchhängens haben Paradise Lost sich bereits mit ihrem letzten Album „Symbol Of Life“ wieder eines besseren besonnen und diese Aufwärtstendenz in Sachen Songwriting und Rückbesinnung zu ihren musikalischen Wurzeln hält auf „Paradise Lost“ an.

Vergessen sind die elektronischen Experimente, denn auf „Paradise Lost“ haben die Gitarren wieder das Szepter fest in die Hand genommen und erinnern und orientieren sich an den musikalischen Grosstaten des britischen Goth Metal-Urgesteins wie „Icon“ oder „Draonian Times“, ohne jedoch ganz an deren Qualitäten heranzureichen. Doch alleine die Tatsache, dass die Briten überhaupt noch in der Lage sind Gothic Metal in dieser Intensität und dieser Klasse zu produzieren spricht für sich, wobei Songs wie „Over The Madnes“ oder „Grey“ wirklich mit zum besten gehören, was Paradise Lost seit Jahren auf Tonträger gebannt haben. Auffällig ist zudem, dass die Gitarren einen deutlichen Goth-Anstrich bekommen haben und die Keyboards ausschliesslich zur atmosphärischen Untermalung dienen und keine tragende Funktion innerhalb der Songs mehr geniessen.

Nick Holmes ist im Laufe der Jahre zu einem wirklichen Sänger gereift, auch wenn man sich manchmal etwas mehr Dramatik in seiner Stimme und etwas prägnantere Melodiebögen wünschen würde. Dennoch, Paradise Lost haben die Kurve rechtzeitig bekommen und beweisen weiterhin eine stark ansteigende Form. Das ist mir acht dicke Punkte wert.


Michael Kuhlen (OBLIVEON) für GOTHICWORLD


Tracklist:
1. Don't Belong
2. Close Your Eyes
3. Grey
4. Redshift
5. Forever After
6. Sun Fading
7. Laws Of Cause
8. All You Leave Behind
9. Accept The Pain
10. Shine
11. Spirit
12. Over The Madness
13. Don't Belong (String Dub Mix) *
14. Over The Madness (String Dub Mix) *
15. Forever After - Video *

* Bonusmaterial auf der Limited Edition


www.paradiselost.de