CD-REVIEWS:
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MORTAL LOVE
"I Have Lost..." CD (Massacre Records) |
Mit "I Have Lost..."
legen die Norweger von MORTAL LOVE ihr zweites Album vor. Das Cover
ziert die Frontfrau Cat, die gar traurig und leidend dreinblickt, eigentlich
sehr passend zur Musik, denn beim Gothic Metal wird ja immer sehr gelitten.
Seufz! Was hat sie nur verloren, fragt man sich? Ihren Glauben an das Leben, an
die Liebe oder einfach nur ihre Geldbörse?
Auf jeden Fall ist die
singende Frauenzunft in dieser Sparte grad super angesagt, aber irgendwie
klingen sie doch alle immer ein wenig wie LACUNA COIL und WITHIN TEMPTATION und
auch bei dieser Band ist dies nicht ganz von der Hand zu weisen. So haben es
Bands wie MORTAL LOVE natürlich sehr schwer, wenn sie sich nicht
total abheben und aus der Reihe tanzen, und müssen sich dem Vergleich
stellen. Zugute halten muss man hier, dass der Gesang doch recht angenehm ist,
auch wenn man sich des Öfteren an Sharon den Adel erinnert fühlt.
Hier wird nicht ganz so arienhaft geträllert, was meine Nerven dankbar zur
Kenntnis nehmen. Allerdings wird man vom krächzig gesungenen Intro im
BJÖRK- Stil beim ersten Song erst mal richtig verschreckt, dass hätte
man sich doch lieber sparen sollen. Ansonsten ist "Existence" ein wirklich
guter Song und hat durchaus Hitpotenzial. Sehr abwechslungsreich von der
Songstruktur, mal seichtes Pianogeklimper, dann wummernde Gitarren. Auch der
zweite Song "Serenity" steht dem in Nichts nach, kurz, knackig, tanzbar, flott,
schöne Keyboarduntermalung, krachige Gitarren, verzerrter
Männergesang im Hintergrund. Alles gar nicht so schlecht, nur hat man
hierbei anscheinend schon sein ganzes Pulver verschossen, denn ab dem dritten
Song geht's dann doch steil bergab. Die folgenden Titel klingen so
dermaßen gleich, dass sich bis Mitte der Platte schon die Langeweile
einschleicht. Dennoch ist man die ganze Zeit noch guter Hoffnung, wird aber bis
zum Ende der Scheibe bitter enttäuscht. Sehr Schade, ich mag eigentlich
Gothic Metal, aber was bringt mir ein melancholischer Schmachtfetzen nach dem
Anderen, wenn sich die Stücke nicht voneinander abheben. Gleiche Struktur,
gleiches Tempo, gleicher Gesang, da ist man leider sehr versucht zwischendurch
einfach abzuschalten. Da nützt ein guter Anfang auch nichts, die Kunst
liegt darin den Hörer über die ganze Länge bei der Stange zu
halten und das schaffen die Norweger nun mal nicht.
Mit "I Have
Lost
" können MORTAL LOVE wahrlich keinen Preis für
Kreativität gewinnen und schaffen es schon gar nicht, aus der breiten
Masse herauszustechen. Die Musik ist zwar nett und tut keinem weh, aber das war
es dann auch schon. Anspruchslose Hörer, die weibliche Stimmen im Gothic
Metal Sektor bevorzugen, können mit dieser CD allerdings nichts falsch
machen.
Mariska
Krüssel für GOTHICWORLD
Tracklist:
01- Existence
02- Serenity 03- Spine 04- Adoration 05- Senses 06- Empathy
07- Reality 08- Sanity 09- Identity 10- Hope 11- Memory
12- Everything
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