CD-REVIEWS:

The Perversion Of Humanity    NEKROPOLIS
"The Perversion Of Humanity"
CD (Eigenvertrieb)

NekropolisNach 2 veröffentlichten Demoalben aus den Jahren 2000 und 2001 starten die Schweizer Metaller NEKROPOLIS nun mit ihrer Debut CD "The Perversion Of Humanity" voll durch. Die Band selbst versteht ihre Musik als eine Mischung aus Black/Deathmetal und zeitlich angepasster Musik (ein Hauch Prog, eine Prise Goove und ein wenig Gothic Metal). Die Gesangsparts bestehen aus Duellen zwischen Basser/Vocalist Reto Wittwer und Vocalist Marc Steiner, wobei Reto die tiefen Death Metal Growls übernimmt und Marc die höheren Kreisch-Gesangslinien.

Ganze 13 Tracks und über 50 Minuten Spielzeit bietet "The Perversion Of Humanity", die sich in dunklen aber trotzdem melodischen Gefilden bewegt und von einem ziemlich treibenden Drumsound dominiert wird. Synthie-technisch bringt Keyboarder Beni Weber eine gekonnte Untermalung mit düsteren Endzeitklängen in die Songs, die äußerst gut zu den abgehackten Gitarrenriffs passen. "Nocturnus Aeternus", der erste Song der CD beginnt atmosphärisch mit einem Keyboardintro, dass eine perfekte Einleitung für Track 2 "The Perverted Ideology" bildet, der mit grandiosem Schlagzeuggeknüppe! l überzeugt. "One Day In Hell" verfügt über einen Refrain der zum Mitschreien geradezu einlädt und ist zum Moshen wie geschaffen. "Memories" glänzt mit melodischen Gitarren, während der letzte Titel "Shadows Of Profanity" sehr gothic-lastig und aggressiv daherkommt und hier neben "The Perverted Ideology" und "One Day In Hell" als Anspieltipp genannt werden soll. Lässt man die Scheibe nach Titel 13 noch ca. 1 Minute weiterlaufen, gibts als Outro noch ein äußerst melancholisches Pianostück mit weiblichem Sprechgesang.

Die Musik von NEKROPOLIS rangiert verstärkt im Midtempobereich, die Produktion ist eindeutig fett und die Jungs beherrschen ihre Instrumente ohne Frage. Leider erschliesst sich bei "The Perversion Of Humanity" der Wiedererkennungswert verschiedener Tracks erst nach mehrmaligem Hören, was den ein oder anderen Hörer vielleicht enttäuschen mag. Ein gelungener Einstieg in die Schwarz- und Todesmetallische Szene ist den fünf Eidgenossen mit ihrer Debutscheibe aber auf jeden Fall gelungen!


Ursula Kohl für GOTHICWORLD


Tracklist:

1. Nocturnus Aeternus
2. The Perverted Ideology
3. Aeons Of Technology
4. One Day In Hell
5. Misanthropy
6. Organ Removement
7. Mental Abuse
8. Bloody Bastards
9. Worship Of Devotion
10. The Heretic
11. Damnation
12. Memories
13. Shadows Of Profanity


www.nekropolis.ch