Pre-Listening-Report:
THE BLOODLINE - "The
Breed" 26.01.2002 AUDIO ARTS STUDIOS,
Aichtal
Es ist immer ein
schönes Feeling, einer ersten öffentlichen Aufführung eines
neuen Musikwerkes bewohnen zu dürfen und im erlesenen Kreis geladener
Fachpresse zusammen mit den stolzen Gastgebern in allgemeiner Andacht den neuen
Klängen zu lauschen. Besonders wenn es sich wie in diesem Fall um so
wirklich nette Gastgeber wie Roman Schönsee und Kemi Vita handelt, die in
gemütlicher Studioathmosphäre in Aichtal unweit von Stuttgart am
26.01.2002 erstmals ihre neues THE BLOODLINE-Album "The Breed" vorstellten.
THE BLOODLINE ist nicht das einzige Bandprojekt von
Roman und Kemi, vielen sind die beiden auch als THE DREAMSIDE bekannt und beide
waren letztes Jahr am SILKE BISCHOFF-Album "Phoenix From The Flames"
beteiligt. Während THE DREAMSIDE bisher ihre hauptsächliche Band im
Bereich Gothic und Dark Wave darstellte, war THE BLOODLINE Romans Sideprojekt,
bei dem er sich mit härterem gitarrenlastigem Metal und bitterbösen
Grunzgesang austobe. Auf dem Debütalbum "Opium Hearts" aus dem
Jahre 2000 bestritt Roman neben dem Gesang fast alle Instrumente im Alleingang.
Nur der Bass wurde damals von der THE DREAMSIDE-Sängerin Kemi Vita
geschlagen.
Bei dem aktuellen Output verhält sich das etwas
anders. Kemi übernahm auf "The Breed" den Part der weiblichen Vocals und
mit Sebastian Brauchele fand die Band einen festen Drummer. Einige
Gitarrenparts wurden von Volker Buchele (GATHERING OF OBSCURITY) eingespielt
und live wird THE BLOODLINE außerdem von Oliver Zillich (THE BLUE SEASON)
unterstützt. Aus dem ehmaligen Sideprojekt ist also eine richtige Band
geworden. Und die erste Begegnung mit "The Breed" stellte sich
für alle Beteiligten sichtlich als eine ebenso unerwartete wie
beeindruckende Klangreise in einen musikgewaltigen Metalepos dar. Gleich beim
Opener "At The Waters Of Lethe" zeigen sich die Qualitäten, wenn
nach straighten, fordernden Gitarrenriffs Romans Teufelsgrunts mit der
göttlichen Stimme von Kemi sich ein packendes Gesangsduell liefert.
Straight und vielschichtig zugleich, klingt der Refrain weiter im Ohr. Schnell
wird klar, daß Fans von stur dahinknüppleldem Metal hier vergeblich
auf Absolution warten. Die folgenden Stücke gehen in klangtechnisch
raffiniert gestalteten Klangebilden ineinander über und somit verschmelzen
die Songs zu einem höllischen Soundtrack, der uns mal mit wildem Galopp
mitreißt und uns mal mit betörenden Stimmen und Klängen wie in
Trance hinabsaugt in den Schlund atemberaubender Klänge. Computerbeats
peitschen das Gehör und transformieren mit echten Drums und bretterharten
Gitarren zu rockigen Ausflügen auf Drachenflügeln, begleitet durch
majestätische Keyboardgebilde empor in den Nachthimmel um im nächsten
Moment wieder überraschend ins Bodenlose zu fallen und bei der
abschließenden Metal-Hymne "Ocean Of Flames" endgültig im
gewaltigen Sound zu verbrennen ...
Ich
könnte jetzt noch stundenlang so weitermachen, aber nach dem ersten
Durchlauf des kompletten Albums verriet ein Blick ins Gesicht der im engen
Regieraum Anwesenden, daß hier alle den gleichen Flug genommen hatten und
keiner da war, der die Reise nicht genossen hätte.
Dem konnte auch
ein Felix Flaucher von SILKE BISCHOFF, der Romans Werk an diesem Abend zum
ersten Mal in seinem vollen Ausmaß genoß nur begeistert zustimmen.
Das soll was heißen, will ich meinen!
Release dieses Prachtalbums
war von SERENADES/LAST EPISODE zunächst ja auf Februar 2002 angepeilt. Da
das Label zur Zeit sich allerdings etwas umstrukturiert, wird "The
Breed", wie auch die anstehenden Veröffentlichungen von GARDENS OF
GEHENNA und AD INFERNA wohl erst April / Mai erhältlich sein. Wir halten
Euch auf dem Laufenden.
Sir Ritchie für die
GOTHICWORLD
"The
Breed"-Tracklist:
01 - At The Waters Of Lethe 02 - Final Journey
03 - Opium Hearts 04 - Of A False And Fallen Faith 05 - Remember
06 - Abandon All Hope 07 - I Think We Simply Fall 08 - Forsaken
09 - Ocean Of Flames
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zum CD-Review "Opium
Hearts"
Kontakt: THE
DREAMSIDE / THE BLOODLINE http://www.dreamside.nl
Cover und Bandphotos von
Rainer Langer |
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