CD-REVIEWS:
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CULT OF
LUNA: "The Beyond" CD (Earache)
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Ein Hammerteil, soviel vorweg. CULT OF LUNA, sechs
Schweden aus der tiefsten Provinz, aus Umea, von da wo sich Elch und Bär
gute Nacht sagen, weit weg von Stockholm und Göteborg
Hervorgegangen aus der Hardcore-Band Eclipse. Sänger Klas Rydberg,
zwei Gitarristen, Johannes Persson und Erik Olofsson, Drummer Marco
Hildén, Bassist Andreas Johansson und Magnus Lindberg an den Samples.
Ein Sound von einer Wucht, die jeden Zwei-Zentner-Mann problemlos umwirft.
Emotional, hasserfüllt, zerbrechlich. Wenn hier überhaupt eine
Referenz möglich ist, dann maximal Neurosis.
Ultrafette Gitarren,
ein stampfendes Monster, Brüllgesang aus den Tiefen des Körpers, ein
flatternder Bass, ein treibendes Schlagzeug. Hau drauf-Passagen gefolgt von
psychedelisch anmutenden Schwelgereien. Kurze Verschnaufpause, bevor man erneut
umgerannt wird. Wenn man überlegt, dass das erst CULT OF LUNA's
zweite Platte ist, fragt man sich, was da noch kommen soll.
Natürlich ist "The Beyond" nicht jedem zu empfehlen. Wer
mit Gitarren nichts anfangen kann, ist hier fehl am Platze. Auch sollte das
Bedürfnis nach "richtigem", harmonischem Gesang nicht allzu groß
sein. Wer darüber hinaus auf Musik steht, der man von der ersten bis zur
letzten Minute anhört, dass ihre Protagonisten Überzeugungstäter
sind und statt auf Groupies zu spekulieren lieber konsequent ihren eigenen
Visionen folgen, der ist hier richtig. CULT OF LUNA ist keine leichte
Kost, will es auch gar nicht sein. "The Beyond" zu entdecken lohnt sich
auf jeden Fall, wobei Freunde von Hardcore und härteren Metal-Spielarten
(also nicht Bon Jovi & Co.) sicher einfacher Zugang finden werden.
disorder (debil - das Magazin für neue deutsche Lightkultur)
für GOTHICWORLD
"The Beyond": 01 - Inside Fort Meade 02 -
Reciever 03 - Genesis 04 - The Watchtower 05 - Circle 06 -
Arival 07 - Leash 08 - Clones 09 - Deliverance 10 -
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