Live-Review: IN EXTREMO "Feuer, Rauch und Schweiß" 29.12.2002 Stahlwerk,
Düsseldorf
Um es vorweg zu
nehmen: Es war schweinevoll!!! Ich weiß nicht wie viele Leute ins
Stahlwerk (unten in die Halle!) so rein passen, aber über 1000 doch
bestimmt. Und sie waren alle da!
Zum Schluss stand ich ganz am Ende,
also eher am Anfang, da wo der Eingang zur Halle ist, um halbwegs Luft zu
kriegen und versuchte die Massen zu überblicken. Der Schweiß
schien fast von der Decke zu tropfen, so ähnlich wie der Regen
draußen, der eine lange Schlange von Wartenden schon seit Stunden total
durchnässt hatte. Feucht und warm also.
Die Vorband BIG JIM
war musikalisch mit ihrer eher poppigen Variante des JESUS AND MARY CHAIN
Sounds vielleicht nicht ganz so passend. Aber sie wurden gut aufgenommen!
Immerhin gaben sich die drei Jungs Mühe, pendelten gut ausgewogen zwischen
softiger Schmusestimme und harten Gitarren. Nach einer kurzen Verschnaufpause
betraten dann, mit einem gewohnt lauten Knall, der von Klaus Kinskie
gesprochenen Anklage gegen alle Kritiker, geschrieben von Villon, unser aller
Lieblings Mittelalter-Rock-Barden IN EXTREMO die Bühne. Was soll man
sagen?
Vor einem Publikum in dem so ziemlich alles
vertreten war, was der Ruhrpott so hergibt, vom Gothic, über
Mittelalterfreaks und dicken, alten Rockern mit IRON MAIDEN Aufnähern, den
Prolls vom Duisburger Getränkebüdchen... Vor diesem gemischten und
vor allem lauten und sehr zahlreichen Publikum entfachten die Jungs aus Berlin
ein Feuerwerk aus guten alten Songs wie "Vollmond", "Still die Gier", "Herr
Wanderly" aber auch Stücken von der bald erscheinenden neuen CD wie
"Küss mich".
Wieder einmal stellten IN EXTREMO unter Beweis, das
sie zu den besten Livebands gehören die es zur Zeit gibt. Laut und
energiegeladen, schwitzend und gutgelaunt, tanzten sie zu dritt mit
Dudelsäcken bewaffnet um den Sänger herum, während die
E-Gitarren schrammelten und das Drumset dröhnte. Rockig, balladenhaft, so
rau und schmutzig wie das Mittelalter vielleicht wirklich war. Gute Musik zum
Mitsingen, Bier trinken, schunkeln oder auch laut gröhlen.
Es war
laut! Es war heiß! Es war voll! Es war gut!!! Und für alle wie
ich, die zu Sylvester keine Raketen abschießen, gab's dann zwei Tage
davor, von der Bühne die eine oder andere Flammenfontäne,
Konfettikanone und lauten Knall! Mehr von solchen Konzerten!!!
Thomas Sabottka für
GOTHICWORLD
www.inextremo.de
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