CD-REVIEWS:
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L.MINYGWAL:
"E'er" CD (Virusworx Records)
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Was im Titel und in der Namensgebung schon seltsam klingt, wird
beim Hören noch mysteriöser.
Wie soll man diese Musik
beschreiben? Aus Gitarren, Bass, Harfe, Cello, Drums, Samples, weiblichem
Gesang und flüsternden Sprachfetzten erschaffen die drei Musiker eine
fremde, fast beängstigende Welt, welche sich irgendwo zwischen Industrial
und Heavy Metal bewegt. Aber auch wieder nicht.
Nach dem ersten
Hören läßt "E'er" einen völlig verstört und
verlassen zurück, so als hätte man den Hörer in einen mit
surrealistischen Bildern geschmückten und ansonsten leeren Raum
zurück gelassen. Doch geht man das Risiko ein und betritt diesen Raum,
diese seltsame Welt von L.MINYGWAL erneut, lässt sich darauf ein,
entfaltet sich ein wunderbares, faszinierendes und geheimnisvolles Stück
Musik. Trotz der oben genannten Bestandteile, welche keine treffende
Beschreibung sein können, nur ein verzweifelter Versuch, bewegt sich die
Musik in eher ruhigen Bahnen. Die fremden, lärmenden Elemente werden
fließend und fast psychedelisch zusammengefügt, schweben in ihrer
Kompliziertheit dahin und können vielleicht eher mit den geheimnisvollen
Klanginstallationen von COIL verglichen werden. Die es gleichermaßen
schafften, aus verstörenden Elementen, fast schöne Melodien zu
zaubern.
Hier scheint für mich auch der einzige Ansatzpunkt zu
sein, sich der Musik von L.MINYGWAL zu nähern. Ein atonales,
experimentelles, komplexes Kunstwerk das mit all den schon genannten (und noch
viel mehr) Elementen etwas schafft, das den Beweis antritt, dass man
gelegentlich auch noch belohnt wird wenn man sich auf Experimente
einlässt. Interessant! Nichts für den kleinen Hunger
zwischendurch. Mehr eine fast tiefenpsychologische Erfahrung und da Kiffen
ja beinahe legal ist........
Thomas Sabottka für
GOTHICWORLD
"E'er":
01 - alg.ey 02 - i excessiv-ly read my
letters 03 - frantic-ly and memorize'em 04 - manic-ly 05 - izs 06 -
r'seno-keé 07 - wakarimasen
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Kontakt:
www.lminygwal.de |
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