CD-REVIEWS:

Leid    ANUBIZ:
"Leid" CD (Eigenvertrieb)
     

AnubizWenn melancholische Klaviermelodien auf harte, nicht allzu brutale Gitarren treffen. Eine tiefe, männliche Stimme die Basis für einen opernhaften, weiblichen Gesang bildet. Dann nennt man dies wohl spätestens seit Theatre Of Tragedy Gothicmetal.

Ich weiß, Vergleiche tun immer weh. Aber in diesem Fall ist es nicht bös' gemeint. Die Truppe mit dem anders geschriebenen Namen des schakalköpfigen, ägyptischen Totengottes (nicht zu Verwechseln mit den ANUBIS vom GWT 2000 und dem ENTARTET-Festival 2002!), kann man getrost als legitime Erben von Liv Kristine und ihren Mannen bezeichnen. Allen die den Zeiten der ersten beiden Scheiben vom tragischen Theater nachtrauern, bieten ANUBIZ mit ihrer vorliegenden Eigenproduktion "Leid" genau das Richtige. Kurz und schmerzlos, nicht aufgesetzt und sauber produziert fällt Eines ganz besonders ins Ohr. ANUBIZ singen deutsch. Das dürfte besonders all jenen gefallen, die sich in den einschlägigen Tanztempeln immer noch sehnsüchtig zum "Tanz der Schatten" wiegen. Auch ANUBIZ singen von Tod, Trauer, Schmerz und Liebe, alles eben in jenen Bahnen die man mit oben genannter Schublade umschreibt.

Kein Meisterwerk. Aber eine kleine, feine, durchaus gut gemachte Platte die ihren Reiz hat. Wäre schön von dieser Truppe in Zukunft noch mehr zu hören.

Thomas Sabottka für GOTHICWORLD


"Leid"-Tracklist:
01. Narben
02. Mein letzter Weg
03. Epidemic
04. Spiel mit mir
05. Totenzimmer
06. Ein leerer Blick
07. Elenor 1
     Kontakt:
www.anubiz.de

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