CD-REVIEWS:
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ASP:
"Weltunter (Komm zu mir)" EP (Trisol / EFA)
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Nachdem ASP im letzten Jahr
hauptsächlich tourtechnisch mit UMBRA ET IMAGO erfolgreich unterwegs
gewesen ist und nur die Remix-EP "Zusammenkunft" veröffentlichte,
wollte man sich fürs dritte Album etwas mehr Zeit nehmen. Doch
natürlich steht für Frühjahr 2003 schon wieder eine ausgiebige
Tour (mit L'AME IMMORTELLE) an und so will man die wachsende Fangemeinde schon
jetzt mit einem kleinen Vorgeschack auf zukünftiges Werkeln
beglücken.
Die Messlatte für einen ASP-Kracher hat sich
die Truppe mit "Sing Child" und "Und Wir Tanzten..." von ihrem
Debutalbum selber recht hoch gelegt. So hoch, daß das Folgealbum
":Duett" für viele kaum eine Steigerung war. Mit "Weltunter
(komm zu mir)" ist den Frankfurter Überfliegern allerdings mal wieder
ein echter Aufhorcher gelungen.
Nach den ASP-typischen
Sequencer- und Choreinleitung explodiert das Weltuntergangs-Energiebündel
unversehens mit treibenden Groove und Gitarrenattacken zu einem treibenden
Ohrwurm der Laune in die dunklen Tanztempel bringen wird. Klar, die
Aufforderung im Text ist unmißverständlich und dieser werden die
Tanzfreudigen unter uns sicher gerne Folgeleisten. Bei dieser Hookline wird mit
Sicherheit auch vor der Bühne die Kuh fliegen. Sex and Goth and Rock'n
Roll!
Wie gewohnt lassen ASP sich nicht lumpen und
bieten neben der Albumversion und dem Radio-Edit mit insgesamt knapp 40 Minuten
wieder mal viel gute Musik fürs Geld. So gibt es nochmal die UMBRA ET
IMAGO-Coverversion von "Milk" in einer Club Short Version und drei
weitere Remixe von "Weltunter". Zunächst haben BLUTENGEL eine etwas
getragenere Version mit weiblichen Gesang, viel Klavier und Strings-Phatos,
aber auch harschen Sequenzerbeats gezaubert und anschließend wird die
Nummer von PSYCHBITCH durch den Industrial-Reißwolf gedreht.
SERO.OVERDOSE wiederum lassen den Song mit futurepopigen Techno- und
Trancesounds abfliegen. Also auch hier für jeden Geschmack was
dabei. Nun ist die Single aber immer noch nicht vorbei. Mit
"Inchtomania" zollen ASP den schmerzlich vermissten THE
INCHTABOKATABLES ihren Tribut und mit "The Fields of Athenry" liefert
der ASP-Männergesangverein, der demnächst auch unter dem Namen
KERBEROS umtriebig werden will, ein vierminüteiges sattes A Capella ab.
ASP verstehen in allen Belangen zu überzeugen, ein
potenzieller Szenehit mit hohem Kult- und Suchtfaktor, vielfältigen
Remix-Variationen und weitere interessante musikalische Zugaben, alles nett
verpackt im edlen Digipack. Ja hammer denn immer no
Woihnochten??!!
Sir
Ritchie für GOTHICWORLD
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