CD-REVIEWS:

Damnation And A Day    CRADLE OF FILTH:
"Damnation And A Day"
CD (Sony Music)

Cradle of FilthBrüder und Schwestern, reißt die Kreuze von den Wänden, holt dass Knoblauch raus, zapft das Weihwasser. "Damnation and a Day" steht vor den Toren uns zu holen und das Pandämonium auf Erden zu errichten ...
Spaß beiseite.

3 Jahre lang ließen die Herren Filth & Co. auf sich warten und quälten uns nach dem eher mittelmäßigen "Midian" mit EP´s, Remixen und ähnlichem. Zwischendurch verließen einige Mitglieder die Band, dann wieder doch nicht, zuletzt ist nun auch das letzte Ur-Mitglied neben Dani Filth Gian Pyres vom Cradle Schiff abgesprungen. Allerdings scheint die nun endgültige Trennung von allen "alten Zöpfen" der Band wesentlich gut getan zu haben. Besonders die Gitarrenaxt Fraktion lebt deutlich auf. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Mit dem (finanzstarken) Major Label EPIC im Rücken ließen sich die Herren nicht lumpen und heuerten ein 40 Köpfe starkes Orchester und ein 38 Köpfe starken Ungarischen Chor an und spannten diese vor den bislang besten und klarsten Cradle Sound den die gepiercten Ohren vernehmen dürfen. Unmöglich das Album als ganzen nebenbei zu beschreiben picke ich ein paar schwarzen Perlen heraus.


"A Bruise Upon The Silent Moon"
Das typische Cradle Intro, Filmmusik reif und ein erster Vorgeschmack auf den Chor samt Orchester…

"The Promise Of Fever"
Hyperschnell eröffnet die gekonnte Raserei die Pförten zur Hölle. Erstaunlich Facettenreich und unerwartet extrem Gitarrenorientiert ballert die Band samt Chor los, das die lieben Engel sich wohl vom Himmel fallen.

"An Enemy Led The Tempest"
Der erste Hit des Albums und man fällt unweigerlich auf die Knie. Von einem treibenden Gitarrensound durchzogen, nimmt die Band Dich mit in sämtliche Höhen und Tiefen. Überschnelle Nackenbrecher, stampfender Death Metal und mystische Keyboardparts. Mal kreischend, mal mit der typischen Grabesstimme predigt Dani seine dunklen Texte.

"Damned In Any Language"
Erste Verschnaufpause. Ein kurzes, knackiges Synthiestück mitsamt einer kleinen Vorlesung aus der Offenbarung des Johannes…

"Better To Reign In Hell"
DER Hit des Albums und todsicher eine Singleauskoppelung samt Video. Wieder wirkt die Gitarrenfraktion wie befreit und dominiert durch hymnische Gitarrenläufe und harten punkigen Einlagen mit Ohrwurm, ja richtig gehört, Ohrwurm Charakter. Mit Sicherheit wird der Song der neue Hit auf den Konzerten und dürfte die eh schon tödlichen Cradle Moshpits zum platzen bringen.


"Damnation and a day" bringt CRADLE OF FILTH wieder auf den Erfolgsweg zurück und dürfte als das bisher stärkstes Werk angesehen werden. Die Rohheit der Anfangstage, die musikalische Brillanz von "Dusk…and her embrace" mit der Mörderproduktion "Midians" ergeben ein tödliches Gemisch, dem niemand widerstehen kann…


Alexander Treder für GOTHICWORLD


"Damnation And A Day":
01. A Bruise Upon The Silent Moon
02. The Promise Of Fever
03. Hurt And Virtue
04. An Enemy Led The Tempest
05. Damned In Any Language ( A Plague On Words)
06. Better To Reign In Hell
07. Serpent Tongue
08. Carrion
09. The Mordant Liquor Of Tears
10. Presents From The Poison-Hearted
11. Doberman Pharaoh
12. Babalon A.D. (So Glad For The Madness)
13. A Scarlet Witch Lit The Season
14. Mannequin
15. Thank God For The Suffering
16. The Smoke Of Her Burning
17. End Of Daze
     Kontakt:

www.cradleoffilth.com

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