Konzertbericht &
Interview:
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ORKUS & THE GOTHICWORLD
präsentierten:
JANUS &
PERSEPHONE auf Winterreise 23.03. Frankfurt, Ikonen-Museum
Eigentlich
ist der Name anbetracht der Temperaturen im März nicht mehr so richtig
passend, aber diese ungewöhnliche Konzertreise von JANUS und PERSEPHONE
war schon lange geplant und ließ sich in dieser Form nur mit etwas
Verspätung realisieren. Schließlich sollte alles stimmen, feierliche
Locations in stilvoller Burg-Ambiente und die Musik, absolut akustisch und
rein, wie frischer Schnee auf treibenden Blütenknospen.
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Wer JANUS schon einmal live erlebt hat, zuletzt
zum Beispiel auf der ZUSAMMENKUNFT im Dezember mit L'AME IMMORTELLE und ASP in
der Frankfurter Batschlapp, der weiß welch ein energiegeladenes,
schweißtreibendes Ereignis der Auftritt der Hüter der "Schlafenden
Hunden" normalerweise ist. Aber Masterminds RIG (Gesang) und Tobias Hahn
(Programming) reizte einfach sehr die Herausforderung, wie es denn wäre
einige Stücke aus ihrem Programm in völlig anderem Licht und Klang zu
präsentieren.
So machten sich die beiden auf, die Stücke
für Klavier, Geigen, Celli und Schlagwerk umzuschreiben und zusammen mit
der L'AME IMMORTELLE-Sängerin Sonja Kraushofer, die ja jüngst ihr
Soloprojekt PERSEHONE, an dem RIG und Tobias ja auch ihre Hände und
Köpfe im Spiel hatten veröffentlichte, eine gemeinsame akustische
Konzertreise zu unternehmen. Das Unterfangen stieß auf helle Ohren und
auch die GOTHICWORLD kam gerne der Anfrage nach, die "Winterreise" von
JANUS und PERSEHONE zusammen mit dem ORKUS-Magazin zu
präsentieren und waren zum Abschlußkonzert im Frankfurter
Ikonen-Museum vor Ort.
So eine Veranstaltung ist natürlich ein krasser Gegensatz zu
einem üblichen Livegig in irgendeinem verräuchterten Szeneclub. So
begann das Konzert pünktlich zum 20 Uhr, als wir uns noch auf der
Parkplatzsuche in der Frankfurter Innenstadt befanden. Somit haben wir die
ersten Songs bereits verpaßt, als uns die freundliche ältere Dame am
Museumsempfang darauf aufmerksam machte, daß wir jetzt da nicht einfach
so reinplatzten könnten und für der Tür auf das Beifallklatschen
warten mußten und bei der Gelegenheit den Ort des Geschehen endlich zu
betreten. Als es dann endlich soweit war und wir lautstarkes Klatschen
vernahmen und die Tür öffneten war der kleine zwar sehr hohe, aber
sehr schmale bestuhlte Saal bis zum letzten Zentimeter gefüllt. Viele
hatten schon vor uns keinen Sitzplatz mehr gefunden und auf Grund der
verwinkelten Bauweise war zunächst nichtmal ein Blick auf die kleine
Bühne zu ergattern. Aber die Musik war auch im hintersten Winkel
allgegenwärtig und so lauschten wir den Rest der Darbietung von Sonja
Kraushofer und PERSEHONE, die schon ihre Zugabe absolvierten.
Als der Beifall hierzu verklungen war, strömte uns ein
großer Teil der Besucher entgegen um wärend der Umbaupause im
Innenhof des Museums sich hastig eine Zigarette zu entzünden. Klar,
Rauchverbot im Ikonenmuseum und zu Trinken gab es natürlich auch nix. Also
erstmal umgesehn und viele Hände geschüttelt und auch eine geraucht,
bevor es schon bald mit JANUS weiterging. Hierzu haben wir uns treppauf
in den oberen Bereich der Ikonenausstellung begeben und hatten von hier oben
einen schönen Überblick über den langen schmalen Konzertsaal und
einen exzellenten Hörgenuß der akustischen Darbietung von
JANUS.
Die kleine Bühne
würde zu zwei Drittel von dem schwarzen Flügel eingenommen hinter dem
Tobias Hahn seinen Platz eingenommen hatte. Der Rest der Bühne belegte
Lothar Weise´s Schlagwerk, bestehend aus Konzertpauken, Becken und
Glockenspielen, so daß RIG sich gerade noch so vorne Platz hatte, das
Steichquartett, bestehend aus Jorid Höfner (Violine), Milena Bartsch
(Viola), Martin Höfert (Cello) und Natalie Eis (Kontrabass) vor der
Bühne plaziert werden mussten. Aber somit waren sich die Künster und
das gebannte Publikum sehr nahe und von der Empore hier oben war zu sehen, wie
sehr alle die ergreifende Darbietung in dieser bisher nie gehörten
Arrangements genossen haben.
Die Akustik des Sales war hervorragend und
die Musiker von JANUS waren auch ohne elektronische Klangregulierung
eines Toningenieurs sehr hamonisch aufeinander abgestimmt. Ob es nun die
ruhigen dezent nur mit leisen Klavier- und Streicherflüstern begleiteten
Parts waren oder die kraftvollen orchestralen Elemente der Stücke waren,
RIGs kraftvolle Stimme war immer deutlich zu verstehen, was bei den
nachdenklichstimmigen Textgut von JANUS exestenziell ist. Neben vielen
bekannten und neuen JANUS-Stücken wie "Lolita" und das
obligatorische "Saitenspiel" gab es orchestrale Coverversionen von
Rammstein bis Leonard Cohen. Und zu guter Letzt kamen wir doch nochmal in den
Genuß von LAM-Goldkehlchen Sonja, als sie mit RIG zusammen noch ein paar
Duette zum besten gab. Was soll ich weiter sagen, ein durch und durch
ergreifendes, gut zweieinhalb Stunden andauerndes Konzerterlebnis der etwas
anderen Art.
Wer daran
seinen Narren gefressen hat, konnte sich die "Winterreise" CD mit nach
Hause nehmen, auf der JANUS fünf Songs in eben dieser akustischen
Form konserviert haben:
01. Was uns zerbricht 02. Lolita 03. Das
Gesicht 04. Der Mörder in mir 05. Halleluja
Diese limitierte
CD gibts nicht im Handel, sondern nur im
JANUS-Shop.
Im Anschluß des Konzertes zeigte sich
RIG auch abschließend als sehr glücklich über den erfolgreichen
Verlauf der "Winterreise". Anbetracht der Tatsache, daß diese
Konzertreihe und die damit verbundene Aufnahmen zur "Winterreise" CD
sehr viel Arbeit gekostet haben, hat es sich gelohnt, denn die Termine waren
fast alle komplett ausverkauft und die Reaktionen der Besucher ermutigten RIG
und Co so eine Konzertreihe in Zukunft bestimmt nocheinmal zu wiederholen. Wer
die "Winterreise" verpaßt hat, kann sich das Erlebnis auf dem
diesjährigen WGT noch einmal gönnen. Aber nun zieht es ihn nach
so viel Konzertsaal-Athmosphäre und Anzugszwang erst mal wieder zu den
Livegeschichten der wilderen Art im grünen Scheinwerferlicht.
Ausführliches Interview mit RIG findet Ihr hier
!
Liebevoll gemachte
"Winterreise"-Tour-Tagebücher mi vielen Photos gibts
hier:
JANUS:
www.schlafendehunde.de
PERSEPHONE: www.persephone-home.de
Auch stehen die Gewinner der fünf "Winterreise"-CDs
fest:
Swen Reuter, Rossau Carolin Salvamoser,
Wurzen Mirko Hahn, Langenweissbach Ivo Hüttmann,
Königsee Enrico Kreisig, Freiberg
Die Lösung war
natürlich: "Schlafende Hunde weckt man nicht!" Herzlichen
Glückwunsch, die CDs werden nach Ostern an Euch verschickt!
zum CD-Review von JANUS: "Schlafende
Hunde" zum CD-Review von JANUS:
"Hundstage" zum CD-Review von
PERSEPHONE: "Home"
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