CD-REVIEWS:
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GAIL OF
GOD: "Severed" CD (Apollyon)
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Die Niederlande sind berühmt für Käse, Tulpen,
Wohnwagen und weltschmerzlinderne Rauchwaren. Egal wie man es dreht, in jeder
noch so auf Vollständigkeit bedachten Hitliste holländischer
Berühmtheiten wird man Musik aus dem Flachland nicht finden - dabei bleibt
es auch nach dem Album von GAIL OF GOD.
Ambitioniert - das ist
der Begriff, der das zweite Album der Formation um Frontmann Gail Liebling
"Severed" am ehesten beschreibt. Das Werk ist zweifellos sehr kraftvoll,
ungestüm und an der Grenze zum Brachialen, es ist laut, wild und ehrlich -
aber genügt das? Um sich von der Masse anderer
Industrial-Metal-Goth-Produkte abzusetzen, nein.
Dabei ist der Auftakt
mit "Human" überaus gelungen und macht Lust und Hoffnung auf mehr
wütende Kraftentladungen - allerdings wird diese Hoffnung enttäuscht,
nur noch der sechste Titel, einfallsreich "6th" genannt, hält mit
und sorgt für Aufregung im Gehörgang.
Was sich drum herum und
dazwischen abspielt sind Variationen des ewig Gleichen, kaum nennenswerte
Spitzen und Überraschungsarmut. Es fehlt ganz simpel am Kick, der aus
Kantinenessen ein Festmahl macht. Aber mal ehrlich, wie oft geht man schon fein
Essen? Deshalb sei GAIL OF GOD und ihr aktueller Silberling
"Severed" allen empfohlen, die sich im Genre auskennen und auch ohne
Spitzentitel leben können.
Auf der Tanzfläche wird der
Unterschied sowieso verwischen und tanzbar ist das Werk allemal.
Daniel "Bela" Bartsch für
GOTHICWORLD
"Severed": 01 - Human 02 - See Me! 03 - Here I
Am 04 - Plague 05 - Closed Circuit 06 - 6th 07 - Mistake 08 -
Wormhole 09 - Hive
Kontakt:
www.gailofgod.com |