CD-REVIEWS:

Merging Oceans    ROTERSAND:
"Merging Oceans"
CDS (Endless Records)

RoterSandMichael Schuhmacher macht es vor:
gelegentlich stottert der beste Motor einmal.
ROTERSAND ist ein Side-Projekt von The Fair Sex-Kreativmotor Rasc - und eben jener Motor läuft im vorliegenden Fall etwas unrund.

Die 4-Track-EP, die unter Mithilfe von Krischan Wesenberg und Gun entstand, versucht einen Weg zwischen Düsternis und Tanzbarkeit zu finden. Der Versuch gelingt nicht vollständig, viel zu oft verlieren sich die relativ kalten Elektroklänge in der Monotonie.

Der Opener "Merging Oceans" setzt die Idee noch am konsequentesten um: treibend steigert sich der Song zu gutem Clubsound, stark die Stimme, harmonisch wabernd der Klang, herrlich tanzbar - aber gesamt ohne Höhepunkte. Das eigentlich gute "Sonic Agony" ist in zwei Versionen vertreten und spart nicht mit rhythmischen Aufforderungen zum Tanz, in der s.o.p.-Version noch deutlich mehr als in der originalen Version. Wahrscheinlich als Auflockerung gedacht, zerren die "Rückkopplungsgeräusche" im hohen Pfeifton etwas an den Nerven und zerstören den harmonischen und sanften Eindruck, den die einleitenden Keyboards hinterließen.

Das vierte Stück "Winter Paints It White" ist schöner Elektropop, ihm fehlt lediglich die "Wärme" menschlichen Gesangs. In den rein instrumentalen Phasen wird hier ein Soundteppich gewoben, der wirklich ins Ohr geht und als echter Höhepunkt der EP gefeiert werden kann. Ein deutliches Mehr an diesen Klangteppichen würde der folgenden Fulltime Release gut tun.
Ansonsten bliebe es bei gutem Durchschnitt.


Daniel "Bela" Bartsch für GOTHICWORLD


01 - merging oceans
02 - sonic agony
03 - winter paints it white
04 - sonic agony

Kontakt: www.rotersand.net


to the reviews