CD-REVIEWS:

Timbre Hollow    THREDONY ENSEMBLE:
"Timbre Hollow"
CD (All Tomorrow's Parties Records)

Der Name Ensemble deutet es bereits an: Hier geht es nicht um Pop, sondern um ernsthafte Dinge, also E-Musik.

Sicher gibt es auch im populären Liedgut Bezugspunkte zu dem, was die Herren Dave Cerf, Erik Hoversten und Dominique Davidson mit "Timbre Hollow" abliefern. Nicht umsonst hat Kammermusik auch in der Schwarzen Szene und anderenorts ihre Anhänger. Tony Wakefords Soloprojekte, Angels Of Venice oder neuere Anne Clark-Werke wären hier als Referenzen zu nennen. Wem so etwas gefällt, der sollte durchaus ein Ohr auf das Thredony Ensemble werfen.

Ein wenig Begeisterung für klassische, konzertante Musik vorausgesetzt - und das kann man ja in diesem Falle nahe legen - sollte der geneigte Hörer an der Musik des Künstlerkollektivs Freude haben. Selbst nur mit mäßigen Mitteln ausgestattet, diese Musik zu beschreiben, reduziere ich das Deskriptive auf die Aufzählung der Instrumente: Konzertgitarre, Cello, Kontrabass, Klarinette, Piano, Perkussion usw. Die musikalischen Grundmuster bewegen sich zwischen symphonisch und folkloristisch, immer mit einem gewissen Grad an Melancholie, sanfter Anmut und einem Hauch Schrägheit.

Eine Platte zum bewussten Anhören und Genießen, die sicher manche einsame Stunde wohltuend belebt.


disorder (debil - das Magazin für neue deutsche Lightkultur) für GOTHICWORLD


Titel:
01 - ThaRoman (formerly Valery White) Part I
02 - ThaRoman (formerly Valery White) Part II
03 - ThaRoman (formerly Valery White) Part III
04 - Somewhere Near Denton
05 - The Machine
06 - Tension As Opposed To Tension


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