Live review:




ANUBIS / THE CASCADES

19.04.2003 - Düsseldorf, Haus Spilles

21 Uhr, das Spilles-Team saß am Eingang und fragte sich, ob noch wer kommt - aber es kam kaum noch einer. Knapp 40 zahlende Gäste und der aus Hanau mitgereiste ANUBIS-Fan-Club (inklusive Schwesterband ANUBIZ) hatten sich vor der Bühne versammelt und harrten der Dinge die da kamen.

AnubisEs geschahen wunderbare Dinge:
ANUBIS betraten die Bühne und begeisterten das Publikum gleich mit Ihrem ersten Stück "I Owe You Nothing". Es wurden ausschließlich Titel des im Mai 2003 erscheinenden Albums vorgetragen. Vom Opener, über "Burn The Empire" bis hin zu "Autumn Again" haben es die Hessen, obwohl teilweise gesundheitlich angeschlagen, geschafft das anwesende Publikum über neun kurzweilige Lieder hinweg mitzureißen, was auch wirklich kein Wunder war. Barbara Volpert verstand es mit Ihrer kraft-, aber auch zugleich gefühlvollen Stimme und ihrer Ausstrahlung die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.
Absolut empfehlenswert.

The CascadesEs schien ein Abend gesundheitlich angeschlagener Bands zu sein, denn auch THE CASCADES schlugen sich mit kleinen Krankheiten herum. Vor allem M. W. Wild hatte, wenn auch nur geringfügig, mit seiner Stimme zu kämpfen. Machte aber nichts, denn die Straubinger lieferten ein absolutes Top-Programm. Ganz egal ob sie Titel von der aktuellen CD "Corrosive Mind Cage", wie z. B. "Page One" oder "Sundown", oder von ihrem Debüt-Album "Nine66" wie "Tapping Me" oder "Babylon" spielten, sie haben auf jeden Fall begeistert. Ein absolutes Highlight war die Vertonung von Goethes "Hexen Einmaleins" - das hat gerockt. Zum besten Stück ihrer neuen CD, die Coverversion von NEW ORDER's "Blue Monday", hat die Ausdauer aus oben genannten Gründen leider nicht mehr gereicht.

Die Aftershow-Party ("... bis die Ostereier schwarz werden") fand diesmal zum ersten Mal auf zwei Ebenen statt - im oberen Bereich, der auch der Konzertsaal war, wurden (Playlist) aktuelle Kracher gespielt, im Gewölbekeller (Playlist) ältere bzw. speziellere Stücke. Es wurde also für alle etwas geboten.

Es bleibt zusammenfassend einfach nur zu sagen, dass sich Konzerte im SvJz Spilles im Düsseldorfer Süden auf jeden Fall lohnen. Die dort verantwortlichen bekommen für ihre Arbeit keinen Pfennig, äh Cent, und machen das, was sie da tun, aus ihrer Überzeugung heraus. Man merkt den dort auftretenden Bands einfach an, dass sie nett umsorgt werden und dass es ihnen deshalb Spaß macht, dort aufzutreten. Diese Stimmung wirkt sich auch absolut auf die Gäste aus.


Stefan Durt, Rainer Schwarzbach für GOTHICWORLD

Mehr Bilder vom Event gibts unter: http://www.spilles.de/cafe-schwarz/bilder/190403/190403.html