interview:

DAS ICH
- "... Und hier die teutonische Schwermut!"

Das IchGut gelaunt und fröhlich erschallt mir ein:
"Hallo wir sind's - Das Ih-ich!" aus dem Telephonhörer entgegen, so das ich einmal mehr den Eindruck habe, mit der leibhaftigen Wiedergeburt von Max und Moritz konfrontiert zu werden...
Nach der Erkundigung nach dem allgemeinen Befinden,
versuche ich den Einstieg mit der Frage nach dem wievielten Interview...


Bruno: Das eins, zwo, drei, vier.. fünf.. das sechste!
Das sechste, genau!

GW: Und immer die selben Fragen?

Bruno: Och jaaaa! Mittlerweile habe ich aber doch den Eindruck, das sich die Leute nen bisschen nen Kopf machen... so das sie doch nen bisschen unterschiedlich sind. Klar das natürlich gewisse Standardfragen immer wieder auftauchen. Das ist ja auch nicht verkehrt wenn man fragt wann nun das Album rauskommt... damit die Leute wissen wann sie in Plattenladen rennen sollen...

GW: Ok! Wann erscheint das neue Album?

Bruno / Stefan: Am 27.05. auf Massacre Records!!!!

GW: Es hat ja schon ne Weile gedauert mit der neuen Platte. Wenn ich recht überlege ist Euer letztes reguläres Album 1996 erschienen.

Bruno: Ja gut! Eigentlich hatten wir alle unsere Projekte die dazwischen waren auch als reguläre Alben gesehen... wie wir jetzt aber in der Zwischenzeit schon mitbekommen haben, haben es wenig andere so gesehen. Und unser Verlag hat es auch nicht so gesehen... Also ok!
Pause war natürlich schon da, hat auch einfach damit zu tun, dass so viele andere Sachen anlagen. Das ich ziemlich viele Bands produziere, das dann auch immer wieder ausgedehnte Tourneen bei DAS ICH sind. Wir sind auch immer viel im Amiland unterwegs gewesen... ja überall eigentlich. Da kommt man dann nicht so oft dazu, dich wieder mal zu finden und einfach nen neues Album zu machen. Letztendlich hatten wir eigentlich schon immer was gemacht.. aber so als regulär wurde es anscheinend nie betrachtet... Insofern! Lass das unser NEUES REGULÄRES Album sein !!!!

GW: Wenn man DAS ICH mit einer "zwischenmenschlichen Beziehung" gleichsetzt, kann man dann sagen, das Dein (Bruno) Seitensprung (Soloalbum im letzten Jahr) dieser Beziehung sehr gut getan hat?

Stefan: Ja kann man auf jeden Fall sagen!! Ich kann das nur bestätigen! Weil Abwechslung ist immer gut und deshalb... das hat nur gut getan!

GW: Man hat ein wenig den Eindruck das die neue Platte gereifter, in sich geschlossener, auch irgendwo weicher daherkommt? Ohne wirklich weich zu sein! Das meine ich nicht.

Bruno: Das hat natürlich auch immer mit der Herangehensweise an jedes Album zu tun. Wenn du dir jetzt sagst du machst eine Gottfried Benn Vertonung dann gehst du natürlich ganz anders ran als wenn du jetzt sagst du willst einfach mal ein lebensfrohes, tanzbares Album machen, wie wir es beim Kramm-Album gemacht haben.
Oder in diesem Fall jetzt: Wo wir nach den ganzen Experimenten die bei uns anstanden, wir uns einfach mal wieder neu definieren wollten. Im Sinne von dem was wir damals mit den "Satanischen Versen" gestartet hatten.
Klar, insofern ist dieses Album natürlich auch ein Stück so eine Art Rückbesinnung auf das was für uns der Impuls war DAS ICH zu machen... damals... sehr lange her... und das aber auch in die jetzige Zeit zu holen. Um dann damit neu ansetzen zu können.
Wir einfach gemerkt, dass es uns ganz furchtbar viel Spaß macht, auch mal ein sehr songorientiertes Album zu machen. Ein Album das auf den Punkt kommt. Was dafür auch sehr bezeichnend ist, dass das Album inklusive Songschreiben, Aufnehmen und Produktion innerhalb von zweieinhalb Monaten entstanden ist. Das zeigt einfach, dass es nur so aus uns rausgesprudelt ist und wir auch Lust haben, die Leute nicht solange drauf warten zu lassen bis was Neues rauskommt.
Es stehen natürlich trotzdem noch ne Menge andere Projekte an. Ich arbeite z.Z. am zweiten Teil von Kramm, dann will ich ein altes Projekt von mir "Alva Novalis" wieder aufleben lassen, Stefan arbeitet momentan auch noch an einer Soloscheibe, dann kommt im Herbst halt Tour... dann ist man irgendwann Anfang 2003 und braucht erst mal Urlaub, dann muss wieder ne kleine Nachtour kommen... dann ist es Ende 2003... das ist halt immer das Problem:
Du machst ein Album. Das Album war fertig im Dezember. Jetzt hast du Interviews, im Mai, bist aber eigentlich schon wieder fast nen Stückchen zu weit weg...

GW: Klar! Im Herbst ist erst die Tournee... und der ungeduldige Konsument vergisst darüber, das die Musiker eigentlich längst schon wieder mit neuen, anderen Sachen beschäftigt sind.

Bruno: Ganz genau! Aber gut damit muss man halt zu Recht kommen. Letztendlich wollen wir uns auch nicht beschweren und uns darüber freuen das jeder mit uns Interviews machen will!

GW: Kann man eigentlich schon so sagen, das der Seitensprung Kramm-Solo bei Das Ich zumindest den Mut zum Selbersingen eingebracht hat?

Bruno: Ja (etwas zögernd...)
Wir haben ja auf Re-Laborat auch schon zusammen gesungen. Live ist es sowieso so das ich eigentlich immer bei allen Songs mitsinge um Stefan noch ein bisschen zu stützen, der ja immer gewaltig Action auf der Bühne immer hat...

GW: Immer wieder beeindruckend!

Bruno: Dem bleibt natürlich auch immer wieder nen bisschen die Puste weg. Deswegen ist es auch nicht verkehrt, wenn ich da ab und zu mithelfe.
Letztendlich habe ich also eigentlich von Anfang an immer gesungen. Insofern war es für mich nichts Neues. Für mich war Musik immer eine Verbindung aus Spielen und Singen. Klar wird das jetzt natürlich so wahrgenommen. Die meisten Leute spekulieren dann damit das es irgendetwas mit dem Soloalbum zu tun hat, aber eigentlich, was das Singen betrifft habe ich es schon immer getan.
Was vielleicht die Stringenz der Songs betrifft, das auf den Punkt kommen, kann man vielleicht davon herleiten... aber eigentlich war das auch schon immer da. Dafür musste nicht erst ein Soloprojekt mit seinen Erfahrungen kommen. Nur haben die Konzeptalben davor diese Herangehensweise nicht unbedingt so gefordert. Dieses auf den Punkt kommen.
Wir hatten jetzt einfach Lust auf ein Album, das nicht nur funktioniert in dem man es von Anfang bis Ende hört.
Womit Du sicher Recht hast, jede Arbeit die du machst beeinflusst dich immer, insofern glaube ich auch, dass von dem Soloalbum ein gewisser Einfluss bei der neuen DAS ICH Platte schon da ist.

GW: Ich hatte irgendwie den Eindruck, das gerade der Einsatz der Streicher und des Pianos, welche dem Album ja die weiche Note verleihen, ohne es insgesamt weich zu machen, unter anderem deiner Produzententätigkeit zu verdanken sind.

Bruno: Jaaaa... Sagen wir mal so! Es gibt zwei Songs die "weich" sind, im Sinne von klassischem Einsatz, oder sogar einen gewissen Pop-Appeal haben. Das ist zunächst mal "Das dunkle Land" und dann vom Streichereinsatz her "Der achte Tag". Da aber auch ganz bewusst als Kontrapunkt zu dem sonst recht harschen Album, weil dadurch mehr Spannung erzeugt wird.

GW: Ja! Gerade der Kontrast ist es ja auch, weshalb ich das Album dann wieder insgesamt viel geschlossener und harmonischer empfinde.

Bruno: Hmh... Danke! Also hat es dir gefallen?

GW: Auf jeden Fall! Wobei ich da ehrlicherweise auch sagen muss, das ich bisher mit DAS ICH nicht soviel anfangen konnte.
Live seit ihr zwar schon immer ein Erlebnis gewesen.. aber mit CD's hatte ich so meine Probleme.... liegt wahrscheinlich daran, das ich so harte, minimalistische Elektro oder EBM Sachen einfach nicht gerne höre. Zum Tanzen oder Live ja..... deshalb war jetzt Euer neues Album für mich eine ziemliche Überraschung. Weil ich zum ersten Mal sagen kann, das mir ein DAS ICH Album von vorne bis hinten gefällt.
So damit haben wir jetzt auch schon mal kurz das Stichwort: "Live" gehabt und mit Entsetzen fest gestellt, das ihr dieses Jahr nicht beim WGT spielt...


Bruno: Ja, hat uns ehrlich gesagt auch etwas verärgert. Aber die offizielle Erklärung dafür.. ähem.. ist jene, welche, dass wir auf den letzen zwei WGT's waren, auf dem vorletzten wo wir umsonst gespielt hatten in der AGRA und auf dem letzten wo wir dann auf die Parkbühne verschoben worden, weil man der Meinung war das dass für uns reicht. Leider standen dann ein paar hundert Leute davor und kamen nicht mehr rein...

GW: Und der Rest stand im strömenden Regen!

Bruno: Ja genau! Und das war dann die Begründung für dieses Jahr. Finde ich etwas schade, noch dazu wenn bei uns ein neues Album raus ist, aber anscheinend wird es nun mal dort so gesehen. Deswegen haben wir uns auch fürs Mera Luna verpflichten lassen.

GW: Ich finde es ja gerade bei Euch schon fast einen Eklat, wenn man bedenkt was gerade IHR vor zwei Jahren zur Rettung des WGT beigetragen habt.

Bruno: Ja ich finde es auch ein bisschen schade!
Da spielst du umsonst, nur im festzustellen, das du von InMove (WGT Veranstalter seit letztes Jahr!) darin bestätigt wirst, dass du dich so wie manch anderer hättest verhalten sollen und eben ohne Gage nicht zu spielen und abzureisen. Dann hätten wir ja dieses Jahr spielen dürfen.

Stefan: Das was wir natürlich vor zwei Jahren getan haben... war einmal natürlich für die Leute die da waren, die natürlich auch selbst die Initiative ergriffen haben, um das Ganze noch zu retten.
Auf der anderen Seite aber auch für uns persönlich so ein Zeichen zu setzen in Bezug auf Michael Brunner (Gründer und Urvater des WGT!), weil es eben immer ne große Familie war. Und diese Familie uns auch einfach sehr wichtig war!
Wir haben damals beim zweiten WGT im Eiskeller schon mitgespielt, oder wars das Dritte?... Da waren dreihundert, dreihundertundfünfzig Leute.. und das war eine wunderschöne Familie. Ein wunderschönes Dortsein, es war friedlich und toll... und von daher für Michael Brunner und für die Leute die wollten das es weitergeht.

GW: Ich fand in diesem Zusammenhang Deine Ansage letztes Jahr sehr ehrlich und schön. Als du die Bühne betratest und die Leute mit "Hallo, meine Familie!" begrüßt hast.

Stefan: (Lacht) Ja, ich meine Bruno und ich sind uns schon extrem bewusst, dass ohne den Leuten die uns da zuschauen und diesen Haufen Geld aufbringen um unsere CD's zu kaufen oder auf die Konzerte zu kommen, dass wir ohne die gar nicht da wären! Das ist ein ganz wichtiger Aspekt für eine Band, die irgendwann mal ganz spontan anfängt und loslegt um Musik zu machen und dann plötzlich den Megaerfolg damit hat.
Hochgelobt wird, große Verkaufszahlen hat.. um wieder zu sich selbst zurück zu finden. Den eigentlichen Sinn zu finden. Das man ohne diese Leute eben gar nicht existieren würde.

Bruno: Ja! Es ist auch traurig. Es gibt echt sehr viele Bands die da anfangen ihre eigene Szene zu verleugnen. Ohne die sie letztendlich niemals hätten wachsen können. Und die ja für sie auch der Impuls gewesen ist.
Wir haben ja nicht angefangen Musik zu machen weil wir gesehen haben, dass da eine neue Szene wächst und wir dafür jetzt etwas konzeptionieren müssen. Sondern weil diese Szene von je her unser zu Hause war! Womit wir groß geworden sind!

Deshalb haben wir diese Musik gemacht die Teil von dieser Szene wurde. Das war immer so ein organischer Prozess. Deshalb hat es mich immer wieder verwundert, wenn plötzlich Bands dann in diesem kranken Mainstreamfieber, meinen sich jetzt davon wegsagen zu müssen...

Manchmal kommt es mir dann ein bisschen so vor, als hätten all diese Musiker immer nen Komplex gehabt, dass sie "nur" Undergroundmusiker sind, dann erst ihre Bestätigung bekommen wenn sie wirklich Mainstream sind. Und dann können sie sich ganz schnell davon frei sagen. Von diesem Stigma einer Undergroundband! Und darin sehe ich einen Fehler.
Denn letztendlich kam der Impuls aus einer Szene und der sollte auch immer weiter gegeben werden.

Wenn man sich die momentane Entwicklung anschaut, stagniert alles dahingehend, dass jede Band vorher Marketing macht, bevor sie ins Studio gehen. Da wird ein Album geschrieben, das konsequent auf einen Markt hin produziert wird, mit einem Schielen auf den Mainstream, die Nummern sind alle so austauschbar und damit geht diese kreative Potential was wirklich in dieser Szene schlummert einfach verloren. Aber das soll uns nicht interessieren, da wir uns nach wie vor in dieser Szene zu Hause fühlen und gerade ich mich eigentlich nirgendwo anders bewege.

GW: Gerade diesem Kommerzdenken entzieht Ihr Euch ja auch ganz bewusst. So gibt es bei dem neuen Album ja keine Singleauskopplung!

Bruno: Ja eben! Wenn ich mir anschaue, wie bei manchen Lables zwanghaft zwei Singles rausgehauen werden, wo sich ein Song gerade mal ein bisschen im Remix verändert hat, nur damit man dann in die Charts reinkommt, auf der anderen Seite dann aber rumjammert, dass alle nur noch mp3's kopieren, aber den Leuten mit solchen Singles die Kohle aus der Tasche ziehen. Das finde ich ne Sauerei!
Und da sagen wir dann ganz klipp und klar: Nein, wir machen keine Single, weil wir finden auf dem Album sind schöne Songs drauf, das ist schön gefüllt, das ist value for the money und da wird nicht noch extra Geld gemacht!

Klar haben wir noch viele Remixe von jedem Titel gemacht, aber die packen wir halt auf Sampler. Anstatt zwei schwachsinnige Singles raus zu kloppen, wo die Leute stocksauer sind, da ja nur ein Song andres ist, und sich dann hinterher wundern, warum die Leute das Album als mp3 runterziehen.
Und das Beste sind ja dann diese Lablechefs die sich dann offiziell auf diversen Foren und Internetprotalen über diese Kopiererei beschweren. Das finde ich dann das Allerbeste, weil sie teilweise nämlich die schlimmste Politik an den Tag legen. Ich nehme an Du weißt auf wen ich anspiele, aber ich will gar keine Namen nennen! Und dann wird wieder am Reißbrett was entworfen das Kohle bringt. Das Schlimme ist das man bisher ja dachte, dass diese Reisbrettmentalität nur im Mainstream existiert. Aber das zieht sich inzwischen durch alle Musikrichtungen.

GW: Ja! Wir hatten auch schon mal überlegt eine "Goth-Star" Variante des RTL 2 "Popstars"-Projektes ins Leben zu rufen. Und ich bin mir verdammt sicher es würde funktionieren.

Bruno: Ja klar würde es funktionieren. Aber ich glaube das muss man gar nicht groß anfechten. Weil der echte Underground schon kapiert wo er verarscht wird und wenn man ehrlich seinem Ding nachgeht dann honorieren es die Leute auch.

GW: Kommen wir wieder zurück zu DAS ICH. Nun will ich ja nicht jeden Song einzeln durchkauen... aber so grob umrissen bleibt ihr Euch textlich ja schon treu. Wenn man sich den Anfang von vor fast elf Jahren anschaut. Damals "Satanische Verse" heute "Antichrist".

Bruno: Das hat damit zu tun... das wir in letzter Zeit so viele andere Sachen gemacht haben, das wir uns irgendwann gefragt haben, was eigentlich für uns der Impuls war mal damit anzufangen. Unser Ding zu machen. Damit also ein Album zu machen das bewusst an die Phase "Satanische Verse" bis "Staub" anknüpft und da die Quintessens für uns ins Jetzt transportiert.
Ein weiterer Punkt war das die Relevanz von diesem Thema "Antichrist", nicht nur im christlichen Sinne, sondern einfach die Dualität von Gut und Böse als solches heute wieder eine ganz besondere Tragweite bekommen hat. Seit dieser Septembergeschichte wird nämlich wieder sehr gern in der ersten Welt, in unserer reichen und übersättigten Welt von Dingen wie der Achse des Bösen gesprochen. Und für demagogische Zwecke wird die Dualität die längst relativiert wurde plötzlich wieder definiert.
Das Schlimme ist das ab dem Moment wo du bei einfachen Menschen dieses Denken von Gut und Böse etablierst ist die Diskussion oder das verstehen von anderen Kulturen schon gar nicht mehr möglich. Das ist auch immer das Mittel in jedem Krieg seit Menschengedenken gewesen, dass der Feind dämonisiert wurde bzw. wird. Und da geht auch unser "Antichrist" hin!
Es geht darum sich mit diesem Thema neu auseinander zu setzen. Es ist nicht so das Religion an sich unser Stammthema ist, es hat nur für uns eine neue Brisanz im Zusammenhang mit all den Dingen die in der letzten Zeit passiert sind bekommen.

GW: Also mit der Provokation die Leute darauf aufmerksam zu machen, das es doch sinnvoller wäre über die Dinge nachzudenken anstatt stur irgendwelchen Regeln, Dogmen und Vorgaben zu folgen?

Bruno: Ja genau!

GW: Dann doch etwas tiefsinniger als ein ähnlich klingendes Album?

Bruno: Auf jeden Fall. Ich will Mansons hier nicht schmälern. Aber sein "Antichrist" ist mehr so der Rummelplatzeffekt, Du gehst in eine Geisterbahn um dich zu gruseln und dann geht's du wieder nach Hause. Da sind wir doch hoffentlich etwas tiefgründiger was den Inhalt anbelangt.

GW: Wahrscheinlich auch so ein bisschen der grundlegende Unterschied zwischen amerikanischer und deutscher Kultur. Dort das perfect Entertainment das aber doch oberflächlich bleibt...

Bruno: Und hier die teutonische Schwermut! (Alle lachen!)
Ja das ist es doch was man unseren dichtenden und denkenden Vorvätern so nach sagt.

GW: Ich musste dabei nur an diese unselige Schublade denken in die man Euch vor elf Jahren gepackt hat.

Bruno: Du meinst: NEUE DEUTSCHE TODESKUNST!?

GW: Klar! Super Formulierung oder? (Pause) Ok, dann bin ich eigentlich mit allem durch. Alles gefragt, genug erfahren, hat Spaß gemacht, mir fällt nichts mehr ein... mit einem Wort: Ich bin am Ende.

Stefan: Aber denke daran das jedes Ende auch ein Neuanfang ist!

GW: Davon gehe ich mal aus! Also, wie ich höre seit ihr in Leipzig aber doch vor Ort...

Bruno: Ja wir machen am Montag in der Moritzbastei so als Ausgestoßene eine kleine Record-Release-Party. Vielleicht sieht man sich ja.

GW: Klar treffen wir uns zur großen Party mit Bruno und Stephan!

Bruno / Stefan: Bis dahin... hat uns gefreut.

GW: Viel Spaß bei der Tournee im Herbst und viel Erfolg bei allem was Ihr tut.

Bruno: Ja danke, Dir und der Gothicworld auch! Grüß mir Euren Sir Ritchie ganz lieb.

Alle zusammen: Tschüß!!

Abgang.


Thomas Sabottka für die GOTHICWORLD

Zum CD-Review "Anti'Christ"

Homepage: www.dasich.de