CD-REVIEWS:
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CHAMBER:
"L'Orchestre De Chambre Noir" CD (Trisol Music Group)
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Dies ist das schwarze Zimmer. Das dreizehnte
Zimmer, der Raum den du nie betreten darfst!
Hier erklingt
zunächst ein recht barockhaft anmutendes Stück Kammermusik, das
alsbald von einer Akustikgitarre ergriffen wird, um es so in einen
eingängigeren Rahmen zu treiben, der gelegentlich den Hauch eines Chansons
in sich trägt. Die Melodien sind dunkel, voll bedrohlicher Schönheit,
so zerbrechlich und doch wieder geschlossen. Und dann taucht irgendwo aus der
Dunkelheit diese Stimme auf. Ist das Michael Gira von den Swans? Nein!
Obwohl...
Wenn man sich die Instrumentierung weniger barock vorstellt,
die Gitarre etwas treibender und dann noch ein wenig Schlagzeug... Dann
fühlt man sich schon an das Swans Album "The burning life" erinnert.
Hier aber steckt Marcus Testory dahinter. Wer zum Teufel ist Marcus
Testory wird man jetzt fragen. Das ist früher einmal ein Mitglied von A
Wedding Anniversary gewesen. Er ist Schauspieler und vor allem jener
charismatische, beeindruckende zweite Sänger bei ASP, der es schafft die
Figur des Backgroundsängers an den vorderen Rand der Bühne zu
katapultieren und neben einer Erscheinung wie ASP noch zu bestehen. Und
offensichtlich jemand, der den Mut zu Experimenten hat. Denn dieses Album ist
keine leichte Kost. Es ist eher ein faszinierender Reigen aus düsteren
Melodien, getragenen dunklem Gesang und eben jener barocken
Kammermusikatmosphäre, die man schon mit Sopor Aeternus vergleichen kann.
Nur im Gegensatz dazu, beweisen Chamber noch ein gewisses Maß an
Beschwingtheit und Gefühl für weiche Töne.
Ein gewagtes Experiment, aber ein
Gelungenes. Faszinierend für den der sich darauf einlässt, und die
Idee mal ein Album komplett mit klassischer Instrumentierung aufzunehmen... nun
sie ist nicht neu, aber in unserer Elektronik und Krach, Samples und harten
Rhythmen überfluteten Zeit doch immer wieder ein Ohrenschmaus.
Also Freunde der Nacht! Den schwarzen Mantel über die
Schultern gehangen, den mit dem blutroten Innenfutter, den/die Geliebte sanft
bei den Fingerspitzen berührt und sich in einem dunklen Zimmer
zögernd zum Reigen gedreht. Während die Kerzen langsam herunter
brennen und der Mond sein bleiches Licht durch die hohen Fenster, hinter den
schweren Samtvorhängen schickt...
Thomas Sabottka für
GOTHICWORLD
Tracklist: 01. La Danse Des Coers Brisés
(instrumental) 02. Maybe First We Die 03. Pleasure And Pain 04. Easter
Song 05. Ceremony After A Fire Raid 06. Mistakes 07. Another
Conversation 08. Strange Kind Of Love 09. Toscana 10. The Ballad Of
The Half Brained Man 11. La Danse Des Coers Brisés
(version)
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Kontakt:
www.lorchestredechambrenoir.de
www.trisol.de |
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