CD-REVIEWS:

Closterkeller    CLOSTERKELLER:
"Promo" CD (Eigenvertrieb)
     

Dies ist ein Review, das es dem Rezensor wahrlich nicht leicht macht ....
zumal er sich nicht um eine für alle käufliche CD handelt, sondern um eine Promo-CD bestehend aus Audiotracks, MP3-Songs, Videoclips, sowie Photos und Bandinfo in englischer und polnischer Sprache enthält. Somit nimmt das multimediale Abenteuer seinen Lauf ...

Zuallererst schieb ich wie gewohnt das Ding in meinen guten, alten SONY CD-Player, der aber mit solch einem hybriden Wunderteil nix anfangen weiß. Also rein in den CD-Player und erstmal die Videos und MP3s reingezogen, sowie Bilder und Texte gesichtet.

CLOSTERKELLER war mir ja schon ein Begriff. So stolpern wir über den Bandnamen bei den wichtigsten Gothic-Festivals unseres Nachbarlandes, wie dem CASTLE PARTY FESTIVAL, Bolkow.
Genaugenommen treibt das Quintett um die Sängerin Anja nunmehr seit 1989 ihr Unwesen in der polnischen Gothic-Szene und haben ihre musikalischen Qualitäten bereits im Support für Bands wie Paradise Lost, Clan Of Xymox, aber auch für die Cocteau Twins oder Jethro Tull beweisen können.

ClosterkellerGenug der Einleitung, kommen wir zum Punkt, der Musik von CLOSTERKELLER:
Ganz klar prägt, ähnlich wie bei polnischen Band wie FADING COLOURS oder ARTROSIS zunächst die Mutterspache den Höreindruck. Musikalisch liegen CLOSTERKELLER irgendwo dazwischen, zwischen gitarren-orientiertem Gothicmetal und dunklen Electro-Tunes. Gemeinsam mit ebengenannten haben sie auf alle Fälle eine charismatische Frontfrau, die ihre gesanglichen Qualitäten bestimmt nicht zu verstecken braucht.

Durch den vehementen Einsatz sägender bis doomiger Gothicgitarren kommt eine gehörige Portion Retro-Feeling auf, Zeitdokument vielleicht, wie sich die schwarze Musik in den östlichen Provinzen des gelobten, kapitalistischen Landes sich auf seine ganz eigene Weise weiterentwickelt.

CLOSTERKELLER schaffen mit verblüffend einfachen Mitteln eine Magie zu entfachen, die hierzulande leider viele Künstler vor lauter Marketing-Kalkül und Chart-Alüren längst verloren haben.

Als Beweiß dient der Titel "Cisza w jej domu" als volle MP3-Drönung (2:53 Min./2,7MB)

Sir Ritchie für GOTHICWORLD


DISCOGRAPHY:
"Purple" (1989),
"Blue" (1990),
"Agnieszka" (EP, 1993),
"Violet" (1993),
"Scarlet" (1995)
"Cyan" (1996),
"Koncert'97" (1997) - live,
"Graphite" (1999),
"Fin de siecle" (2000) - acoustic live
"Pastel" (2001) - ("the best of...")
     Kontakt:

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