CD-REVIEWS:
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METALLICA:
"St.Anger" CD (Universal / Mercury)
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METALLICA. Was war das mal für ein Name!
Die erfolgreichste Metalband dieses Universums, mit dem erfolgreichsten
Metalalbum (das Schwarze) des Universums.
Mit schleimigen Haaren,
Dicken Zigarren und Zuhälterlook zerstörte genau diese Band in den
letzten 4 Jahren systematisch Ihren Ruf, Ihre Fanbase, und Ihre Musik. Am Ende
verließ, von dem Firlefanz völlig entnervt, Publikumsliebling Jason
Newstedt die Band. Nach dem Alkoholentzug James Hetfields und dem Einstieg
Bob Rocks (Ozzy Osbourne Band) am Bass, sah man neue Pfade leuchten. MTVIVA
streuten die bekannten Messages ins Volk. "Back to the roots", " Das Beste seit
...and Justice for ALL", "Blablabla". Gehet hin und kaufet es. Und die Masse
tat wie Ihnen befohlen. Platz 1 weltweit.
Aber werfen wir einen Blick
auf die bittere Wahrheit: Mit "St.Anger" demontieren sich
METALLICA nun endgültig. METALLICA standen für
erstklassige Produktionen und einen glasklaren Sound. Das mit Gewalt auf
"Rotzigrockig" getrimmte "St.Anger" klingt eher wie gewollt und nicht
gekonnt. Sicherlich hat dieser Sound auch seinen Reiz, allerdings nicht bei
einer Band die METALLICA heißt. Extrem übel stößt
Lars Drumsound auf, der klingt, als ob er jedes Lied zusätzlich mit einem
Kochtopf begleitet, der unbedingt kaputt gehen soll.
METALLICA
standen für ausgefeilte Songs mit erstklassigen Riffs, Solos und ruhigen
Momenten. "St.Anger" dagegen besteht irgendwie nur noch aus James
Hetfield und seiner Gitarre. Keine ruhigen Momente mehr, die METALLICA
mal ausmachten. Keine Gitarren-Solos von Kirk mehr, die so einmalig klangen.
Und damit macht die Band auch noch Werbung.
Es gibt wirklich nicht viel
an diesem neuen Album zu loben. Es hat nichts mit der glorreichen Vergangenheit
oder den vielen Vorschußlorbeeren gemein. Andere Giganten wie Iron Maiden
oder Slayer klingen auch modern, halten Ihr Andenken jedoch in Ehren. Die
Multi-Mega-Millionäre METALLICA zerstören Ihr Lebenswerk
jedoch mit der gleichen Eleganz, die auch schon Judas Priest dahingerafft hat.
Das "NewMetal/NuRock" Gewand ist für METALLICA viel zu
klein, als das Sie je gut darin klingen könnten. Die "NuMetal" Kids von
heute werden den Sound sicher mögen. Die, die mit METALLICA
groß geworden sind, werden sich mit Grausen noch weiter abwenden.
Alexander Treder
für GOTHICWORLD
Tracklist: 01 - Frantic 02 - St. Anger 03 - Some
Kind of Monster 04 - Dirty Window 05 - Invisible Kid 06 - My
World 07 - Shoot Me Again 08 - Sweet Amber 09 - Unnamed Feeling 10
- Purify 11 - All Within My |
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