CD-REVIEWS:
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TYPE O
NEGATIVE: "Life is killing Me" CD (Roadrunner Records)
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TYPE O NEGATIVE haben eine tonnenschwere Last
zu tragen, an der Sie (fast) zu zerbrechen scheinen. Uns diese Last heißt
"Bloody Kisses". Type O haben damals ein Album geschaffen, das an
Intensität, an Dichte und an Atmosphäre kaum zu übertreffen war
und heute auch noch ist. Ein wirklicher musikalischer Meilenstein, der in kaum
einer CD-Sammlung fehlt. Unerreicht und Unsterblich. Und mit eben dieser
Bürde leben und plagen sich TYPE O NEGATIVE schon seit gut 10
Jahren. Erst "October Rust". Ein Album, das noch stellenweise den alten
Geist Type O´s einfangen konnte, allerdings vom Großteil der
Fanbase abgelehnt wurde, da es zu "kommerziell" klang.
Danach war erst
mal Sendepause um die 4 Herren aus Brooklyn. Ein kreatives Loch, kein Ansporn
und die nie endenen Klagen über die eigene Plattenfirma. Dann brach 1999
"World Coming Down" über die Menschheit herein. Ein vertonter
Weltuntergang, schleppend, träge, zäh, voller extremer Depressionen
und Suizidwünschen. Kurz gesagt, das Album floppte in Zeiten der, damals
noch vorhandenen, Happylustig-Spaßgesellschaft. Man befürchtete das
Aus der Band, wurden doch die Klagen über die Welt, das Musikbiz und
eigentlichen alles immer lauter.
Da raffen sich TYPE O NEGATIVE
nochmals auf, und "Life is Killing me" war geboren. Und nicht wenigen
wird erstmal die zarte Kinnlade runterfallen, wenn man das obligatorische Intro
hinter sich gelassen hat und Mr. Stahl "I Don't Wanna Be Me" anstimmt. Die Band
hat Ihr Versprechen gehalten und gleich zu Anfang mehr als nur ein paar
Gänge hochgeschaltet.
Ein krachiger Opener der an gute alte Zeiten
erinnert. Achterbahngleich wird wieder Tempo rausgenommen und Mr. Steele
singt/heult bei "Less than Zero (<0)"natürlich über sich
selbst und sein furchtbares Leben. Ohne Rücksicht auf Verluste wird das
Tempo wieder aufgenommen und mit "I Like Goils" stellt Mr.Stelle
entgültig klar, das er nur das weibliche Geschlecht anziehend findet.
Textlich geht es dabei so derbe wie schon lange nicht mehr zur
Sache...hört mal genau hin...
Den ersten Höhepunkt erreicht
das Album mit dem Titeltrack. Ein kleines Meisterwerk mit Ohrwurmcharakter und
absolutem Mitsing-Charakter. Leider flacht das Album zum Ende hin etwas ab, und
man verzettelt sich wieder etwas im trägen "World Coming Down"
Sound. Dabei wird leider schnell der unscheinbare letzte Track des Albums
übersehen "The Dream Is Dead". Betrachtet man die Statements Type
O´s der letzten Jahre, das man im Grunde gescheitert sei und man froh
sei, wenn das letzte vertragliche Album aufgenommen ist, bekommt der Titel eine
bedrückende Aussage. Rein musikalisch ist der Track allerdings mit das
Beste was die Band fabriziert hat. Im Mid-Tempo Bereich zelebrieren die 4
Brooklyner die Moll-Töne des Lebens. Zynisch, sarkastisch, melancholisch
aber dennoch nur wenig mit der bisher gekannten voll ausgelebten
Todessehnsucht. Wenn dann noch Kenny mit seinen typischen Gänsehaut
Gitarrensolo und Josh mit der Orgel loslegt, steht einem vor Freude Pipi in den
Augen und die Nackenhaare Spalier.
"Life is Killing me" ist nach
den Enttäuschungen der letzten Jahre sicherlich eine positive
Überraschung, die stellenweise zu Begeistern weis. Ob dies allerdings nur
eine Trotzreaktion auf die Kritik der Fans anzusehen ist, wird die Zukunft
zeigen...
Alexander
Treder für GOTHICWORLD
Tracklist: 01 - Thir13teen 02 - I Don't Wanna Be Me
03 - Less Than Zero (<0) 04 - Todd's Ship Gods (Above All Things)
05 - I Like Goils 06 - A Dish Better Served Coldly 07 - How Could
She? 08 - Life Is Killing Me 09 - Nettie 10 - (We Were) Electrocute
11 - IYDKMIGTHTKY (Gimme That) 12 - Angry Inch 13 - Anesthesia
14 - Drunk In Paris 15 - The Dream Is Dead |
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Bandpage:
www.typeonegative.net |
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