CD-REVIEWS:
Im Gegensatz
zu ihrem Vorgänger, haben sich Y-LOK-O von den rein stampfenden
Elektrorhythmen verabschiedet und sich neuen Elementen zugewandt. Gelegentlich
tauchen sie zwar noch auf, die harschen Samples und verzerrten Vocals,
insgesamt aber, haben sich die Jungs mehr Zeit für Phantasie gelassen.
Atmosphärische, dichte Klanggemälde, Soundlandschaften voller Ideen
und Hinweise. Da werden ethnologische Gesänge, flüsternde weibliche Vocals, sakrale Chöre oder der Grundrhythmus eines bekannten QUEEN Songs, mit Industrial Samples, Soundtrackelementen und sehr vielen filigranen Geräuschen vermischt. Sprach- und Gesangsfetzen fügen sich in Soundcollagen ein, die verstörend, hart, aber faszinierend, sphärisch gleichermaßen daher kommen. KLAUS KINSKIS einmalige Rezitation eines VILLON Gedichtes, wird ebenso verwendet, wie Samples aus dem JAMES HORNER Soundtrack zu "Der Name der Rose". Irgendwie ist Y-LOK-O auf "Kerion Celsi" die Gradwanderung zwischen experimentellen, avantgardistischem Industrial, treibenden Elektro und verspielen Sounds gelungen, der einen ganz eigenen Film im Kopf entstehen lässt. Insgesamt ruhiger als der Vorgänger, keinesfalls langweilig und noch lange nicht eingängig. Aber sehr fesselnd und kunstvoll. Ein sakraler Post-Industrial-Soundtrack ohne pseudointellektuelle Spielereien von zwei experimentierfreudigen Soundtüftlern. Thomas Sabottka für GOTHICWORLD Tracklist: 01. Gefahrenfrau (femme idéale by Patrick Codenys of FRONT 242) 02. September 11th 03. Zeke (part 1) 04. Memories 05. Further 06. Bruchstücke sammeln... 07. Wo bist Du? (step-by-step remix IN THE NURSERY) 08. Inside You 09. Zeke (part 2) 10. S.K.E.S. part 3 (à la queen remix by KIRLIAN CAMERA) 11. The Run Of The Sun 12. Dignity (feat. KLAUS KINSKI) 13. ...empty again www.yluko.com |
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