CD-REVIEWS:
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THE
GATHERING: "Black Light District" Mini-CD (Psychonaut
Records)
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Von Ihrem Stammlabel Century Media trennten sich THE GATHERING im
letzten Jahr unbedingt nicht im Guten. Man suchte die völlige
künstlerische Freiheit und fand sie nur in der Möglichkeit ein
eigenes Label zu gründen: Psychonaut Records. "Black Light
District", die erste Veröffentlichung auf eigene Faust ist daher nur
über die eigene Webseite erhältlich. Doch das ist beileibe kein
Nachteil. Schon über tausend glückliche Fans halten inzwischen diese
E.P. in Ihren Händen.
3 Songs sind allerdings sicher noch zuwenig
um den momentanen Schaffensstand von den Mannen um Frontdarling Anneke van
Giersbergen zu beurteilen. Doch die 3 Songs haben es in sich und sprechen eine
deutliche Sprache. Völlig frei vom Erwartungsdruck eines eher im Metal
angesiedeltem Label, bewegen sich THE GATHERING in ungeahnten progressiven,
psychadelic, ja schon mit leichten Stoner Rock Ansätzen verzierten
Gefilden.
Der Titelsong nimmt sage und schreibe 16 Minuten in Anspruch
und progressiv ist fast schon zu wenig für dieses Machtwerk. Nach einem
wundervollen Klavierintro setzt langsam, langsam die Band ein und wie aus einer
andern Welt erklingt eine düstere Frauenstimme. Anneke? Nein,
Sarah von Cradle of Filth! Mit Ihrer sehr kraftvollen und charismatischen
Stimme verleiht Sie dem Song eine sehr melancholische und mystische Note. Nach
einer Ewigkeit setzt dann Anneke ein und rundet den Song zu einem kleinen
Meisterwerk ab.
"Debris" zeigt wieder eine ganz andere Seite von
THE GATHERING. Ungeahnt rockig und voller Samples klingt die Band wie eine
Mischung aus alten Pink Floyd und modernen alternative Bands. "Broken
Glass" ist eine reine Pianoversion eines neuen Songs, der auf dem
nächsten Album zu finden sein wird. Der Song wurde spontan von Anneke und
Frank aufgenommen und nicht weiter bearbeitet. Mit diesen bewusst
unbearbeiteten kleinen Schönheitsfehlern ist ein sehr purer und
herzerwärmender Song entstanden, der kaum melancholischer sein
könnte.
"Black Light District" merkt man die Mühe und
die Liebe an, mit der das Labeldebut aufgenommen würde. Die E.P. sollte
keinem Fan in der Sammlung fehlen und macht Lust auf mehr!
Alexander Treder für
GOTHICWORLD
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