CD-REVIEWS:

Reflections    ANUBIS
"Reflections"
CD (Eigenvertrieb/Musikverlag United Powerfields)

Barbara Volpert Was für eine Steigerung!!
Gehörte ja schon dem Vorgängeralbum "Kassandra" meine uneingeschrenkte Bewunderung, so haben die Jungs und das eine Mädel aus Hanau, doch tatsächlich das Kunstwerk vollbracht, dem noch einen drauf zu setzen.
Satte, kraftvolle Songs, voller Gitarren, Härte, Gefühl, gelegentlichen Brüchen und perfekten Arrangements. Balladen ohne Kitsch, Heavy Metal Kracher ohne Krach. Und einer Stimme, bei der man einfach schwach wird.
Neben den musikalisch perfekten Stücken, die mit den gewohnt harten Gitarren, den treibenden Drums, einigen Akustik-Gitarren, etwas Piano und an genau den richtigen Stellen eingesetzten Synthies aufwartet... neben dem bewundernswerten Gespür für Melodien, komplexen Soundgebilden und experiementierfreudigen Tempowechseln, elegischen Balladen und rotzigen Riffs... fällt einfach die Stimme von Barbara Volpert ins Ohr. Was sage ich? Ohr? Ins Hirn! Ins Herz! In den Unterleib!
Mal gebrochene Diva, mal kleines Mädchen, mal personifizierte Verführung, mal Vamp, mal wütende Domina... Diese Stimme ist nicht von dieser Welt!

Bei dieser Scheibe fragt man sich wirklich entgültig kopfschüttelnd warum ANUBIS noch nicht den großen Durchbruch geschafft haben. Neben ihren perfekten Songs, der wahnsinsn Stimme, kann sich so manche blind auf ihren Gitarren rumhauende und mit piepsiger "Möchtegern Heavenly Voices" aufwartende Kombo, die ihr Unvermögen oft genug hinter bombastischen Attitüden verbirgt verstecken. Anubis wirken so leicht, so verspielt, wo andere verkrampft herkommen... Und in die immer noch beliebten Gitarrenbands mit weiblichen Frontvocals al a WITHIN TEMPTATION können sich ANUBIS allemal einreihen. Eigentlich sollten sie an der Spitze stehen!
Auch gelingt ihnen der Wechsel (die Rückkehr) zu den englischen Lyris ohne Probleme, obwohl ich das mit einem weinenden Auge betrachte, da ich gerade die lyrische Komplexität von "Kassandra" sehr bewunderte... aber ganz sind sie zum Glück ja noch nicht von der griechischen Mythologie weg. ("Medea")

AnubisAls weiterer Anspieltipp auf jeden Fall das symphonische Eingangsstück "Sentence" die fast schon rotzige Rocknummer "Fake me"... aber eigentlich jeder Track dieser wundervollen Scheibe. Und wer (zumindest als männlicher Hörer) sich bei "My weekest point" nicht vor Anbetung und Begehren erfürchtig im Dreck suhlt, der ist entweder Homo- Auto- oder A-Sexuell! Diese Stimme ist pure Erotik!

Babs du bist eine singende Göttin und wir lieben dich! (Die anderen natürlich auch!)
"Reflections" ist der pure O(h)rgasmus.


Thomas Sabottka für GOTHICWORLD


Tracklist:
01 - Sentence
02 - Waiting for the clowns
03 - Subconscious revolution
04 - Burn the empire
05 - Everything s dying away
06 - Fake me
07 - My weakest point
08 - Decode my childhood
09 - I owe you nothing
10 - About us
11 - Out of the line
12 - Drowned again
13 - Medea
14 - Falling apart eternally
15 - April child (Bonus Track)


www.world-of-anubis.de